Mal wieder ist viel passiert, aber ihr habt das ja sicherlich alles hier die letzten Wochen schon gelesen, deshalb hier nur der schnell Durchlauf, um euch an die vielen Einträge zu erinnern, bevor ich zum Eigentlichen komme:
Kudusch hat bei seinem Bufdi Kram jemanden kennen gelernt, ist seitdem mit ihr zusammen, sie ist nach Aachen gezogen, er hat seinen Buffi Kram fertig gemach, ist nach Münster gezogen, studiert dort jetzt. Ich sag's euch, dass waren ein paar schöne Blogs die wir da lesen durften. Besonders das Fazit vom Bufdi sein, vernünftig Verschlagwortet, damit andere die so etwas auch machen wollen, in diesem Internet jetzt einen persönlichen Erfahrungsbericht finden können. Ich bin mir sicher das hat einigen die sich mit der Überlegung Bufdi zu werden nach der Schule herumgetragen haben geholfen.
Bei Yunus ist auch einiges passiert, seine Bewerbung bei der Studienstiftung ist angenommen worden, er hat dort schon Seminare besucht und auch sein Studium plätschert erfolgreich vor sich hin. Auch hier sind die Blogs gut und eindrucksvoll, richtig hilfreich für jeden der sich wo bewerben muss. Und was haben wir uns alle mit ihm in den Kommentaren darüber gefreut!
Und Lennart, wo soll man da überhaupt anfangen frage ich mich, tausende von Fotos und Blogs hat der Junge veröffentlicht. Er ist ja auch schließlich Fotograf, ein leichtes für ihn einfach mal ein paar Bilder hochzuladen und diese für sich sprechen zu lassen. Besonders hat mir aber der persönliche Einblick gefallen, den er uns in seine frische Beziehung mit Anna gegeben hat, so ein Fazit nach ein paar Monaten ist ja immer nett zu lesen.
Zur mir muss ich ja nicht viel sagen, ich blogge hier ja etwas regelmäßiger *hust* Wobei auch bei mir vieles passiert ist, Studium, Umbau, Praktikum, und natürlich der gemeinsame Türkeiurlaub mit allen :) Was waren das doch für herrliche Bilder mit denen wir euch hier neidisch gemacht haben! Und die letzte Loftparty, welch eine Anekdote es doch immer bleiben wird, wie wir die Nacht davor durchgemacht haben und als die ersten Gäste kamen noch am Schweißen der Treppe waren.
Doch lasst mich euch mit den alten Kamellen verschonen, hier nun der eigentliche Grund:
Dave wird uns im Dezember verlassen, wir suchen einen neuen Nachmieter und haben unser Angebot mal auf WG-Gesucht eingestellt. Hunderte von Anfragen nach nur zwei Tagen lassen darauf hoffen, dass wenigstens eine oder einer dabei ist, der irgendwie Dave ersetzen kann.
Doch ich befürchte schon, dass das leider niemals möglich sein wird.
Um diesen jemand aber irgendwie aus der schier unendlichen Anzahl von Bewerbern zu filtern, haben wir uns einen Fragebogen überlegt und wollen diesen nun hier mit euch teilen, vielleicht hilft er euch ja einmal bei eurer Suche nach einem zweiten Dave.
Fragebogen Dave 2:
Name:
Alter:
Tätigkeit:
Geschlecht:
Sprachen:
Akzent:
Vegetarier/Veganer/Nicht-Alkoholiker/Raucher:
Hobbies/Sport/Musik/Interessen/Talente, hau rein:
Beschreib dich selbst in max. 140 Zeichen:
1. Welches ist das unnützeste Tier?
2. Welches ist das hässlichste Gemüse?
3. Magst du Til Schweiger Filme?
4. Heizung oder Wollpullover?
5. Lange quatschen oder morgens aufstehen?
6. Was heißt morgens aufstehen?
7. Wann wird Schalke Meister?
8. Der Kühlschrank ist so gut wie leer, welches Gericht geht immer?
9. Fette Party, das Bier ist alle, was machst du?
10. Was macht dich besonders?
11. Klimawandel oder Panikmache?
12. Würdest du beim Fegen den Besen schieben oder ziehen?
13. Spülmaschine ist kaputt. Selber machen oder Kundendienst anrufen?
14. Müll ist voll. Was machst du?
15. Wie möchtest du uns beeindrucken bei der ersten Besichtigung? (z. B. Zaubertricks)
16. Möchtest du hier oder im Auto kotzen?
17. Weißt du eigentlich, wie weh sone Koppnuss tut?
18. Aachener Lieblingskneipe/-ort/-club/-sonstwas?
19. Lebt die Katze oder lebt sie nicht?
20. Dein Lebensziel?
21. Was ist für dich Reichtum?
22. Welche Musik geht immer?
23. Wann warst du das letzte Mal bei Mcs / Burger King / KFC oder so?
24. Wir haben fette WG Party, schließt du dein Zimmer ab oder eröffnest du den Punk-Floor?
25. Worüber hast du das letzte Mal laut gelacht?
Schreibt doch mal ein paar Antworten in die Kommentare, was ist eure Lieblingsfrage, was würdet ihr ändern?
