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Blogs mit dem Tag Zukunft:

Von kurzen Nächten und fliegender Zeit

Von Yunus 5. März 2012, 01.32 Uhr 1 Kommentar
Tags: Heidelberg, Freunde besuchen, Tübingen, Entdeckungen, Frühling, Praktikum, Hach [Ausklappen]

Dann ist nämlich alles gut.

Ich bin eindeutig wieder dran. Ich habe mich doch ein bisschen erschrocken, als ich vorhin entdeckt habe, dass mein letzter Eintrag von Anfang Dezember ist. Nicht gut.

Was aber ziemlich gut war, war das letzte Wochenende.
Nachdem ich eine eher arbeitsintensive Woche Praktikum hinter mich gebracht hatte, habe ich am Freitagnachmittag noch eben ein paar Vorbereitungen getroffen, bis dann Freitagabend Kudusch, Miro und Lennart hier eintrafen. Und zack: Da war die Bude voll^^
Essen, trinken, Musik hören, Bilder gucken, Pläne schmieden, über damals, heute, morgen und Frühling reden… es war direkt wieder so, wie es immer gewesen ist :)
Weil man dann einfach nicht ins Bett gehen sollte, haben wir noch einen Abstecher in die Altstadt gemacht. Und es sind Dinge passiert, Vögel wurden abgeschossen… Nur gut! :D

Kudusch Tim Schatto-Eckrodt
Same Gs; different city.

Der Plan für den Samstag war eigentlich um Eins in Tübingen bei Adi zu sein. Ausschlafen und ein gemütliches Frühstück haben den Zeitplan etwas verschoben, aber irgendwann am späten Nachmittag sind wir doch noch vor dem Wohnprojekt aus dem Benz gestiegen – jep, richtig gelesen^^ –, wurden mit Kaffee versorgt und waren schon wenig später von der Schönheit dieser Stadt überwältigt. Verwinkelte Gassen, sich unter der Last der Fassaden biegendes Fachwerk, eine Neckarinsel mit riesigen Bäumen… und mehr.
Nach einem gemeinsamen Eis hat Adi sich auf den Weg zur Arbeit gemacht. Wir haben ein gemütliches Plätzchen namens Collegium entdeckt und uns dort, am Neckar und bei einem Spaziergang durch die Stadt einen schönen Abend gemacht :)
Später, bei einem Alice im Wunderland Hörbuch, fielen dann die Augen aber auch sehr schnell zu…

Sonntagmittag ging's zurück nach Heidelberg und für meinen Besuch dann auch weiter nach Unna oder sogar Aachen.

Wochenenden wie dieses sind die, die ich besonders intensiv erlebe. Eine vergleichsweise kurze Zeitspanne, aber doch so viele Geschehnisse. Und auch wenn ich nicht ganz weiß, wo die ganze Zeit hin ist, bleibt doch sehr viel hängen.
Seitdem ich nicht mehr in Kamen wohne, ist das noch stärker geworden. Aber das ist ja nun nicht besonders verwunderlich…


Was passiert mir noch so?
Mein erstes Semester ist schon einige Zeit vorbei, ich bin mehr als zufrieden mit meiner Studienfachwahl und habe mir direkt ein Praktikum in diese Semesterferien gelegt, damit ich im September frei hab.
Jetzt habe ich wöchentlich vier bis fünf Versuche, von Federpendel bis Millikan, schreibe Vorbereitungen und Auswertungen… und wenn ich das nicht mache, schwimme oder paddele ich oder genieße auf irgendeine andere Art und Weise die länger werdenden Tage, die steigenden Temperaturen. Man würde fast "Frühling" sagen, aber das hat dieses Wochenende eine andere Bedeutung bekommen… :)

Loftparty 1.0

Von Noël 12. Februar 2012, 19.39 Uhr Keine Kommentare
Tags: Party, Aachen, Loft, Studentenleben, High life, Freunde besuchen, WG-Leben [Ausklappen]

Jede Party wieder. :)

Freitag war ja quasi Party. Erste echte Party im Loft. Sozusagen ein PreOpening vor der großen Einweihungsparty. Im Nachhinein hätte man es auch als unsere geplante Baustellenparty verkaufen können. War auf jeden Fall ein guter Abend!

Mit einem Kran im Wohnzimmer kann man einfach viel Quatsch machen.

Am Freitag haben wir Chemie geschrieben. Ging gut von der Hand. Abends war dann natürlich ein bisschen Party angesagt. Im Prinzip wollten wir nur ein paar Freunde einladen und ganz chillig über alte Zeiten quatschen. Hat sich dann doch wieder etwas verselbstständigt und am Ende waren doch eine ganze Menge Leute da. Aber je mehr, desto besser! Die Reaktionen auf das Loft waren teilweise extrem lustig. Die, die die Baustelle kannten, so: "WOW!" Die, die Baustelle nicht kannten so: "Hier wohnt ihr??" :D

Party lief aber rund und wird definitiv wiederholt. Genug gequatscht, die Fotos könnt ihr euch hier runterladen: ;)

noelschelter.com/loftparty


Der Morgen danach.



Look at what we've done - Part 1

Von Noël 26. Dezember 2011, 23.46 Uhr 2 Kommentare
Tags: Aachen, Zukunft, Wohnungssuche, WG-Leben, Loft, Spontanität, Überraschungen, Selbstständigkeit, Umzug, Studentenleben [Ausklappen]

Der Grundriss des Lofts vor unseren Veränderungen

Miro und Ich haben ja da diese Halle gemietet. Mittlerweile stapelt sich das Dokumentationsmaterial und außerdem wird es langsam Zeit, dass wir einmal darüber berichten. Der Ordnung halber fange ich aber trotzdem vorne an:

Ich habe hier in Aachen mit Krav Maga angefangen und die Trainingshalle ist im gleichen Gebäude wie unsere jetzige Wohnung. Als ich das erste Mal mit Michael beim Probetraining war fanden wir beide das Gebäude schon ziemlich cool.

Ende der Abbruchzeit und Anfang der konstruktiven Phase
Es handelt sich dabei um einen alten Industriekomplex, der früher von VW genutzt wurde, dann lange Zeit leer stand und jetzt langsam aber beständig wieder mit neuen Firmen und eben auch kleineren Ateliers für Künstler und Privatleute belebt wird. Der gesamte Komplex ist sicherlich mehrere km^2 groß und die Gebäude sind alle aus rotem Backstein gebaut, mit jeder Menge schicker Fenster, dreckiger Schornsteine und Schienen zwischen den Lagerhallen.
Kurzum gesagt so eine richtig schicke, alte Industrieecke, die so einen sehr angenehmen Charme hat, weil sie schon so heruntergekommen ist und gerade dadurch noch reizvoller wirkt.

Bei diesem ersten Probetraining dachten wir uns jedenfalls, wie geil es wäre, ein Loft in so einer alten Fabrikhalle zu haben und dass das doch eigentlich der Traum von jedem Studenten ist. (Genau wie mit einem alten VW Bulli in den Osten zu fahren, aber das kommt erst nächstes Jahr)
Wir haben den Trainer auch mal gefragt, aber der sagte uns was von unbezahlbaren Mietpreisen. Ich habe ein paar Tage später trotzdem mal die Verwaltung angerufen und von denen die Handynummer des Hausmeisters bekommen, den ich dann auch direkt angerufen habe. Hermann ist ein super Typ, mittlerweile sind wir ziemliche best buddys, weil er uns wirklich sehr viel hilft und wir ihm im Gegenzug auch immer mal wieder den ein oder anderen Gefallen tun, sei es, dass wir ihm was anpacken oder ihm Werkzeug leihen.
Jedenfalls hat er uns dann damals eingeladen vorbeizukommen, er könne uns einfach mal ein paar Räume zeigen. Und so haben wir uns drei Räume angeguckt die in nächster Zeit frei wurden. In einem davon sitze ich jetzt gerade.
Die ersten beiden Räume waren nicht so prickelnd, weil sie überhaupt nicht ausgebaut waren und auch eine für einen Umbau schlecht geeignete Form hatten und uns irgendwie nicht ansprachen. Aber der dritte Raum war voll eingerichtet, super stylisch und hat uns direkt umgehauen,
Die Balken haben wir mit zwei Kränen aus der Halle unter uns durch ein Loch hoch gezogen
weil wir uns das genau so vorgestellt hatten.
Und dann ging die Rechnerei los. Zuerst haben wir uns einen Grundriss besorgt und dann durchgeplant, wo man wie viele Zimmer einbaut, welche Seite, wie man das heizt, was die Risiken sind, und und und. Irgendwann haben wir uns dann zu dritt, (Miro, Michael und Ich) entschieden, die Sache zu wagen und das Ding einfach zu mieten. Das war Ende November. Der Plan war dann, das ab März umzubauen, wenn die Klausuren weg sind und bis dahin noch mal irgendwo anders zur Untermiete zu wohnen.
Das hat uns die Verwaltung aber kaputt gemacht, weil sie den Raum nicht so lange leer stehen haben wollte. Als sie dann sagten, der Raum könnte auch schon ab Dezember frei werden, kamen wir dann auf die glorreiche Idee, den Umbau, der vorher für ein Semester geplant war, in denen einen Monat vor der Klausurphase zu legen.
Deshalb müssen wir in drei Tagen fertig sein, damit wir ab dem 01.01.12 Vollzeit lernen können, wir haben nämlich wirklich eine Menge nach zu holen. Jedenfalls haben wir dann mal wieder alles umgeschmissen und den gesamten Umbauzeitplan in einen Monat gequetscht. Dann hatten wir natürlich noch das ein oder andere Gespräch mit der Verwaltung, bis wir den Vertrag endlich so zurecht gebogen hatten, wie wir ihn haben wollten. Da mussten wir uns Untermietrecht erkämpfen, unseren Druckluftanschluss wollte man uns auch klauen, aber dafür haben wir einen eigenen Fahrradparkplatz im Flur zugestanden bekommen.
Schließlich haben wir dann zugesagt.