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Blogs mit dem Tag Aachen:Loftparty 1.0
Tags: Party, Aachen, Loft, Studentenleben, High life, Freunde besuchen, WG-Leben
Freitag war ja quasi Party. Erste echte Party im Loft. Sozusagen ein PreOpening vor der großen Einweihungsparty. Im Nachhinein hätte man es auch als unsere geplante Baustellenparty verkaufen können. War auf jeden Fall ein guter Abend!
Am Freitag haben wir Chemie geschrieben. Ging gut von der Hand. Abends war dann natürlich ein bisschen Party angesagt. Im Prinzip wollten wir nur ein paar Freunde einladen und ganz chillig über alte Zeiten quatschen. Hat sich dann doch wieder etwas verselbstständigt und am Ende waren doch eine ganze Menge Leute da. Aber je mehr, desto besser! Die Reaktionen auf das Loft waren teilweise extrem lustig. Die, die die Baustelle kannten, so: "WOW!" Die, die Baustelle nicht kannten so: "Hier wohnt ihr??" :D
Party lief aber rund und wird definitiv wiederholt. Genug gequatscht, die Fotos könnt ihr euch hier runterladen: ;)
noelschelter.com/loftparty
Freitag war ja quasi Party. Erste echte Party im Loft. Sozusagen ein PreOpening vor der großen Einweihungsparty. Im Nachhinein hätte man es auch als unsere geplante Baustellenparty verkaufen können. War auf jeden Fall ein guter Abend!
Am Freitag haben wir Chemie geschrieben. Ging gut von der Hand. Abends war dann natürlich ein bisschen Party angesagt. Im Prinzip wollten wir nur ein paar Freunde einladen und ganz chillig über alte Zeiten quatschen. Hat sich dann doch wieder etwas verselbstständigt und am Ende waren doch eine ganze Menge Leute da. Aber je mehr, desto besser! Die Reaktionen auf das Loft waren teilweise extrem lustig. Die, die die Baustelle kannten, so: "WOW!" Die, die Baustelle nicht kannten so: "Hier wohnt ihr??" :D
Party lief aber rund und wird definitiv wiederholt. Genug gequatscht, die Fotos könnt ihr euch hier runterladen: ;)
noelschelter.com/loftparty
Look at what we've done - Part II
Tags: Aachen, Unileben, Studentenleben, Party, Silvester, Loft, Lernen, Freunde besuchen
Herzlichen willkommen zur Fortsetzung der Loftgeschichte. Einer der sicherlich noch vielen kommenden. Übrigens die Fortsetzung dieses ersten Blogs. Bevor ich die Geschichte jetzt aber fortsetze, bringe ich euch noch kurz auf den aktuellen Stand. Wir haben also diese Halle gemietet und angefangen umzubauen. Mittlerweile haben wir zwei Räume im Rohbau fertig und das Balkengerüst für die zwei anderen Räume steht auch bereits. Wir schreiben ein paar Tage vor Weihnachten.
So, weiter im Text. Als das Gerüst stand wurden dann die Wände des unteren Zimmers eingezogen. Der Boden der Zwischenetage wurde vergleichsweise problemlos und ziemlich zügig an einem Wochenende verlegt, an dem wieder zahlreiche Helfer da waren. Die Balken wollten wir ursprünglich abschneiden und nur einen kleinen Vorsprung stehen lassen. Wir fanden sie allerdings so schön, dass wir sie dann auf voller Länge gelassen haben, um eine große Terrasse im Wohnzimmer zu haben. Weil sie das Gewicht aber nicht gehalten hätten, haben wir sie dann an der Decke aufgehängt. :)
Dann kamen noch schnell Wände dazu, Deckenverkleidung für Tobias' Zimmer, ein Abstellraum und schwups, fertig war der Rohbau. Als Miro und ich dann am 24. Dezember vormittags mit dem Anhänger nach Hause gefahren sind, war definitiv der absolute finanzielle Tiefpunkt der ganzen Aktion erreicht. Wir haben in Aachen einen halben Tank Lülle getankt, um überhaupt nach Unna zu kommen. Dann haben wir auf der Fahrt mal Geld gezählt und haben fest gestellt, dass Miro noch genau 3,72 € besaß und ich mit 3,24 € auch nicht viel besser da stand. Dann sind wir zum Glück ohne ein weiteres Tanken aber mit leuchtender Tankanzeige in Unna angekommen und konnten uns dann ja erst einmal ein paar Tage bei der Familie durchfuttern. Das war aber auch dringend nötig! Am zweiten Weihnachtsfeiertag ging es dann aber direkt wieder nach Aachen, weil ja schließlich der Hausmeister noch Abflüsse bohren wollte. Was muss, das muss ja, würde man hier sagen. Denn man muss ja ehrlich sein: Von nichts, kommt ja nichts. Und auf der Anderen Seite, was weg ist, ist auch weg.
Ein bisschen werde ich den Malocherslang ja auch vermissen, war ja doch immer irgendwie nett. Aber als meine Mutter mich dann fragte, was denn mit mir passiert wäre, als ich zuhause auch anfing, in diesem Ton zu reden, habe ich mich dann doch wieder bemüht, es im Zaum zu halten. Ganz anders Miro, der nach wie vor jede Gelegenheit nutzt, den echten Ruhrpottler raushängen zu lassen, auch wenn er das niemals zugeben würde.