Unser erstes Problem bestand darin, dass wir niemals gedacht hätten, Untermieter für eine Baustelle zu finden. Ich habe trotzdem eine Anzeige fürs Internet aufgesetzt und siehe da, wir hatten tatsächlich 11 Bewerber, die einen noch nicht existenten Raum in einer Baustelle für den vollen Mietpreis mieten wollten. Wir haben uns dann für Tobias und Dave entschieden, aber zu den beiden später mehr.

Am 01.12.11 ist Miro dann auch direkt umgezogen und hat mit dem Umbau angefangen. Wände rausreißen, wieder neu bauen, alle Kabel rausrupfen und komplett neu verlegen, Sonderwünsche in jedem Zimmer individuell berücksichtigen und dabei auf einer Matratze mitten im Raum schlafen und alle Klamotten unter Folien verstaut haben, weil einfach alles voll ist mit Staub. Da hat er sich aber tapfer geschlagen, der Miro. Nach ein paar Tagen sind dann auch Dave und Tobias eingezogen, ich kam erst am 15.12. dazu, weil ich an dem Tag noch eine Statistikklausur geschrieben habe und solange nichts mit dem Umbau zu tun hatte, sondern in meiner alten WG gelernt habe und nur hin und wieder mal zum Kochen oder Lebensmittel vorbeibringen ins Loft kam.
Den Ausbau seines Lofts selbst zu machen hat natürlich auch einige Vorteile. Zunächst konnten wir uns aussuchen, wie viele Räume wir haben wollten, wie groß sie sein sollten und wo sie hinkommen sollten. Außerdem kann man auch einfach mal einen Vorschlaghammer nehmen und die nächste Wand umwemsen, wenn sie einem nicht mehr passt, das hat auch eigentlich immer am meisten Spaß gemacht. Man kann sich alternativ auch an dem Hallenkran durchs Wohnzimmer schwingen oder irgendwelche Bildschirme in die Wände einbauen, so wie wir es auch noch sehr bald machen werden.

Alltag am Bau :D
In meinem Zimmer habe ich alle meine Kindheitsträume erfüllt. Ich habe Lichtschalter auf Hüfthöhe, d.h. ich brauche nie wieder meinen Arm zu heben, um das Licht einzuschalten. Ich habe Steckdosen da wo ich sie haben möchte, Lichtschalter am Bett und schaltbare Anschlüsse für indirekte LED Beleuchtung im Zimmer. Außerdem habe ich darauf geachtet, so wenige Gegenstände wie möglich auf den Boden zu stellen, sodass ich in Zukunft ganz problemlos durchwischen kann, ohne ständig um irgendwelche Füße herum wischen zu müssen.
Dave hat sich auch eine schicke Beleuchtung gegönnt und die Lichtschalter fast auf Schulterhöhe, das ist bei den bekloppten Iren wohl so üblich. Miro wollte sich einen Aufzug in die Abstellkammer bauen und wird wahrscheinlich seine eigene, ganz private Werkstatt in seinem Zimmer haben. Mal ganz davon zu schweigen, dass sein neues Zimmer vier mal so groß ist wie sein Altes.
Nur Tobias war vergleichsweise bescheiden, sein Zimmer ist noch am nächsten am Standart und hat sogar eine Heizung und ein Fenster zum öffnen, was auch nicht ganz normal ist im Loft.
Jedenfalls hatten wir großen Spaß beim Anpassen der Zimmer und werden ihn weiterhin haben, wenn wir erst mal mit Miros Zimmer anfangen und die Falltür in die Abstellkammer einbauen. :D

An den Wochenenden hatten wir ziemlich regelmäßig Besuch von vielen fleißigen Helfern, ohne die wir sicher nicht so weit gekommen wären, wie wir jetzt schon sind. Danke dafür und Küsschen an euch!

Und wenn man schon eine ganze Bude von Grund auf neu gestaltet, kommt man natürlich auch nicht drumherum, sich ein paar nette Gimmicks zu gönnen. So werden wir zum Beispiel eine Wand mit LED Kacheln im Wohnzimmer haben, eine offene Natursteindusche und eine Feuerwehrstange, um von der Terrasse ins Wohnzimmer rutschen zu können. Die Küche wird natürlich offen und eine Kochinsel muss dann selbstverständlich auch am Start sein.
Das wird auf jeden Fall weiterhin viel Arbeit aber das Ergebnis sollte planmäßig ziemlich abgedreht geil werden. Einige der oben genannten Dinge haben wir noch nicht, aber ich erzähle euch trotzdem davon, damit wir dann in Bringschuld sind um uns nicht zu blamieren und dann die Sachen auch ganz sicher einbauen werden.

Der aktuelle Stand der Umbauten

Ende April wird es eine offizielle und ziemlich dicke Einweihungsparty geben, zu der ihr natürlich alle herzlichst eingeladen seid!

Und ihr wisst ja, es bleibt - wie immer - spannend!




Zwischen schlafen, essen und studieren...

Von Yunus 3. Dezember 2011, 20.01 Uhr 1 Kommentar
Tags: Studium, Winter, Lernen, Loft, Entdeckungen [Ausklappen]

Einige Zeilen von mir.

Es wird leichter. Jedenfalls kommt es mir so vor.
Man härtet ab. Oder man kann schneller lernen als Neues dazukommt. …irgendwie von allem ein bisschen.

Woche für Woche wundern mich die hohen Zahlen auf den Zetteln, die anzeigen, wie viele Wochen ich schon studiere. Aber Woche für Woche kommen auch die Klausuren näher, vor denen ich großen Respekt (Experimentalphysik und Theoretische Physik) oder sogar etwas Furcht (Lineare Algebra) habe.
Während es draußen dunkler und kälter wird, ziehe ich mich also ins Kerzenlicht zurück, brühe mir warme Getränke und gestalte mir das Lernen so gemütlich wie möglich.
Und wenn's dann genug ist, gibt's ja auch noch den Weihnachtsmarkt :)

Der Blick wandert immer wieder gespannt nach Aachen, wo Miro und Lennart mit verschiedenen Helfern im Loft die Wände hochziehen. Nächste Woche kann ich's mir auch endlich ansehen :)
Dann steht auch ein Besuch beim Tag der offenen Tür des GSGs an… das wird bestimmt verdammt eigenartig :D
Mal sehen, welche neugierigen Abiturienten ich da noch treffe… :)

Es ist verrückt. Ich sitze hier 'ne halbe Stunde und kriege nur diese paar Zeilen zu Stande. Aber während in den ersten Tagen und Wochen jeder Tag aus so vielen kleinen oder größeren Entdeckungen besteht, die man verschriftlichen kann, ist es nach drei Monaten eher so, dass die Entdeckung des Tages ist, dass man z.B. das Herumschieben von Indices versteht und sich so das Physikerleben einfacher macht.
Ah, etwas fällt mir noch ein: Ich scheine mittlerweile Stammkunde in der Bäckerei schräg gegenüber zu sein. Jedenfalls kann ich "das Übliche" bestellen :P

So. Zeit für's Abendessen.

Danach steht ein Treffen mit meiner Lerngruppe und einigen Cocktails an…Schließlich ist heute Samstag!
In diesem Sinne:

Cheers :)

Studentenleben revisited

Von Yunus 2. November 2011, 01.02 Uhr 6 Kommentare
Tags: Studentenleben, Zugfahrt, Freunde besuchen, Hach, Physik, Rechnen, Bochum, Herbst [Ausklappen]

Lernatmosphäre
Das Ganze ist hier ja längst nicht mehr täglich. Ich breche jetzt aber die Stille mal mit einigen Zeilen über die letzte Zeit :)

Mir wurde es so häufig gesagt und ich hab auch nie wirklich daran gezweifelt, aber wenn man schließlich studiert, wenn's richtig losgegangen ist, ist es doch ganz anders und viel intensiver als man es sich vorgestellt hat: Mit einem Physikstudium hat man wirklich ordentlich zu tun. Also: Wirklich.

Die letzten zwei Wochen sahen ungefähr so aus, dass die Zeit zwischen den Vorlesungen und Übungsgruppen einfach komplett mit Zettel rechnen aufgefüllt wurde. Frühstücken, Vorlesung, Mittagspause, Zettel rechnen, Übungsgruppe, rechnen, kochen, rechnen, schlafen. Als ich mich am Ende der Woche gefragt habe, was ich denn eigentlich gemacht habe, ist mir nichts außer "Rechnen" eingefallen. Selbst das vorletzte Wochenende habe ich überwiegend mit Rechnen verbracht…
Warum ist das so und wie finde ich das?
Es ist so, weil ich vier Mal die Woche einen Übungszettel abgeben muss; es heißt also immer "Nach der Abgabe ist vor der nächsten Abgabe" und so hat man konstant was zu tun. Und warum so viel? Na ja, während wir in der Vorlesung gerne mal mit den Begriffen "offensichtlich" und "trivial" beschmissen werden, sollen wir dann auf den Zetteln die wunderbarsten Sachen beweisen, zeigen, untersuchen... Und da sitzt man schon mal 'ne Weile dran.
Versteht mich nicht falsch, das Rechnen finde ich nicht schlimm. Es macht mir sogar extrem viel Spaß auf die Lösungen zu kommen. Und jede Woche korrigierte Ergebnisse zu erhalten und es von den Tutoren erklärt zu bekommen ist lehrreich und interessant.
Frustrierend ist allerdings, wenn man nicht auf die Lösung kommt, nicht mal einen Ansatz hat oder nicht mehr weiter kommt… und dann dazu der Druck, es abgeben zu müssen.
Angehäufte Frustration – zum Beispiel nachdem man zweieinhalb Stunden an einer Aufgabe gesessen hat, hin und her gerechnet hat, gedacht hat, dass man gleich die Lösung habe, und am Ende merkt, wie man die ganze Zeit nur im Kreis gerannt ist und die Lösung nichts taugt – ist dann besonders bitter.