Zu Silvester haben wir uns dann eine kleine Auszeit gegönnt und haben Steffen und Anni im Ferienhaus in Holland besucht. Am Strand geknallt, Spiel des Lebens, gutes Essen, Feuerzangenbowle, natürlich selbst gemacht und viel Spaß mit guten Freunden! Raketen in die Grachten zu schießen gehörte natürlich auch irgendwo dazu, schließlich sind wir ja nicht erwachsen oder sowas.
Am nächsten Morgen sind wir dann aber nach einem netten Strandspaziergang relativ zügig wieder nach Aachen gefahren, da ja noch etwas Arbeit auf uns wartete.
Schließlich war von Miros Zimmer noch nicht viel zu erkennen. Also Decke geputzt, gestrichen, Wände tapeziert, gestrichen, Teppich rein, Tür rein, Steckdosen verkabelt, beinahe das LAN Kabel vergessen, noch schnell zwei Lampen für die Terrasse angeschlossen und und und...
Eines schönen Abends haben wir uns dann entschlossen, die Kiste endlich nach Hause zu holen und mit lernen anzufangen und haben uns dann das ehrgeizige Ziel gesetzt, Cowboys und Aliens noch am selben Abend auf dem Fernseher im fertigen Wohnzimmer zu gucken.
Also haben wir angefangen aufzuräumen, was relativ schnell ins Stocken geriet, als uns die Spüle für die Küche fehlte. Also schnell eine neue gezimmert, denn ihr wisst ja: Selbst ist der Mann.
Und so räumten wir und räumten und Cowboys und Aliens schien in unerreichbare Ferne zu rücken, als wir plötzlich um 4:00 Uhr nachts doch langsam anfingen, Sessel abzustauben, Kisten in Zimmer zu tragen und Holzboden im Wohnzimmer zu verlegen.
Jedenfalls haben wir dann tatsächlich um 9:00 Uhr morgens alle drei auf der Couch gesessen und haben Cowboys und Aliens auf dem Fernseher gesehen. Nach drei durchgemachten Nächten, in denen wir mit drei Leuten hart am Limit gearbeitet haben. Immer mit einem Blick zur Uhr, ob der Spachtel wohl schon trocken ist oder ob man besser noch nicht drüberstreichen sollte.
Aber es war ein gutes Gefühl, endlich die erste Etappe geschafft zu haben. Immerhin haben wir jetzt jeder ein sehr nettes und eingerichtetes Zimmer, eine vorläufig funktionierende Küche ohne Spüle, ein sehr gemütliches, voll funktionsfähiges Wohnzimmer und einfach eine geile Bude! Klar, es liegen noch ein paar Säcke Zement rum und man hört Miro immer mal wieder Flechsen, hämmern oder bohren, bis ihn irgendwer erinnert, dass er in drei Tagen eine Klausur schreibt, aber alles in allem ist es eine wirklich schöne Wohnung. Man fühlt sich irgendwie zu Hause.
Irgendwann hat uns dann aber das Studentenleben auch wieder eingeholt. So sitzen wir jetzt in unserem halb fertigen Loft und müssen die Arbeit leider mehr oder weniger ruhen lassen, da auch wir irgendwann einmal für unsere Klausuren lernen müssen. In drei Tagen geht es für mich los, Miro ist schon seit einer Woche dabei.
Aus unserem Plan, ab dem 01.01. richtig streng durch zu lernen ist dank Playstation, Call of Duty, Bier, bequemen Sesseln und unglaublich geilen Mitbewohnern noch nicht so viel geworden aber es sollte trotzdem einigermaßen laufen. Es läuft ja immer irgendwie.
Genug Beschäftigung für die Lernpausen ist auf jeden Fall immer da. Sei es Squash im Wohnzimmer spielen, im Sessel am Kran hängend durch die Halle zu fahren oder die Wand auf zu kloppen, weil Wasser raus kommt. Irgendwas ist immer. Am Freitag ist eine kleine PreRelease Party geplant, da werden einige Leute kommen und wir checken mal die Party Qualitäten unserer neuen Hütte aus um für die ultimative Einweihungsparty optimal vorbereitet zu sein.
Und? Merkt ihr was? Richtig, es bleibt spannend! ;)
Herzlichen willkommen zur Fortsetzung der Loftgeschichte. Einer der sicherlich noch vielen kommenden. Übrigens die Fortsetzung dieses ersten Blogs. Bevor ich die Geschichte jetzt aber fortsetze, bringe ich euch noch kurz auf den aktuellen Stand. Wir haben also diese Halle gemietet und angefangen umzubauen. Mittlerweile haben wir zwei Räume im Rohbau fertig und das Balkengerüst für die zwei anderen Räume steht auch bereits. Wir schreiben ein paar Tage vor Weihnachten.
So, weiter im Text. Als das Gerüst stand wurden dann die Wände des unteren Zimmers eingezogen. Der Boden der Zwischenetage wurde vergleichsweise problemlos und ziemlich zügig an einem Wochenende verlegt, an dem wieder zahlreiche Helfer da waren. Die Balken wollten wir ursprünglich abschneiden und nur einen kleinen Vorsprung stehen lassen. Wir fanden sie allerdings so schön, dass wir sie dann auf voller Länge gelassen haben, um eine große Terrasse im Wohnzimmer zu haben. Weil sie das Gewicht aber nicht gehalten hätten, haben wir sie dann an der Decke aufgehängt. :)
Dann kamen noch schnell Wände dazu, Deckenverkleidung für Tobias' Zimmer, ein Abstellraum und schwups, fertig war der Rohbau. Als Miro und ich dann am 24. Dezember vormittags mit dem Anhänger nach Hause gefahren sind, war definitiv der absolute finanzielle Tiefpunkt der ganzen Aktion erreicht. Wir haben in Aachen einen halben Tank Lülle getankt, um überhaupt nach Unna zu kommen. Dann haben wir auf der Fahrt mal Geld gezählt und haben fest gestellt, dass Miro noch genau 3,72 € besaß und ich mit 3,24 € auch nicht viel besser da stand. Dann sind wir zum Glück ohne ein weiteres Tanken aber mit leuchtender Tankanzeige in Unna angekommen und konnten uns dann ja erst einmal ein paar Tage bei der Familie durchfuttern. Das war aber auch dringend nötig! Am zweiten Weihnachtsfeiertag ging es dann aber direkt wieder nach Aachen, weil ja schließlich der Hausmeister noch Abflüsse bohren wollte. Was muss, das muss ja, würde man hier sagen. Denn man muss ja ehrlich sein: Von nichts, kommt ja nichts. Und auf der Anderen Seite, was weg ist, ist auch weg.
Ein bisschen werde ich den Malocherslang ja auch vermissen, war ja doch immer irgendwie nett. Aber als meine Mutter mich dann fragte, was denn mit mir passiert wäre, als ich zuhause auch anfing, in diesem Ton zu reden, habe ich mich dann doch wieder bemüht, es im Zaum zu halten. Ganz anders Miro, der nach wie vor jede Gelegenheit nutzt, den echten Ruhrpottler raushängen zu lassen, auch wenn er das niemals zugeben würde.
Zu Silvester haben wir uns dann eine kleine Auszeit gegönnt und haben Steffen und Anni im Ferienhaus in Holland besucht. Am Strand geknallt, Spiel des Lebens, gutes Essen, Feuerzangenbowle, natürlich selbst gemacht und viel Spaß mit guten Freunden! Raketen in die Grachten zu schießen gehörte natürlich auch irgendwo dazu, schließlich sind wir ja nicht erwachsen oder sowas.
Am nächsten Morgen sind wir dann aber nach einem netten Strandspaziergang relativ zügig wieder nach Aachen gefahren, da ja noch etwas Arbeit auf uns wartete.
Schließlich war von Miros Zimmer noch nicht viel zu erkennen. Also Decke geputzt, gestrichen, Wände tapeziert, gestrichen, Teppich rein, Tür rein, Steckdosen verkabelt, beinahe das LAN Kabel vergessen, noch schnell zwei Lampen für die Terrasse angeschlossen und und und...
Eines schönen Abends haben wir uns dann entschlossen, die Kiste endlich nach Hause zu holen und mit lernen anzufangen und haben uns dann das ehrgeizige Ziel gesetzt, Cowboys und Aliens noch am selben Abend auf dem Fernseher im fertigen Wohnzimmer zu gucken.
Also haben wir angefangen aufzuräumen, was relativ schnell ins Stocken geriet, als uns die Spüle für die Küche fehlte. Also schnell eine neue gezimmert, denn ihr wisst ja: Selbst ist der Mann.
Und so räumten wir und räumten und Cowboys und Aliens schien in unerreichbare Ferne zu rücken, als wir plötzlich um 4:00 Uhr nachts doch langsam anfingen, Sessel abzustauben, Kisten in Zimmer zu tragen und Holzboden im Wohnzimmer zu verlegen.
Jedenfalls haben wir dann tatsächlich um 9:00 Uhr morgens alle drei auf der Couch gesessen und haben Cowboys und Aliens auf dem Fernseher gesehen. Nach drei durchgemachten Nächten, in denen wir mit drei Leuten hart am Limit gearbeitet haben. Immer mit einem Blick zur Uhr, ob der Spachtel wohl schon trocken ist oder ob man besser noch nicht drüberstreichen sollte.
Aber es war ein gutes Gefühl, endlich die erste Etappe geschafft zu haben. Immerhin haben wir jetzt jeder ein sehr nettes und eingerichtetes Zimmer, eine vorläufig funktionierende Küche ohne Spüle, ein sehr gemütliches, voll funktionsfähiges Wohnzimmer und einfach eine geile Bude! Klar, es liegen noch ein paar Säcke Zement rum und man hört Miro immer mal wieder Flechsen, hämmern oder bohren, bis ihn irgendwer erinnert, dass er in drei Tagen eine Klausur schreibt, aber alles in allem ist es eine wirklich schöne Wohnung. Man fühlt sich irgendwie zu Hause.