Aber was wäre das Studium, wenn man nicht auch mal etwas höheren Anforderungen ausgesetzt wäre?

Das Physikstudium hat auch andere Seiten: Wenn der Prof in der Experimentalphysik zum Beispiel ein Tischtuch unter einem gefüllten Maß Bier wegzieht, um Trägheit zu illustrieren, und dann das Maß durch die Reihen gibt. Oder unser Hipster-Theoretische-Physik-Prof, mit seinen bunten Hemden und seiner leicht verwirrten Art. Bei den beiden Vorlesungen ist immer eine herrliche Stimmung, das macht richtig gute Laune.
Sich dann in der Lerngruppe zusammen an die Aufgaben zu setzen, gemeinsam Lösungen zu suchen und zu finden zeigt einem nicht nur, dass es im Team doch echt besser geht, sondern auch, dass man nicht der Einzige ist, der jetzt ungewohnt viel Zeit mit Rechnen verbringt.
Und nicht zuletzt, dass man jeden Tag was lernt. Auch wenn es manchmal nur die Integration eines Ausdrucks oder die Vertiefung des Schulwissens ist: Ich freue mich da irgendwie über jeden Schritt :)


Noch ein paar aktuelle Sachen:
Samstag auf Sonntag war Einweihungsparty bei Steffen in Bochum tief im Westen. Ich bin mit dem ferienanfgangsentsprechend gut gefüllten IC am sonnenbeschienenen Rhein vorbeigefahren, habe gelesen, Musik gehört und hart gechillt :)
Bei Steffen löste ich dann durch mein Klingeln ein "Borussia Dortmund - hunderttausend Freunde, ein Verein..." aus, das durch den Hausflur schallte. Herrliche Begrüßung!
Und so waren wir wieder beisammen – diesmal nach drei Wochen Pause. Schön :)

Gekocht, Bier getrunken, Musik gehört, geredet und gelacht; und danach ab ins Bermudadreieck. Und natürlich ein Besuch bei der besten Currywurstbude Bochums, die wir erst nach einigen Portionen CPM bzw. Pommes verlassen haben. Suppagut :D

Das Wochenende endete mit einer ruhigen Zugfahrt zurück nach Heidelberg – und Zugfahren genieße ich ja so sehr. Die könnte gar nicht lang genug sein :)

Montag gab's trotz Brückentag einiges zu tun. Und war sehr geprägt von einer ganz bestimmten Frage: "Machen wir die Analysis 1 Vorlesung weiter oder nicht?", ausgelöst von einigen Nachteilen, die uns unser Prof aufgezählt hat. Und zwar so, dass man gar nicht mehr wusste, warum man überhaupt mal Ana hören wollte :D
Ich werde damit aufhören. Es ist zwar schade um den coolen Ana-Prof, bringt mir aber nichts und entlastet mich ungemein: Montagmorgen frei, Mittwochmorgen frei, Freitagmorgen frei, ein Übungszettel weniger… das lässt ja fast ein "Leben" erreichbar erscheinen^^

Herbst in Heidelberg
Montagabend haben mich Adi und Lara besucht, wir sind durch die Stadt gezogen und ich hab mir am warmen Erpel meinen Zeigefinger verbrannt… aber an Halloween wird man mit einer Verletzung ja eh nicht ernst genommen. Tze.
Den Vormittag haben wir gechillt und dann sind die beiden gegen Mittag auch schon wieder abgehauen. Und so hatte ich schon wieder Besuch :)

Hier ist im Moment auch noch herrliches Wetter: Blauer Himmel, wärmende Sonne und bunte Blätter. Deswegen habe ich mich mit meiner Lerngruppe heute auch nach draußen gesetzt und wir haben gerechnet bis die Sonne nicht mehr auf unsere Biergarnitur schien.
Und bis ein Gedanke aufkam: Wann haben wir das letzte Mal Pizza gegessen? Bei mir war's jedenfalls schon eine ganze Weile her und so sind wir zum Italiener gegangen, haben uns mit Pizza den Magen vollgehauen und lange lange "Die Schere ist auf. Die Schere ist zu." gespielt – gute Sache und 'ne lustige Runde! :)

Als ich nach Hause kam, rechnete ich eigentlich damit, dass der Abend damit beendet sei. Nichts da.
Nach Konsultation meiner Eltern (FaceTime ftw!) habe ich meinen Finger dann doch noch ins Krankenhaus gebracht. Jetzt habe ich einen ET-Finger und kann kaum Tippen, aber hey^^


…und so wird alles gut: Die Übungszettel bis Donnerstag sind fertig, ich kann morgen ausschlafen und freue mich auf die Vorlesung, mein Finger ist verarztet, es war ein schönes (quasi verlängertes) Wochenende und es steht endlich wieder ein Blog hier drin :)


Eine schöne Woche wünsche ich euch :)

PS: Wer mich besuchen will, setze sich auf der Zugfahrt auf die linke Seite. Ernsthaft! :)

Bienvenue à Bruxelles

Von Noël 23. Oktober 2011, 19.04 Uhr 5 Kommentare
Tags: Studentenleben, Freiheit, Reise, Spontanität [Ausklappen]

Jop, gestern war ich spontan in Brüssel. Mit Laura. :) Freitagabend. Ich so: "Lass ma nach Brüssel fahren." Sie so: "Jo. Geil."
Fahrt nach Brüssel
Also google angeschmissen und geschaut, was man denn in Brüssel so macht. Schließlich wusste ich nur, dass das in Belgien ist, also wahrscheinlich nicht so besonders weit weg, und dass die da irgendwie EU-mäßig ganz flott unterwegs sind.
Und siehe da, Brüssel hat eine Menge zu bieten: Sehr viel Altstadt, aber genau so viel moderne Architektur. Dazu kommen noch Sachen wie das Atomium, ein Überbleibsel der Weltausstellung von 1958 oder der Arc de Triomphe. (Jop, ich weiß, der steht eigentlich in Paris, aber die haben auch einen.)
Wer es ganz genau wissen möchte, kann sich hier unsere ungefähre Route angucken.

Cathédrale de Saints Michel et Gudula
Naja, jedenfalls sind wir dann morgens um 9:00 Uhr los gefahren und waren nach ziemlich genau 90 minütiger Fahrt in Brüssel City. Dummerweise nur mit GoogleMaps Ausdrucken bewaffnet, da keiner von uns einen Reiseführer oder gar einen Stadtplan hatte.
Und dann sprachen die da auf einmal auch noch alle französisch. Aber für mich alten Multi-Kulti-Weltenbürger natürlich pas de Probleme. Ich also all mein B2 Wissen zusammengekramt und einen Stadtplan besorgt. Und ab da bekam das Ganze dann auch ein bisschen Struktur.
Wir haben uns so ziemlich alles angeguckt, was es anzugucken gibt. Da gabs einen Königspalast, Galerien, EU Gebäude, Triumphbögen, natürlich den Justizpalast und bla bla bla. Tourikram ohne Ende jedenfalls. Alles schöne Gebäude, keine Frage, aber damit reißt man ja noch keine Salami vom Teller.
Brüsseler Innenstadt - Winkelgassenstyle

Und meine Onlinereiseführer hatten mir von verschiedenen Vierteln und ihren Besonderheiten berichtet, also sind wir einfach mal ein bisschen querfeldein durch die Stadt gelaufen und haben wirklich nur schöne Ecken, urige Läden und stilvolle Cafés gefunden.
Bezeichnend und sehr charakteristisch fand ich auch die vielen Graffitis, mit denen die weniger schönen Ecken der Stadt in echte StreetArt Kunstwerke verwandelt wurden. Oder den Skatepark fünf Meter neben der Kirche! Alles umringt von originalen Jugendstilbauten, da Brüssel bombentechnisch immer sehr gut weg gekommen ist und daher fast nichts zerstört wurde!
Es waren einfach alle Gebäude alt. Nicht so wie normalerweise, wenn man mal hier und da noch einen alten Giebel oder sowas findet. Fast die gesamte Innenstadt besteht aus schönen, alten, meist aufwendig restaurierten Gebäuden.
Und wenn man schon mal in Brüssel ist, muss man auch die Weltbesten Fritten von der sehr unscheinbaren und genau so abgelegenen Bude "Maison Antoine" probieren!
"Die besten Fritten der Welt" waren in der Tat sehr lecker!

Aber was mich wirklich begeistert hat, war die Mischung aus modernem Leben und alter Kulisse. Denn zwischen all diesen unzähligen, atemberaubenden Gebäuden gibt es jede Menge Parks, Plätze oder Fußgängerzonen auf denen überwiegend interessante, junge und stylische Menschen rumlaufen. Da sind zum einen die telefonierenden, Anzug tragenden Diplomaten mit Aktenkoffer, dann die flanierenden älteren Ehepaare, die sich die Schaufenster angucken und direkt daneben eine Gruppe lustig zusammensitzender Jugendlicher, die alle aussehen, als hätten sie Großes vor. Im Internet steht oft, Brüssel sei die Hauptstadt Europas und Ähnliches.
Das schien mir im Vorfeld immer etwas zu hoch gegriffen zu sein aber ich kann diesen Eindruck auch nur bestätigen. Es herrscht einfach ein Gefühl von Weltoffenheit, Freude am Leben und Motivation zu Großem in dieser Stadt.
Wer die Welt erobern will, hat in Brüssel einen guten Startpunkt gefunden!

Auf jeden Fall eine Reise wert, diese schöne Stadt!

Heute ging es dann, genau wie den Rest der Woche, mehr so um Ungleichungen, komplexe Zahlen und Varianzfortpflanzung. Und locker lässig 100% im wöchentlichen Online-Mathe-Test. :D Wenn ihr was über das Studentenleben in Aachen hören wollt, empfehle ich euch diesen Beitrag von Miro. Dem würde ich mich ergänzungslos anschließen. :)

In diesem Sinne,

reingehauen!