Irgendwann hat uns dann aber das Studentenleben auch wieder eingeholt. So sitzen wir jetzt in unserem halb fertigen Loft und müssen die Arbeit leider mehr oder weniger ruhen lassen, da auch wir irgendwann einmal für unsere Klausuren lernen müssen. In drei Tagen geht es für mich los, Miro ist schon seit einer Woche dabei.
Aus unserem Plan, ab dem 01.01. richtig streng durch zu lernen ist dank Playstation, Call of Duty, Bier, bequemen Sesseln und unglaublich geilen Mitbewohnern noch nicht so viel geworden aber es sollte trotzdem einigermaßen laufen. Es läuft ja immer irgendwie.
Genug Beschäftigung für die Lernpausen ist auf jeden Fall immer da. Sei es Squash im Wohnzimmer spielen, im Sessel am Kran hängend durch die Halle zu fahren oder die Wand auf zu kloppen, weil Wasser raus kommt. Irgendwas ist immer. Am Freitag ist eine kleine PreRelease Party geplant, da werden einige Leute kommen und wir checken mal die Party Qualitäten unserer neuen Hütte aus um für die ultimative Einweihungsparty optimal vorbereitet zu sein.
Und? Merkt ihr was? Richtig, es bleibt spannend! ;)
Das Auto ist tot; lang lebe das Auto!
Tags: Fiasko, Emily, Auto, Abschied, Neuanfang, Pink, Tradition
Ein Nachruf
20 Jahre war er alt. Und nur anderthalb davon gehörte er mir.
Dunkel blau war er. Und laut. Wenn man mit ihm auf der Autobahn fuhr, merkte man jedes weitere km/h, das man sich mühsam bergab erkämpft hat, an der steigenden Lautstärke. Ab 150 km/h war man versucht, das Dach festzuhalten, aus Angst es könnte davon fliegen.
Mein kleines Fiasko.
Verschrammt und verbeult stand er da an der Hansastraße.
Immer bereit für die nächste morgendliche Fahrt zur Schule, zum Einkaufen oder auch nur für die nächste unsinnige Aktion.
Ob es Indietronix Plakate zu verteilen oder nur einen Kite aus Bönen abzuholen gab, er war bereit.
Hat alles mitgemacht, jede weitere Schramme, jede weitere Beule.
Eine Fahrt in ihm war immer ein Highlight.
Der Nervenkitzel, ob der Sprit reicht, die Spannung, ob man trotz den fünf Insassen den nächsten Hügel schafft und die Wunder, die sich im Handschuhfach und ganz allgemein überall im Innenraum zu finden waren.
Aber jetzt ist er nicht mehr.
Die letzte Fahrt nach Aachen gab ihm den Rest.
"Friede seiner Asche…", war der letzte Kommentar des Mechanikers.
Und so musste ich letzten Donnerstag die letzte, die finale Fahrt zum Schrottplatz antreten.
Zwar wurde er auf der Strecke zwei mal Ohnmächtig, doch trotzdem schaffte er es. Aus eigenem Antrieb.
Er war mein erstes eigenes Auto.
Er war mir Treu, bis zum Schluss.
His name was Ford Fiasko.
Ein neues Familienmitglied.
Kein Abschied ohne Neuanfang.
Darf ich vorstellen:
Das ist Emily.
16 Jahre alt und Italienerin.
Zuletzt lebte sie in Soest und hat vor einer Woche ihren Weg zu mir gefunden.
Viel über sie erzählen kann ich noch nicht.
Obwohl mir einige ihrer Macken wahrscheinlich noch lange im Gedächtnis bleiben werden.
Das laute Knacken der Fahrertür, das die eigene Ankunft ankündigt, das Gebläse, das nur "Aus" und "An" kennt und der etwas müde Motor der rechten Fensterscheibe.
Ja, richtig, Emily hat elektrische Fensterheber.
Und eine Zentralverriegelung.
Luxus pur, sozusagen.
So ist der Stand der Dinge.
Das Auto ist tot; lang lebe das Auto!
Ein Nachruf
20 Jahre war er alt. Und nur anderthalb davon gehörte er mir.
Dunkel blau war er. Und laut. Wenn man mit ihm auf der Autobahn fuhr, merkte man jedes weitere km/h, das man sich mühsam bergab erkämpft hat, an der steigenden Lautstärke. Ab 150 km/h war man versucht, das Dach festzuhalten, aus Angst es könnte davon fliegen.
Mein kleines Fiasko.
Verschrammt und verbeult stand er da an der Hansastraße.
Immer bereit für die nächste morgendliche Fahrt zur Schule, zum Einkaufen oder auch nur für die nächste unsinnige Aktion.
Ob es Indietronix Plakate zu verteilen oder nur einen Kite aus Bönen abzuholen gab, er war bereit.
Hat alles mitgemacht, jede weitere Schramme, jede weitere Beule.
Eine Fahrt in ihm war immer ein Highlight.
Der Nervenkitzel, ob der Sprit reicht, die Spannung, ob man trotz den fünf Insassen den nächsten Hügel schafft und die Wunder, die sich im Handschuhfach und ganz allgemein überall im Innenraum zu finden waren.
Aber jetzt ist er nicht mehr.
Die letzte Fahrt nach Aachen gab ihm den Rest.
"Friede seiner Asche…", war der letzte Kommentar des Mechanikers.
Und so musste ich letzten Donnerstag die letzte, die finale Fahrt zum Schrottplatz antreten.
Zwar wurde er auf der Strecke zwei mal Ohnmächtig, doch trotzdem schaffte er es. Aus eigenem Antrieb.
Er war mein erstes eigenes Auto.
Er war mir Treu, bis zum Schluss.
His name was Ford Fiasko.
Ein neues Familienmitglied.
Kein Abschied ohne Neuanfang.
Darf ich vorstellen:
Das ist Emily.
16 Jahre alt und Italienerin.
Zuletzt lebte sie in Soest und hat vor einer Woche ihren Weg zu mir gefunden.
Viel über sie erzählen kann ich noch nicht.
Obwohl mir einige ihrer Macken wahrscheinlich noch lange im Gedächtnis bleiben werden.
Das laute Knacken der Fahrertür, das die eigene Ankunft ankündigt, das Gebläse, das nur "Aus" und "An" kennt und der etwas müde Motor der rechten Fensterscheibe.
Ja, richtig, Emily hat elektrische Fensterheber.
Und eine Zentralverriegelung.
Luxus pur, sozusagen.
So ist der Stand der Dinge.
Das Auto ist tot; lang lebe das Auto!
Look at what we've done - Part 1
Tags: Aachen, Zukunft, Wohnungssuche, WG-Leben, Loft, Spontanität, Überraschungen, Selbstständigkeit, Umzug, Studentenleben
Miro und Ich haben ja da diese Halle gemietet. Mittlerweile stapelt sich das Dokumentationsmaterial und außerdem wird es langsam Zeit, dass wir einmal darüber berichten. Der Ordnung halber fange ich aber trotzdem vorne an:
Ich habe hier in Aachen mit Krav Maga angefangen und die Trainingshalle ist im gleichen Gebäude wie unsere jetzige Wohnung. Als ich das erste Mal mit Michael beim Probetraining war fanden wir beide das Gebäude schon ziemlich cool.
Es handelt sich dabei um einen alten Industriekomplex, der früher von VW genutzt wurde, dann lange Zeit leer stand und jetzt langsam aber beständig wieder mit neuen Firmen und eben auch kleineren Ateliers für Künstler und Privatleute belebt wird. Der gesamte Komplex ist sicherlich mehrere km^2 groß und die Gebäude sind alle aus rotem Backstein gebaut, mit jeder Menge schicker Fenster, dreckiger Schornsteine und Schienen zwischen den Lagerhallen.
Kurzum gesagt so eine richtig schicke, alte Industrieecke, die so einen sehr angenehmen Charme hat, weil sie schon so heruntergekommen ist und gerade dadurch noch reizvoller wirkt.
Bei diesem ersten Probetraining dachten wir uns jedenfalls, wie geil es wäre, ein Loft in so einer alten Fabrikhalle zu haben und dass das doch eigentlich der Traum von jedem Studenten ist. (Genau wie mit einem alten VW Bulli in den Osten zu fahren, aber das kommt erst nächstes Jahr)
Wir haben den Trainer auch mal gefragt, aber der sagte uns was von unbezahlbaren Mietpreisen. Ich habe ein paar Tage später trotzdem mal die Verwaltung angerufen und von denen die Handynummer des Hausmeisters bekommen, den ich dann auch direkt angerufen habe. Hermann ist ein super Typ, mittlerweile sind wir ziemliche best buddys, weil er uns wirklich sehr viel hilft und wir ihm im Gegenzug auch immer mal wieder den ein oder anderen Gefallen tun, sei es, dass wir ihm was anpacken oder ihm Werkzeug leihen.
Jedenfalls hat er uns dann damals eingeladen vorbeizukommen, er könne uns einfach mal ein paar Räume zeigen. Und so haben wir uns drei Räume angeguckt die in nächster Zeit frei wurden. In einem davon sitze ich jetzt gerade.
Die ersten beiden Räume waren nicht so prickelnd, weil sie überhaupt nicht ausgebaut waren und auch eine für einen Umbau schlecht geeignete Form hatten und uns irgendwie nicht ansprachen. Aber der dritte Raum war voll eingerichtet, super stylisch und hat uns direkt umgehauen, weil wir uns das genau so vorgestellt hatten.
Und dann ging die Rechnerei los. Zuerst haben wir uns einen Grundriss besorgt und dann durchgeplant, wo man wie viele Zimmer einbaut, welche Seite, wie man das heizt, was die Risiken sind, und und und. Irgendwann haben wir uns dann zu dritt, (Miro, Michael und Ich) entschieden, die Sache zu wagen und das Ding einfach zu mieten. Das war Ende November. Der Plan war dann, das ab März umzubauen, wenn die Klausuren weg sind und bis dahin noch mal irgendwo anders zur Untermiete zu wohnen.
Das hat uns die Verwaltung aber kaputt gemacht, weil sie den Raum nicht so lange leer stehen haben wollte. Als sie dann sagten, der Raum könnte auch schon ab Dezember frei werden, kamen wir dann auf die glorreiche Idee, den Umbau, der vorher für ein Semester geplant war, in denen einen Monat vor der Klausurphase zu legen.