Und los geht's…

Von Kudusch 17. Oktober 2011, 23.17 Uhr 2 Kommentare
Tags: Bufdi, Jugendzentrum, Zukunft, Kubus, Eröffnung [Ausklappen]

Am vergangen Freitag hat das Jugendzentrum in dem ich gerade -wie ihr sicher alle wisst- meinen Bufdi abhalte seine Neueröffnung gefeiert.
Nach einem Monat renovieren, streichen, Möbel verrücken, einkaufen und zusammen bauen, haben wir (so langsam klingt es nicht ein mal mehr komisch "wir" zu sagen…) eine dicke Eröffnungsfeier rausgehauen.
Viel darüber erzählen kann man eigentlich nicht.
Es gab diverse Schnupper-Workshops* und am Ende des Abends ein Konzert.
15 Stunden Arbeit und große Erleichterung, alles unbeschadet über die Bühne bekommen zu haben.

In den letzten Wochen hatte ich das Glück, mich mit jedem meiner Kollegen verdammt gut zu verstehen. Es liegt wahrscheinlich an meinem einnehmenden Wesen, aber jedes mal, wenn ich in der letzten Woche das JuZe betreten habe, schallte mir von jedem Anwesenden ein fröhliches "Hey Bufdi, alles klar?" entgegen.
Mit unserem ITler verstand ich mich natürlich auf Anhieb gut, aber auch mit den Kollegen beim Jugendamt lief's direkt super. Einfach extrem hilfsbereit und gut drauf.
Ein so nettes und herzliches Arbeitsumfeld wünsche ich mir auch für meine zukünftigen Jobs.
Aber genug davon; ihr wisst was ich meine.

Also… ab morgen geht es los.
Der reguläre Betrieb des Jugendkulturzentrums Kubus wird wieder aufgenommen und meine Arbeit fängt erst wirklich an.
So mit Kontakt mit Jugendlichen.
Ich bin wirklich gespannt wie das wird. Und ich freu' mich auf das kommende Jahr.





*Unter anderem einen Impro-Theater Workshop, geleitet von einem Impro-Theater Mäuschen. Da habe ich dann auch mal mitgemacht. Natürlich nur damit genug Leute Spaß daran finden, ist doch klar…

Von Wein, dem Dom und singenden Bergleuten.

Von Miro 11. Oktober 2011, 14.09 Uhr 2 Kommentare
Tags: Zugfahrt, Studentenleben, High life, Bier, Aachen, WG-Leben [Ausklappen]

Sonntagabend haben Lennart und ich den Studienanfang gebührend zelebriert, Abends um viertel nach neun trafen wir uns in Unna am Bahnhof. Kurzer Wochenendsabgleich und schon ging es los in Richtung Köln.
Stilecht gab es eine Flasche Wein und Chips mit Meersalz-Pfeffer Geschmack, die passenden Gläser hatte Kudusch im Laufe des Tages vorbeigebracht. Nachwehen des Abiballs.

Das Leben ist eins der besten

Alles in allem mehr als eine entspannte Fahrt, das ganze getoppt hat dann aber unser spontaner Besuch beim Kölner Dom. Bei leichtem Regen verschwand die Domspitze in den Wolken. Es ist ja immer wieder mehr als eindrucksvoll vor dem Dom zu stehen und einfach nur nach oben zu schauen, wenn der Dom dann auch noch angestrahlt wird und die Spitze in den Wolken verschwindet bockt das ganze schon herbe :)

100% steil

Natürlich ging es am nächsten Morgen viel zu früh los, Grundlagen der Mechanik und Maschinenkomponenten 1. 8:15Uhr. Um zehn Uhr habe ich mich dann in die Ringvorlesung gesetzt, die Einführung in das Fach Rohstoffingenieurwesen stand an.
Punkt 14:00Uhr war ich zuhause, kurz mit Anna telefoniert und ab ins Bett.
Wachgeworden, die Küche geputzt, Breaking Bad Staffel Finale und telefoniert mit den Gs.
Abends stand dann das Semstereröffnungsbier mit der Fachschaft, sowie die Siegerehrung der Erstseemesterralley, an. Was soll ich groß sagen, wir haben gewonnen. :) Abgerundet wurde das ganze mit meinem ersten Mitternachtsgeschrei an dem ich rechtmäßig teilgenommen habe. Wenn knapp zweihundert Menschen in einem engen Raum um Punkt zwölf mit einem Korn in der Hand das Steigerlied singen, ist das mehr als gut.

Jetzt sitze ich mal wieder in der Ringvorlesung und lasse mir weiterhin einen Überblick über den Bergbau auf der Welt geben. Wunderbar.

Glückauf.

Wochenrückblick Erstiwoche

Von Miro 7. Oktober 2011, 21.02 Uhr 4 Kommentare
Tags: Studentenleben, High life, Bier, Party, Unileben, Aachen, WG-Leben [Ausklappen]

Bloggedanken zwei

Ich sitze gerade im Zug Richtung Köln, erste Woche an der Uni habe ich nun hinter mir und mein Körper fängt an Entzugserscheinungen zu zeigen, wenn das hier so weiter geht werde ich zum Alkoholiker.

Na ja, mal schauen :)
Die erste Woche war auf jeden Fall schon mal super, angefangen hat alles am Montag als mich meine Eltern samt Lena nach Aachen gebracht haben, jetzt haben die immerhin auch mal meine WG gesehen :)
Am Dienstag ging der ganze Erstiwochenquatsch dann auch schon direkt so richtig los. Zuerst eine Begrüßungsrede vom Rektor, die wirklich interessant und gut gehalten war. Nach dem letzten grottenhaften Vorkurs Prof. war es echt schön zu sehen wie jemand alle Störenfriede die mit Alkohol und Papierfliegern nach Aufmerksamkeit suchten gnadenlos ins Abseits verbannte, aber auch die drögen Zahlen über den Unialltag waren eindrucksvoll. 32000 Studenten, ein riesiger Campus und Verflechtungen bis in den letzten Winkel der Welt. Im Anschluss ging es dann ins Bergbaugebäude, ein wenig Meet and Great, Fachschaftsführung und noch einmal eine kleine Stadtführung mit anschließendem Grillen.
Abends dann noch kurz zum Cake, mit Lennart durch die Stadt treiben und früh ins Bett.

Nach viel zu wenig Schlaf ging es dann morgens um halb sieben mit dem ersten Konterbier wieder los, ein Ausflug in den Tagebau Hambach stand an. Das Loch ist so groß, selbst wenn man drin steht kann man das ganze noch nicht ganz überblicken, geschweige denn so richtig einordnen. Essen auf die RWE Power und wieder nach Hause, ab ins Bett. Abends dann zu Lennart essen, im Anschluss Filmeabend bei mir.
Jeweils eine kleine nette Runde, beim Kochen bei Lennart mit Ulf und Mark gequatscht, da kann man schon verstehen das Lennart sich da wohl fühlt :)

Doch auch am nächsten Tag ging es wieder zu früh raus, die sagenumwobene Stadtralley stand an, eine Stadt im Ausnahmezustand. Doch direkt am Frühstückstisch ging der Spaß schon los, Hauke war wieder da. Nach eigener Aussage auch schon seit Montagabend, etwas das ich noch nicht so ganz glauben will ;) Das hätte ich doch gemerkt :)
Trinkspiele, das Steigerlied auf der Rathaustreppe, Pestwasser am Elisenbrunnen, Tauschspiel á la Hans im Glück, viele weitere Spiele und viel viel Bier gegen und mit den anderen ca. 3200 Erstsemesterstudenten haben den Tag mehr als gut gemacht. Selbst der leichte Regen die ganze Zeit über und das meine Regenjacke noch in Unna liegt haben hier keinen Abbruch gebracht. Zum Ende hin bin ich dann noch zwei Stunden im Fachschaftsraum versackt, habe mich dann da doch noch gegen halb fünf los gerissen, bin ins Bett gefallen und um halb sieben wieder geweckt worden. Lennart und Laura wollten zum Essen kommen, Weißweinsenfsauce und Fischstäbchen. Leider etwas viel Wein, aber es gibt an einem solchen Tag schlimmeres. Dann mit Lennart zum Bergbaugebäude, Treffen mit der Fachschaft. Wolfgang Petry in der fast leergekauften Getränkeabteilung, zehn kleine Jägermeister mit mehr als dreißig Menschen im  Fachschaftsraum und zwei Flaschen Wein in Lennarts Kopf führten zu einem wunderbaren Abend. Leichten Beziehungsschluckauf mit Anna, da ich an dem Tag leider auf alles, außer mein Handy geachtet habe, haben den Tag auch nicht mehr versaut. Viel zu spät habe ich dann Lennart überzeugen können auch ins Bett zu gehen, sieben Stunden später stand schon wieder ein Professorentutorium auf dem Programm.

Meet and Greet mit dem Prof. vom Institut Bergbaukunde 1, Institutsführung durch das Technikum des Institutes für Abfallwirtschaft und Recycling(?), Essen in der Mensa, Kaffe und Kuchen mit der aktiven Fachschaft, ein paar Assistenten und den Profs. Abschließend noch einen Vortrag im Institut für den Atomaren Brennstoffkreislauf(?). Alles wieder mehr als nur ein bisschen Interessant und wieder einmal abgerundet durchs Grillen mit der Fachschaft. Dort fließt gerade der Gerstensaft, das Deutschlandspiel wird gemeinsam gesehen und heute Abend gibt es wieder einmal dick Party. EinsLive ist in der Stadt, doch ich bin gleich zuhause, mein Körper muss entgiften. Selbst heute gab es schon wieder die ein oder andere Kanne Bier.

Langsam nähere ich mich Unna, bekomme langsam Hunger und deshalb bleibt dieser Text jetzt wie er ist.
Ich hoffe ihr habt euch nicht gelangweilt beim Lesen, aber ich habe keine Lust jetzt noch einmal drüber zu lesen. Letzten Endes ist das hier mein Tagebuch ;)

Bleibt sauber.

Vorkursgeplänkel

Von Yunus 21. September 2011, 22.00 Uhr 2 Kommentare
Tags: Vorkurs, Physik, Unileben [Ausklappen]

Der Vorkurs. Einige Impressionen:

Montagmorgen. Ab auf's Fahrrad und zur Uni, ohne wirklich zu wissen, was und (interessanter) wer mich da erwartet.
Auf der Einladung steht 9.00 c.t. und obwohl letzteres (cum tempora) ja eigentlich meint, dass es erst ein bisschen später los geht, ist der erste Hörsaal im Kirchhoff-Institut für Physik schon picke-packe-voll, als ich ankomme. Ich finde aber noch einen Platz in der dritten Reihe und breite mich ein bisschen aus. Rechts und links von mir setzen sich noch einige Leute hin, stellen sich vor und man beantwortet sich gegenseitig so die typischen "Und… wo kommst du her? Und… wo wohnst du? Und…"-Fragen. Ich bin ganz überrascht, dass einige erst seit dem vorherigen Abend in Heidelberg sind und frage mich, warum die nicht schon eher gekommen sind. Aber gut.

Bevor es los geht, schau ich mich noch etwas um. Was für Leute sind denn da mit mir im Semester? Okay, größtenteils männlich, aber das war ja zu erwarten. Und ansonsten ist es echt schwierig einzuordnen, weil vom Über-Nerd, über das Milchbübchen bis hin zum Hipster irgendwie alles dabei ist. Aber einordnen ist sowieso doof, denke ich mir, dreh mich um und dann begrüßt uns auch schon ein Prof, freut sich über die große Anzahl Physikstudenten und wünscht uns ein erfolgreiches Studium...

Nachmittag. Nachdem die Mathe-Physik-Fachschaft uns am Vormittag in Kleingruppen auf dem Campus rumgeführt hatte und ich in der Mensa mit den ersten Bekanntschaften zu Mittag gegessen hatte, treffen wir uns alle wieder im Hörsaal. Es stellt sich heraus, dass der zu klein ist für alle, daher gehen ein paar in den benachbarten Hörsaal und die schalten einen Videostream nach drüben – das finde ich cool und es soll später auch noch für viel Spaß sorgen :D
Unser Vorkurstutor, Dr. Thommes, tritt nach vorne, stellt sich vor und erzählt, wie die nächsten drei Wochen so ablaufen werden. Und er sagt, dass uns das alles "Erschütterungen und Schmerzen" bereiten wird, er uns aber "immer wieder Mut" machen wolle.
Thommes ist ein lustiger Typ: Turnschuhe, sehr hoch gezogene Hose, kurzärmliges Hemd, Schnäuzer, leicht ergrautes Haar. Und er ist ansteckend gut gelaunt, springt vor der Tafel umher und kann schnell sehr viel Mathe darauf bringen.

Es ist vor allem eins: Ungewohnt. Die Lehrweise und die Geschwindigkeit sind doch was ganz anderes als in der Schule. So ziehen wir ganz stramm an dem Nachmittag zwei Kapitel durch, die riesige Tafel füllt sich mehrmals und ich denke mir immer wieder "Oh, ok. Das musst du dir aber noch mal in Ruhe anschauen...", wenn er wieder nur irgendeinen Beweis verkürzt an die Tafel bringt und ich ihn nicht verstehe.
Im Hörsaal nebenan kommen die Witze immer leicht verzögert an und dann lachen wir, die es live sehen, noch mal über die nebenan.
Schön ist auch, wie Thommes uns die vollständige Induktion "anschaulich" erklärt: Er nimmt eine Kreideschachtel, stellt sie neben die andere, lässt die erst umfallen und die zweite fällt dann auch um. Kurze, verblüffte Pause unsererseits. Dann Applaus und Gelächter :D …und die Schreie von nebenan, weil die auch mitlachen wollten und es aber nicht gesehen haben :P

Abends, bei hektisch vorbereiteten Nudeln mit Pesto, lasse ich mir das noch mal durch den Kopf gehen und entscheide, dass es doch nicht so wild war. Und gucke dann Breaking Bad, verbunden mit den Aachenern und Kudusch. Es ist gut :)

Die folgenden beiden Tage sind ähnlich. Wir lernen uns besser kennen, immer mehr bekannte Gesichter sind da und das große Namensroulette natürlich auch – aber ich werde besser.

So 'ne Erzählung im Präsens ist echt scheisse, wenn man von "heute" reden will... Mist! :D Tempuswechsel.

Heute war's dann eigentlich ganz entspannt.
Aber Mathe wird hart. Mit Übungen und Austausch mit dem Sitzpartner wird das meiste zwar verständlich, aber wenn, nach dem Vorkurs, "Lineare Algebra I" und "Analysis I" (liebevoll Lina und Anna genannt) anfangen… oh Junge Junge, das wird was!

Heute war's vor allem entspannt, weil wir nachmittags Mr X gespielt haben; quasi Scotland Yard über die ganze Stadt, begrenzt auf die Öffentlichen Verkehrsmittel. In Fünfergruppen haben wir jeweils eine Handynummer registriert und dann immer Mr Xs Position per SMS zugeschickt bekommen. Und den sollten wir dann jagen und finden.
…wir haben uns dann aber entschieden, einfach ein bisschen in der Altstadt zu chillen und die Suche engagierteren Gruppen zu überlassen :D

Danach bin ich noch mit zweien der vier Menschen meiner Fünfergruppe – Edith und Stefan – in die Bibliothek gegangen. Wir wollten uns Physikbücher sichern, bevor das andere machen. Jetzt hab ich tausend viel zu lesen. Und eine Verabredung zum Grillen morgen Abend :)

Zum Abendessen gab's lecker Zwiebel-Pilz-Paprika-Nudelpfanne, Tomaten-Paprika-Mais-Oliven-Salat und eine Scheibe Wallnussbrot.
Und bevor ich ins Bett kann, wollte ich noch ein paar Sachen regeln, mir ein Klingelschild drucken und ein bisschen durch die Physikbücher blättern zum Beispiel. Und mich auf einen weiteren Vorkurs-Tag freuen :)

Everyday life

Von Noël 19. September 2011, 16.10 Uhr Keine Kommentare
Tags: Aachen, Struktur, Breaking Bad, Sport, Zukunft, Studentenleben [Ausklappen]

Doch, so langsam hat es sich eingependelt. Ich weiß mittlerweile genau, welchen Bus ich wo nehmen muss, wann er kommt, und wo er hinfährt. Das Essen in der Mensa wird nur noch routiniert Theke für Theke eingesammelt, damit man schnell durch die Kasse kommt, und in welcher Partystätte wann was los ist, hat man auch irgendwie verinnerlicht.
Es scheint sich in gewissen Bereichen eine gewisse Routine einzustellen.

Frische Früchte und drei Kilo heiße Schokolade. :)

Aber auch wenn das jetzt vielleicht so klingt, ist das auf keinen Fall negativ zu verstehen oder gar ein Zeichen für drohende Langeweile, ganz und gar nicht. Am Montag war zum Beispiel erst Breaking Bad gucken und Skype Konferenz mit dem Rest der Gs, anschließend war fettes Schokofondue angesagt. Da haben wir im Lindt Werksverkauf drei Kilo Schokolade gekauft, was natürlich im Endeffekt viel zu viel war, aber hey.
Und wenn man so drüber nachdenkt, gibt es ehrlich gesagt kaum was, was sich mit frischen Früchten in heißer Schokolade messen kann. Viel geiler geht es eigentlich nicht mehr. :)

Am nächsten Morgen war ich nach kurzem Ausflug in die Chemie bei der Mathevorlesung. Der Chemieprof hat den Vogel einfach abgeschossen. :D
noelschelter Noël Schelter
Der Prof hat gerade beleidigt die Vorlesung beendet und ist gegangen. :D

Abends war lecker Essen bei Miro angesagt und anschließend Ozeans Eleven gucken mit Cake, Alena und Laura. Auf dem Rückweg hab ich mich dann noch etwas mit Laura verquatscht und war erst gegen 5:30 Uhr zuhause, aber war nett. Und kalt. :D
Am nächsten Morgen habe ich mich dann eher im Homeoffice aufgehalten und die gefühlten 30 Kilo Chemie- und Physikbücher, die Jörg und meine Mutter mir noch aufgezwungen haben durchgeguckt. Und was soll ich sagen? Das war wesentlich effektiver als alle Vorlesungen, ich habe echt gut und viel gelernt! Werde ich daher glaube ich noch öfter machen...

Und um das vernünftige Leben noch weiter zu verfolgen, war ich dann noch Schwimmen mit Miro, hauptsächlich um das Gewissen wegen des Schokofondues zu beruhigen, aber auch um mal wieder ein wenig Bewegung zu bekommen. Und in dem Stil ging im Grunde die ganze Woche weiter. Abends Essen mit Miro zusammen, dann noch ins Studentenkino, einen Film über Atomkraftwerke gucken, sowas die Richtung.

Aber Wochenende war mal wieder der Knaller. Ich hatte nämlich das Basic Seminar für den Krav Maga Kurs. Samstag und Sonntag jeweils fünf Stunden lang Prügelei. War aber wirklich der Hammer. Alles Mögliche gelernt, von Deeskalationstraining, über psychologische Einheiten bis hin zu Messerentwaffnungen. Aber immer mit sehr vernünftigem Hintergrund. Angefangen mit verbalen Methoden über leichtes Abstand schaffen eben bis zu direkter Verteidigung mit anschließendem Konterangriff. Aber die erste Reaktion auf eine Messerattacke sollte sein, das Geld und Handy abzugeben, fallen zu lassen und dann schnell weg zu laufen. Klang vernünftig. :)
Und zwischendurch haben wir dann auch gerne mal eine halbe Stunde lang mit den Ellenbogen auf Gummipuppen eingeprügelt oder mit Tritten andere Tritte abgewehrt, was dann dazu geführt hat, dass mir einfach alles weh tut. Alles.
Jedes Körperteil ist grün und blau geprügelt, ich bin so kaputt wie lange nicht mehr und vollkommen in der Wurst, aber das war es definitiv wert!
noelschelter Noël Schelter
Scheiße mann, mir tut alles weh. Das war noch viel schlimmer als gestern. Ich humple jetzt zum Bett und sterbe da...