Deshalb müssen wir in drei Tagen fertig sein, damit wir ab dem 01.01.12 Vollzeit lernen können, wir haben nämlich wirklich eine Menge nach zu holen. Jedenfalls haben wir dann mal wieder alles umgeschmissen und den gesamten Umbauzeitplan in einen Monat gequetscht. Dann hatten wir natürlich noch das ein oder andere Gespräch mit der Verwaltung, bis wir den Vertrag endlich so zurecht gebogen hatten, wie wir ihn haben wollten. Da mussten wir uns Untermietrecht erkämpfen, unseren Druckluftanschluss wollte man uns auch klauen, aber dafür haben wir einen eigenen Fahrradparkplatz im Flur zugestanden bekommen.
Schließlich haben wir dann zugesagt.
Unser erstes Problem bestand darin, dass wir niemals gedacht hätten, Untermieter für eine Baustelle zu finden. Ich habe trotzdem eine Anzeige fürs Internet aufgesetzt und siehe da, wir hatten tatsächlich 11 Bewerber, die einen noch nicht existenten Raum in einer Baustelle für den vollen Mietpreis mieten wollten. Wir haben uns dann für Tobias und Dave entschieden, aber zu den beiden später mehr.
Am 01.12.11 ist Miro dann auch direkt umgezogen und hat mit dem Umbau angefangen. Wände rausreißen, wieder neu bauen, alle Kabel rausrupfen und komplett neu verlegen, Sonderwünsche in jedem Zimmer individuell berücksichtigen und dabei auf einer Matratze mitten im Raum schlafen und alle Klamotten unter Folien verstaut haben, weil einfach alles voll ist mit Staub. Da hat er sich aber tapfer geschlagen, der Miro. Nach ein paar Tagen sind dann auch Dave und Tobias eingezogen, ich kam erst am 15.12. dazu, weil ich an dem Tag noch eine Statistikklausur geschrieben habe und solange nichts mit dem Umbau zu tun hatte, sondern in meiner alten WG gelernt habe und nur hin und wieder mal zum Kochen oder Lebensmittel vorbeibringen ins Loft kam.
Den Ausbau seines Lofts selbst zu machen hat natürlich auch einige Vorteile. Zunächst konnten wir uns aussuchen, wie viele Räume wir haben wollten, wie groß sie sein sollten und wo sie hinkommen sollten. Außerdem kann man auch einfach mal einen Vorschlaghammer nehmen und die nächste Wand umwemsen, wenn sie einem nicht mehr passt, das hat auch eigentlich immer am meisten Spaß gemacht. Man kann sich alternativ auch an dem Hallenkran durchs Wohnzimmer schwingen oder irgendwelche Bildschirme in die Wände einbauen, so wie wir es auch noch sehr bald machen werden.
In meinem Zimmer habe ich alle meine Kindheitsträume erfüllt. Ich habe Lichtschalter auf Hüfthöhe, d.h. ich brauche nie wieder meinen Arm zu heben, um das Licht einzuschalten. Ich habe Steckdosen da wo ich sie haben möchte, Lichtschalter am Bett und schaltbare Anschlüsse für indirekte LED Beleuchtung im Zimmer. Außerdem habe ich darauf geachtet, so wenige Gegenstände wie möglich auf den Boden zu stellen, sodass ich in Zukunft ganz problemlos durchwischen kann, ohne ständig um irgendwelche Füße herum wischen zu müssen.
Dave hat sich auch eine schicke Beleuchtung gegönnt und die Lichtschalter fast auf Schulterhöhe, das ist bei den bekloppten Iren wohl so üblich. Miro wollte sich einen Aufzug in die Abstellkammer bauen und wird wahrscheinlich seine eigene, ganz private Werkstatt in seinem Zimmer haben. Mal ganz davon zu schweigen, dass sein neues Zimmer vier mal so groß ist wie sein Altes.
Nur Tobias war vergleichsweise bescheiden, sein Zimmer ist noch am nächsten am Standart und hat sogar eine Heizung und ein Fenster zum öffnen, was auch nicht ganz normal ist im Loft.
Jedenfalls hatten wir großen Spaß beim Anpassen der Zimmer und werden ihn weiterhin haben, wenn wir erst mal mit Miros Zimmer anfangen und die Falltür in die Abstellkammer einbauen. :D
An den Wochenenden hatten wir ziemlich regelmäßig Besuch von vielen fleißigen Helfern, ohne die wir sicher nicht so weit gekommen wären, wie wir jetzt schon sind. Danke dafür und Küsschen an euch!
Und wenn man schon eine ganze Bude von Grund auf neu gestaltet, kommt man natürlich auch nicht drumherum, sich ein paar nette Gimmicks zu gönnen. So werden wir zum Beispiel eine Wand mit LED Kacheln im Wohnzimmer haben, eine offene Natursteindusche und eine Feuerwehrstange, um von der Terrasse ins Wohnzimmer rutschen zu können. Die Küche wird natürlich offen und eine Kochinsel muss dann selbstverständlich auch am Start sein.