Wenn man mit geschlossenen Augen im Raum steht und irgendjemand einen auf einmal würgt, schubst oder tritt und man spätestens den zweiten Angriff abwehren kann und dann noch anständig zurück austeilt, macht das schon Spaß. Und als sich dann alle ein bisschen kannten und einschätzen konnten, entstand daraus schon die eine oder andere kleine Rangelei, wo sich auch andere eingemischt haben, sodass man wirklich gut die gelernten Sachen trainieren konnte.
Es gab auch bei den rund 40 Teilnehmern über die ganzen zwei Tage keine einzige Verletzung und keine ernsthaften Schmerzen. Es war wirklich rundum einfach nur eine geile Sache! Heute Abend ist direkt wieder Training, jawoll. :)

Am Sonntagabend wollte ich dann noch zuhause anrufen, hab das allerdings verkackt. Deshalb habe ich mir jetzt jeden Sonntag eine Erinnerung eingestellt, mich bei meiner Familie zu melden. Gutes Kind ftw.

Aber jetzt muss ich erstmal den Chemieteil von heute Morgen mit Cake nachholen, der auch mal wieder hier kampiert... :)




Bürokratiewahnsinn

Von Kudusch 15. September 2011, 18.57 Uhr 4 Kommentare
Tags: FSJ, Bufti, Freiheit, Überraschungen, Bürokratie, Zukunft, Jugendzentrum [Ausklappen]

Ich denke, es ist Zeit mal ein bisschen was über mein kommendes "Berufsleben" zu schreiben.
Zum Start ein kurzes recap:
So etwa Mitte August rief ich, inspiriert durch die wunderschöne Webseite bundesfreiwilligendienst.de im Hammer Jugendzentrum Südstraße an.
Da wurde mir dann mitgeteilt, dass sie eigentlich schon durch ihr Einstellungsverfahren durch seien. Dass ich aber trotzdem mal ein bisschen was über mich erzählen soll…
…10 Minuten später sollte ich dann zum Vorstellungsgespräch nach Hamm kommen.
Dieses Gespräch lief ähnlich, wie mein erster Anruf.
Meine erstklassige Ausbildung und mein Charme sprachen wohl Bände.

Long story short: Ich hatte die Stelle.
Die nächsten Tage genoss ich meine letzten Tage in Freiheit.
Mit Kurzurlauben zum Beispiel am Meer, viel Schlaf und extremer Entspannung.

Als sich mein erster Arbeitstag näherte, bekam ich einen Anruf vom Jugendamt.
Man teilte mir mit, dass das Bundesministerium für Freiwilligenarbeit meinen Vertrag noch nicht unterschrieben zurück geschickt hat.
Und dass die Personalabteilung mich nicht einstellen kann, solang der Ministerium nicht ihren Stempel darauf gedrückt hat…

Man stellte mir in Aussicht, dass ich erst im Oktober anfangen könnte.
Mitte Oktober hieß es.
Das fand' ich schon ziemlich… doof.
Ein paar Tage später (heute Morgen) bekam ich dann eine Mail vom Jugendamt.
Es sei doch alles viel schneller gelaufen, hieß es. Ich könnte direkt heute anfangen.
Diese Nachricht erreichte mich heute Nachmittag.
Ein kurzer Anruf im Jugendzentrum bestätigte mich. Keiner wusste irgendwas vom Drama mit dem Ministerium.
Nachdem ich meinen Kollegen dann die Situation geschildert hatte, machten wir aus, dass ich am Freitag anfangen sollte.

Morgen mache ich mich also auf, für meinen ersten Arbeitstag als Bufti (Bundesfreiwilligendienstleister).

Es bleibt auf jeden Fall spannend…

Bauern Party die Zweite

Von Kudusch 11. September 2011, 14.42 Uhr 4 Kommentare
Tags: Party, Bier, High life [Ausklappen]

Wenn man mit dem guten Noël irgendwo hin fahren will, muss man immer mit einer gewissen Wartezeit rechnen. Meist sitzt man dann im Auto vor seinem Haus, vertreibt sich die Zeit im Schelterschen W-Lan und überlegt, wann es wieder Zeit wäre Noël anzurufen.

So stand ich auch gestern in der August-Schmidt Straße und wartete.
Glücklicherweise stand auch gerade der junge Herr Schelter vor der Haustür. Einen Gesprächspartner hatte ich also.
Der junge Herr Schelter war gerade auf dem Weg zum GSGler Ehemaligentreffen um da die Schülerzeitung an den Mann zu bringen.
Und weil wir ja keine schlechten Menschen sind, brachten wir ihn auf dem Weg nach Soest noch an der Schule vorbei.

Angetrieben durch Noëls Hunger machten wir uns dann auch schon nach ein paar Minuten vor der Stadthalle auf zu Peters Hof.

Eine halbe Stunde zu spät angekommen waren wir trotzdem noch die ersten.
Der Grill war noch kalt und die 5 Kästen Bier unberührt.
Über die folgenden Stunden trudelten dann doch die anderen Gäste ein.
Eine "entspannte Runde" von etwa 15 Menschen wurde es.

Der Abend verging ohne größere Zwischenfälle. Ein ziemlich betrunkener, aber noch extrem witziger Peter…
Kudusch Tim Schatto-Eckrodt
Pete so: „Dieser Abend wird legendary -wait for it… -dary!“ Herrlich :D

…und lange Gespräche mit Peters Vater Orthwin über Gott und die Welt.

Um kurz nach 4 Uhr machten Noël und ich uns auf, um einen Schlafplatz für die Nacht zu finden.

Ein paar wenige, wehmütige Minuten im Proberaum später fielen wir in die staubigen Betten.

Der nächste Morgen gestaltete sich traditionell entspannt mit Frühstück auf dem (noch) sonnigen Hof.
Eine halbe Stunde lauschten wir Peters Schlagzeugkünsten und machten uns dann auf gen Heimat.

Vorkurs alias High-life-non-stop

Von Noël 9. September 2011, 02.29 Uhr 3 Kommentare
Tags: Aachen, Unileben, Freiheit, Party, Spontanität, High life [Ausklappen]

Man könnte ja meinen, im Vorkurs passiert nicht viel, aber da hätte man weit gefehlt. Die jetzige Woche war schon sehr geil muss ich sagen, vorallem abwechslungsreich und immer was zu tun. Immer. :)

Dienstag war morgens natürlich brav Uni, allerdings haben wir uns die Mittagspause etwas versüßt durch einen Besuch beim nahegelegenen Werksverkauf von Lindt. Erstmal ordentlich mit Schokolade eingedeckt und die Hälfte der zweiten Übung verpasst. Dafür haben jetzt alle Schokolade. Und dann abends gings natürlich auch wieder los. Geplant war es, endlich mal das Apollo abzuchecken, ein Kino, was wohl im Foyer abends immer als Club funktioniert und so die Adresse auf der Pontstraße ist. Und weil da letztes Mal schon so eine lange Schlange war, haben wir uns ins Café Madrid direkt nebenan gesetzt und haben bis zum Einlass gewartet. Wir meint damit Miro, Laura, Alena und meine Wenigkeit. Als wir dann aber rüber kamen, war die Schlange echt schon wieder tausend lang und Regen und keine Lust und bla. Naja, jedenfalls haben wir uns dann in einen anderen Laden verdrückt. Genannt Mono Heidi, hat diese sehr elegante Bar mit chilliger Housemusik ernsthafte Chancen meine Lieblings"kneipe" zu werden.

Weil man natürlich keine Pussy ist, haben Laura und ich am Mittwoch morgen pünktlich um 8:00 Uhr gefrühstückt, wie nach jedem längeren Abend, und haben uns dann den gesamten Vorkurs angeguckt.
Abends gings dann natürlich wieder los. Erst schön bei Miro gegessen, dann von da in die Stadt und mit dem Vorkurs in der Kiste gewesen. Ihr erkennt den Witz, die Kiste ist eine Kneipe. ;) Da sind Sachen passiert... Kommt eine junge Blondine vorbei, legt uns einen Zettel auf den Tisch mit einer Nummer drauf und dem Namen Theresa, und ist dann wortlos und schnell verschwunden. Ich also gefragt, ob jemand eine Theresa kennt. Kannte keiner, ich sie also angeschrieben. :D
Er oder sie ist aber nichtmal aus Aachen gewesen und kannte auch keine Theresa. Aber die Geschichte mit Theresa wurde ein bisschen zum running Gag im Vorkurs, von daher hat es sich schon wieder gelohnt.
Hinterher wurde der Abend noch richtig nett, als wir mit unserem Tutor Klaus zu dritt in einer netten Kneipe saßen und Lebenspläne ausgetauscht haben, weil alle anderen sich schon verkrümelt hatten. Klausi ist echt ein klasse Typ. :)

Nächster Morgen pünktlich Vorkurs, ja sicher. Klaus, unser Tutor, top fit wie immer, neue Zettel verteilt und ab ging die Sause. Ich glaube, es war Ableiten, sowas die Richtung. Das Highlight war aber die zweite Übung. Da sind nämlich die "Sonstigen", sprich Micha, Laura, Alena und noch ein Mädchen mit in unsere Übung gekommen, weil deren Tutor wohl eine totale Wurst ist. Wir hatten jedenfalls großen Spaß und ich habe eine Wette tragisch verloren, bezüglich einer zweiten Ableitung und der Anzahl der x². Aber hey, jetzt muss ich leider mit Laura in den Zoo und für Picknick sorgen, so ein Mist. :D
Milchreisparty in der WG 243

Und um den Vorkurs voll auszunutzen, habe ich heute relativ spontan die Homies (sprich Miro, Micha, Laura, Alena und Julia) auf eine Runde Milchreis bei mir eingeladen, bevor wir zur Jazzlounge gehen wollten. Das wurde dann aber doch eine relativ große Sache, weil wir neben dem Reis jede Menge Beilagen zubereitet haben. Da war von gekochten Äpfeln über Steffens Möhrchen, heiße Kirschen und gemörserten Wallnüssen alles dabei. Zum Nachtisch ein anständiges Vanilleeis und alle waren so voll wie lange nicht mehr. Aber war wirklich nett.
Anschließend ging es dann leicht verspätet um kurz nach 23:00 Uhr in die Stadt, wo natürlich keine Livemusik mehr war und gerade letzte Runde angesagt wurde, aber man gönnt sich ja sonst nichts. :)

Die Woche war jedenfalls von sehr kaputtem Schlafrhythmus, neuen Freunden und spontanem Aktionismus geprägt und im Moment könnte ich mir kaum vorstellen, die Vorkurszeit irgendwie besser zu nutzen, als ich es gerade tue.
Aachen ist einfach geil, ich lerne jeden Tag neue, sehr nette Leute kennen und habe Spaß ohne Ende.

Das ist fast so sorglos, wie das Abiturientenleben... ;)

Aachen und so

Von Miro 9. September 2011, 00.33 Uhr 4 Kommentare
Tags: (Keine Tags vorhanden) [Ausklappen]

Nachdem nun alle schon ihre fünf Cent zum besten gegeben habe, werde ich nun hier auch mal wieder meinen Teil zu unserem Blog beitragen.
Da ich das ganze hier bei meinen letzten Beiträgen genutzt habe um mich ein wenig abzuregen, werde ich hier nun mal versuchen einen Überblick zu geben wie es mir gerade wo geht.

Von Anfang Juli bis Ende August habe ich in Dortmund bei Deilmann Haniel Shaft Sinking gearbeitet, einem Schachtbauunternehmen. Die machen so ganz tiefe, ganz große Löcher in den Boden. Während dieser Zeit ist mir glücklicherweise klar geworden, dass meine bisherige Studienplanung leider nicht so ganz der Burner war und ich daran nur aufgrund der geplanten WG mit Steffen festgehalten habe. Dank dieser Erkenntnis habe ich dann alles über den Haufen geworfen und angefangen mir Gedanken über mein weiteres Leben zu machen. Dabei habe ich gemerkt das mir der Job den ich in den Ferien machen durfte super gefällt und als meine Familie dann für zwei Wochen im Urlaub war habe ich mich dann auch gleich in Aachen für den Studiengang Rohstoffingenieurwesen eingeschrieben und mir einen Platz in einer kleinen Mädchen-WG gesucht. Rohstoffingenieurwesen ist letzten Endes nichts großartig anderes als das was mal ein Bergbaustudium war. Ich hätte das ganze noch in Clausthal oder Freiberg machen können, Aachen erschien mir hierbei aber als die bessere Wahl und das ich an einer Uni mit einem Frauenanteil von unter 50% auch noch in einer Mädchen WG lande ist natürlich super.

Zur Feier des ganzen bin ich dann im August mit Steffen, Mock und Flobart für ein paar Tage in Holland gewesen. Ein Wochenende voll mit Regen, Tiny Wings, der Gracht und das Spiel des Lebens haben wieder einmal mehr gezeigt das Zeit in Holland auch verregnet immer gut ist.
Nun sitze ich hier jedoch in Aachen. Umgezogen bin ich Anfang dieser Woche, habe zum Abschluss am Wochenende noch einmal ein paar Bierchen auf dem Stadtfest gezischt, am Samstag mit Anna in Ruhe Abends Pizza gegessen und bin dann am Sonntag mit Lennart nach Aachen aufgebrochen. Dieser hatte natürlich wieder einmal mehr Dinge dabei als ich und dies obwohl er schon ein paar Wochen hier lebt und schon die ein oder andere Fahrt gemacht hat. So ein "Umzug" in ein Zimmer zur Untermiete ist schon echt praktisch. Außer einer Reisetasche und einer kleinen Box hatte ich nur noch Bettwäsche, eine Kiste Astra und eine Kiste Mate dabei. Völlig unverständlich für Lennart habe ich sogar meinen Fernseher zuhause gelassen, einen "Fehler" den ich vielleicht am nächsten Wochenende korrigieren werde.

Heute ist aber erstmal meine erste Woche in Aachen so gut wie rum, zur ersten Vorlesung bin ich zu spät gewesen, eine habe ich verpennt, aber im großen und ganzen klappt das hier mit dem Vorkurs ganz gut. Jeden Tag von 9:15Uhr bis 16Uhr Vorkurs zu haben ist zwar nicht ganz so toll, gerade da ich befürchte bald wieder alles vergessen zu haben, aber immerhin weiß ich dann wo ich noch einmal nachsehen muss um es zu wiederholen.
Der Aachener an sich ist nicht so offen wie die Typen im tiefsten Ruhrgebiet, aber es ist auch mal ganz nett sich nicht an jeder Haltestelle unterhalten zu müssen. Ansonsten komme ich hier gut zurecht, heute Abend war ich beispielsweise mit ein paar Leuten bei Lennart zum Abendessen, gestern mit dem Vorkurs samt Tutor einen kippen, den Abend davor ein paar Cocktails trinken und den Abend davor bei Lennart zum Breaking Bad schauen. Für eine erste Woche finde ich das gar nicht mal so schlecht. Aachen an sich ist zurzeit ziemlich verregnet, aber es macht hier richtig Spaß Fahrrad zu fahren, die Stadt ist überschaubar aber nicht zu klein und alles in allem geht es mir hier richtig gut.

Auch dieses Tag für Tag mit anderen Menschen zusammen zu treffen die alle einen ähnlichen Hintergrund und das selbe Ziel haben ist wieder einmal toll. Wie in der Schule nur internationaler; So telefonierte heute in der Mensa hinter mir jemand plötzlich in irgendeiner Asiatischen Sprache, im Vorkurs kommen immer wieder Sätze wie: "In Frankreich haben wir das immer so gemacht" oder "Bei uns in Luxemburg ging das aber so…"
Aber selbst jetzt, nach nur einer Woche muss ich sagen: Unsere Schulzeit war super. Wenn ich mich hier umhöre wie andere Menschen ihre Zeit um die Oberstufe herum verbracht haben bin ich schon echt froh auch mal in der Schulzeit oder in der Schule ein Bierchen getrunken zu haben und die ganze Zeit einfach genossen zu haben. Wenn andere Menschen ihre Highlights der Schullaufbahn erzählen wird mir immer wieder klar wie gut ich es doch hatte. Auch wenn das wahrscheinlich alles eine Frage des Charakters ist.

So oder so bin ich jetzt immatrikulierter Student in Aachen, fahre täglich viel Fahrrad und freu mich auf das was da kommt, auch wenn es schon ziemlich blöd ist Anna zuhause lassen zu müssen.

Ahnt einfach mal was da noch alles geiles kommt, ich feier die Zukunft hier einfach gerade richtig!

So, dann mal ganz dem Studiengang angepasst:

Mit freundlichem Glückauf
- Miro

Von kahlen Wänden und vollen Kisten

Von Yunus 4. September 2011, 21.40 Uhr Keine Kommentare
Tags: Umzug, Umzug, Heidelberg, Selbstständigkeit, Zukunft, Baggage, Hach [Ausklappen]

So sieht's jetzt nämlich bei mir aus. Nur noch ein paar vereinzelte Fetzen Fotopapier an der Wand, der Schreibtisch leer, die Schubladen leer, die Reihe aus Büchern durch Leerstellen unterbrochen… und auf dem Boden stehen Kisten mit Sachen die sich in den vergangenen 19 und ein bisschen Jahren angesammelt haben; mehr, als ich dachte!
Andauernd muss ich mir die Frage stellen "Mitnehmen oder nicht?" und andauernd merke ich, dass ich 'ne ganze Menge gerne bei mir haben will.

Da sind Lieblingsbücher, Kameras, Elektrokram, Schreibsachen. Da ist aber auch eine große Kiste Erinnerungsstücke und Fotos. (Wenn man kilogrammweise Abzüge mit sich rumschleppen muss, fällt einem noch ein Grund mehr ein, digitale Fotos zu machen^^ Aber gerade die DSLR bleibt zu Hause! :D)

Dabei hatte ich mir doch sogar vorgenommen, so wenig wie möglich mitzunehmen, damit ich mir nicht immer gleich 'n größeren Wagen besorgen muss, wenn ich mal umziehe. Und vielleicht, um Platz für Neues zu haben.
Gut, der Großteil bleibt eigentlich hier, aber es ist nicht so, dass ich mit Kleidung, Stift und Computer umziehe. Aber da das ja auch nicht mein Ziel war und ich sicher bin, dass ich für neue, wichtige Sachen immer Platz finden werde, ist das schon okay :P

Morgen früh lade ich das ganze Zeug ins Auto, hole Kudusch ab und dann geht's ab nach Heidelberg. Am Dienstag kommt dann noch das Fahrrad rüber und dann bleib' ich da und freue mich auf's Einleben in Heidelberg =)

blusquare Yunus
Bei 'nem kühlen Bier aktuelle Geschehnisse mit , und austauschen. Schön :)
Eingebunden von Yunus 31. August 2011, 11.29 Uhr
Tags: Abiturientenleben, Bier, Zukunft Keine Kommentare

Von Prügelknaben und innerem Frieden

Von Noël 30. August 2011, 17.40 Uhr 6 Kommentare
Tags: Aachen, Sport, Zukunft [Ausklappen]

Gestern Abend war ich ja mal wieder in Sachen engagierter Lebensstil unterwegs und hatte mein erstes Probetraining Krav Maga. Das ist die Boxerei des israelischen Militärs, angepasst an zivile Situationen, son Selbstverteidigungszeugs, wo man lernt, wohin man klatschen muss, damit es besonders weh tut. Das bot sich quasi an, um mein regelmäßiger Sport zu werden, da ich nicht zu festen Terminen kommen muss, kein Team von mir abhängig ist, es keine Turniere gibt und ich sogar evtl. noch in der Realität was damit anfangen kann.

Der Ossi a.k.a. Sevis Cousin a.k.a. @thecake war auch dabei, weil er noch keine Wohnung hat und bis Mittwoch bei mir wohnt. Das Ganze fand statt in einem alten Industriegebiet voller stylischer Backsteingebäude mit kaputten Fenstern und wir hatten durchaus Mühe, zwischen den ganzen Fabrikhallen den sehr unscheinbaren Eingang zu finden. Aber immerhin roch es extrem nach Früchtetee, weil direkt nebenan ein Zentiswerk ist.

Jetzt aber zum Krav Maga. Es gefiel mir wirklich gut! Oft klingt es schlimmer als es ist. "The ultimate no-rule-self-defense-technique" ist z.B. eine beliebte Beschreibung. Und, dass es vom israelischen Militär stammt klingt auch imposant. Aber eigentlich ist es ja keine normale Kampfsportart, sondern eben pragmatische, moderne Selbstverteidigung im weitesten Sinne. Und das merkt man schon an den Voraussetzungen und den Leuten, die da waren. Man kann nämlich erst teilnehmen, wenn man ein zweitägiges Basic Seminar mit Deeskalationstrainings und psychologischen Kursen etc. besucht hat. Außerdem muss man ein sauberes Strafregister haben und volljährig sein. Gute Sache! Vorallem aber muss man nicht sein inneres Ich finden oder zu Weihrauch meditieren. Es ging einfach direkt los, aber dazu später mehr.

Was ich noch extrem angenehm fand, waren die Leute da. Die waren nämlich genau so drauf, wie ich mir das gewünscht hatte. Also eine bunte Gruppe, Männlein und Weiblein, Dickies und Hungerhaken, Alte und Junge. Aber alle waren extrem freundlich, hilfsbereit und offen. Super gut!
Und Krav Maga hat mich auch direkt überzeugt. Wir waren etwas zu spät, deshalb hatten wir das Aufwärmen verpasst,
Beweisfoto für den Vorgang des Anpassend des Mundschutzes durch Kochen. @blusquare
aber es wurde sich noch anständig und ausgiebig gedehnt, dann Mundschutz rein und ab ging die Post. Outside Defense war dran. (Googelt das, wenn ihr wollt.) Direkt Training mit Partner und Übungen mit geschlossenen Augen und dann entsprechend spontaner Anwendung, wenn einer der Angreifer einen geklatscht hat. Außerdem kam später noch ein Chokerelease, sprich Befreiung aus einem Würgegriff von hinten. Eindrucksvoll wurde von dem Trainer an einem der älteren Teilnehmer demonstriert, dass man bereits nach vier Sekunden ohnmächtig werden kann und auf keinen Fall mehr als sechs Sekunden durchhält. Schön die Technik erklärt (inkl. Finger in die Augen stechen :D ) und dann direkt ran an den Speck. Wieder langsam mit Partnern und dann später wieder mit Allen. Das war nett, da musste man die Augen schließen und sich im Raum verteilen. Einige Leute wurden als Angreifer ausgewählt, die haben dann randomly People von hinten gewürgt und diese mussten sich dann überrascht und spontan befreien, kontern und sich zurückziehen.
Denn angenehmerweise zielt Krav Maga immer auf so wenig physische Auseinandersetzung wie möglich aus, man soll sich also gerade soweit wehren, bis man abhauen kann. Sehr sympathisch.

Gut, @thecake hatte noch etwas Probleme mit dem Knie, weil er gerade erst einen Irgendwas-Bandriss hinter sich hat, der sich noch mal zurück gemeldet hat, aber nichts Dramatisches. Schön war aber auch der Rückweg, weil man nach diesem durchaus Körperkontakt intensiven Training, welches Einiges an Aggression zur korrekten Durchführung verlangt hat einfach extrem ruhig und ausgeglichen war. Man hat den inneren Frieden praktisch ganz nebenbei erreicht.

Also wenn ihr mich sucht, ab nächste Woche bin ich regelmäßig beim Krav Maga Training zu finden. :)

Schlafen, schwitzen, schwimmen...

Von Yunus 22. August 2011, 18.04 Uhr Keine Kommentare
Tags: Urlaub, Türkei, Spontanität, Langeweile [Ausklappen]

Hier müsste mal wieder gebloggt werden. Aber ganz dringend! Da hat Anni schon recht^^

Vor nicht einmal zwei Wochen, wollte ich irgendwie nicht mehr hier sein: Alleine zu Hause, gähnende Langeweile… Twitter checken, Facebook checken, Reader checken, Kühlschrank checken. Minecraft. Und das ganze auf Repeat. Das war echt nicht mehr angenehm!

Sommer, Sonne...
Und so kam es dann, dass ich mich am Tag drauf im Flieger in die Türkei befand um ein zweites Mal "Sommerferien" zu machen, diesmal mit dem Rest der Familie.

Eigentlich ist das da ein Ort, an dem es einem gut gehen muss: Sonne, drei Minuten bis zum Meer, keine Verpflichtungen, viel Zeit zum lesen und schlafen – einfach nur machen was man will.

Aber all' die Erinnerungen an den Abitour-Urlaub im Juni haben das Ganze ziemlich eigenartig gemacht. Es ist ja doch was anderes, wenn man mit neun guten Freunden frisch nach den Abiprüfungen das Ende der Schulzeit mit einem Urlaub feiert, als wenn man dahinfährt um der Langeweile zu Hause zu entgehen.

Und so habe ich viel gelesen, Musik gehört, geschlafen und geschwommen. Ab und zu mal 'n Baum gefällt – was man halt so macht^^
Den türkischen Teil der Familie mal wieder zu sehen war auch gut. Da ist es nicht anders als bei uns und es verteilen sich langsam aber sicher alle irgendwohin: Mein einer Cousin fängt im Oktober in Istanbul an Pharmazie zu studieren, mein anderer Cousin beginnt in zwei Wochen in Edinburgh mit seinem Doktor…
Insofern war ich doch wirklich froh, dass ich so spontan noch mal hingefahren bin :)


In der Zwischenzeit sind hier ja auch Dinge passiert: Nöl langweilt sich in Aachen, Miro wird wohl auch nach Aachen gehen und sucht nach einer WG, und Kudusch hat sein FSJ sicher. Wiederzukommen und das zu erfahren war nice :)

Und mein Umzug nach Heidelberg kommt auch immer näher. Aber das ist Stoff für einen weiteren Blog...

Zweifel

Von Miro 30. Juli 2011, 19.50 Uhr 6 Kommentare
Tags: Zukunft [Ausklappen]

Zweifel. Welch ein komisches und mir bisher gänzlich unbekanntes Wort. Trotzdem ist es wohl das Wort das meine derzeitige Lebenssituation am Besten beschreibt. Zweifel.
Hallo, ich bin Miro und einer der Gs. Ich bin hier der pragmatische, schnell entscheidende, leicht zu begeisternde, grauhaarige, zwanzigjährige Aushilfs Schlosser mit dem schlechtesten Abitur unter uns Jungs und damit nun auch trotzdem irgendwie Teil dieses Blog. Obwohl das ganze Ding hier mit meine Idee war, überlege ich nun schon länger was ich letzten Endes schreiben soll. Bei mir gibt es zurzeit keine Richtung, keine wirkliche Wohnungssuche, keinen klaren Plan über den man schreiben könnte. Das einzige was es bei mir zurzeit gibt sind Zweifel, ob das gerade alles so richtig ist, ob ich gerade blöd drauf bin oder ob Anna gerade blöd drauf ist, ob ich wirklich Elektrotechnik studieren soll oder eher nicht?
Zukunftsplanung beim Frühstück mit den Gs

Okay, das klingt jetzt alles etwas sehr melodramatisch, in Wirklichkeit geht es mir ziemlich gut. Ich arbeite unter der Woche von sechs bis halb drei in einem Bergbauunternehmen, eiere danach auf meiner Schwalbe durch die Weltgeschichte, habe eine wunderbare Freundin und nun auch Teilhabe an einem wunderbaren Blog. Einzig und allein die Wahl meines Studienfaches macht mir ein paar Gedanken, meinen bisherigen Plan Elektrotechnik in Bochum zu studieren hat mein Herz schon aufgegeben, mein Kopf aber noch nicht ganz verdaut, geschweige denn schon publik gemacht. Einzig allein der Alternativplan fehlt mir, dann wäre das Ding mit den Zweifeln auch wieder erledigt. Derzeit überlege ich gegen den Widerstand meiner Mutter Bergbau zu studieren, was ich für einen ganz guten Plan halte, abgesehen davon, dass ich dann meine geplante WG mit Steffen aufgeben müsste, nach Clausthal-Zellerfeld ziehen und in die Fußstapfen meines Vaters treten würde.
Allerdings sehe ich mich nicht mehr als Elektrotechnik Student und die Arbeit im Bergbau Bereich macht mir Spaß.

Also: Bei mir bleibt es weiterhin spannend, was genau für die Zukunft ansteht weiß ich nicht. Gleich geht es aber erstmal zu Steffen, Bratkartoffeln essen. Vorher noch schnell Gurkensülze und Möpckenbrot kaufen. Ich freu mich schon.

- Miro

[Komplett auf dem iPad in der S4 auf dem Rückweg vom Juice Beats entstanden]