Das wird auf jeden Fall weiterhin viel Arbeit aber das Ergebnis sollte planmäßig ziemlich abgedreht geil werden. Einige der oben genannten Dinge haben wir noch nicht, aber ich erzähle euch trotzdem davon, damit wir dann in Bringschuld sind um uns nicht zu blamieren und dann die Sachen auch ganz sicher einbauen werden.
Ende April wird es eine offizielle und ziemlich dicke Einweihungsparty geben, zu der ihr natürlich alle herzlichst eingeladen seid!
Und ihr wisst ja, es bleibt - wie immer - spannend!
Miro und Ich haben ja da diese Halle gemietet. Mittlerweile stapelt sich das Dokumentationsmaterial und außerdem wird es langsam Zeit, dass wir einmal darüber berichten. Der Ordnung halber fange ich aber trotzdem vorne an:
Ich habe hier in Aachen mit Krav Maga angefangen und die Trainingshalle ist im gleichen Gebäude wie unsere jetzige Wohnung. Als ich das erste Mal mit Michael beim Probetraining war fanden wir beide das Gebäude schon ziemlich cool.
Es handelt sich dabei um einen alten Industriekomplex, der früher von VW genutzt wurde, dann lange Zeit leer stand und jetzt langsam aber beständig wieder mit neuen Firmen und eben auch kleineren Ateliers für Künstler und Privatleute belebt wird. Der gesamte Komplex ist sicherlich mehrere km^2 groß und die Gebäude sind alle aus rotem Backstein gebaut, mit jeder Menge schicker Fenster, dreckiger Schornsteine und Schienen zwischen den Lagerhallen.
Kurzum gesagt so eine richtig schicke, alte Industrieecke, die so einen sehr angenehmen Charme hat, weil sie schon so heruntergekommen ist und gerade dadurch noch reizvoller wirkt.
Bei diesem ersten Probetraining dachten wir uns jedenfalls, wie geil es wäre, ein Loft in so einer alten Fabrikhalle zu haben und dass das doch eigentlich der Traum von jedem Studenten ist. (Genau wie mit einem alten VW Bulli in den Osten zu fahren, aber das kommt erst nächstes Jahr)
Wir haben den Trainer auch mal gefragt, aber der sagte uns was von unbezahlbaren Mietpreisen. Ich habe ein paar Tage später trotzdem mal die Verwaltung angerufen und von denen die Handynummer des Hausmeisters bekommen, den ich dann auch direkt angerufen habe. Hermann ist ein super Typ, mittlerweile sind wir ziemliche best buddys, weil er uns wirklich sehr viel hilft und wir ihm im Gegenzug auch immer mal wieder den ein oder anderen Gefallen tun, sei es, dass wir ihm was anpacken oder ihm Werkzeug leihen.
Jedenfalls hat er uns dann damals eingeladen vorbeizukommen, er könne uns einfach mal ein paar Räume zeigen. Und so haben wir uns drei Räume angeguckt die in nächster Zeit frei wurden. In einem davon sitze ich jetzt gerade.
Die ersten beiden Räume waren nicht so prickelnd, weil sie überhaupt nicht ausgebaut waren und auch eine für einen Umbau schlecht geeignete Form hatten und uns irgendwie nicht ansprachen. Aber der dritte Raum war voll eingerichtet, super stylisch und hat uns direkt umgehauen, weil wir uns das genau so vorgestellt hatten.
Und dann ging die Rechnerei los. Zuerst haben wir uns einen Grundriss besorgt und dann durchgeplant, wo man wie viele Zimmer einbaut, welche Seite, wie man das heizt, was die Risiken sind, und und und. Irgendwann haben wir uns dann zu dritt, (Miro, Michael und Ich) entschieden, die Sache zu wagen und das Ding einfach zu mieten. Das war Ende November. Der Plan war dann, das ab März umzubauen, wenn die Klausuren weg sind und bis dahin noch mal irgendwo anders zur Untermiete zu wohnen.
Das hat uns die Verwaltung aber kaputt gemacht, weil sie den Raum nicht so lange leer stehen haben wollte. Als sie dann sagten, der Raum könnte auch schon ab Dezember frei werden, kamen wir dann auf die glorreiche Idee, den Umbau, der vorher für ein Semester geplant war, in denen einen Monat vor der Klausurphase zu legen.
Deshalb müssen wir in drei Tagen fertig sein, damit wir ab dem 01.01.12 Vollzeit lernen können, wir haben nämlich wirklich eine Menge nach zu holen. Jedenfalls haben wir dann mal wieder alles umgeschmissen und den gesamten Umbauzeitplan in einen Monat gequetscht. Dann hatten wir natürlich noch das ein oder andere Gespräch mit der Verwaltung, bis wir den Vertrag endlich so zurecht gebogen hatten, wie wir ihn haben wollten. Da mussten wir uns Untermietrecht erkämpfen, unseren Druckluftanschluss wollte man uns auch klauen, aber dafür haben wir einen eigenen Fahrradparkplatz im Flur zugestanden bekommen.
Schließlich haben wir dann zugesagt.
Unser erstes Problem bestand darin, dass wir niemals gedacht hätten, Untermieter für eine Baustelle zu finden. Ich habe trotzdem eine Anzeige fürs Internet aufgesetzt und siehe da, wir hatten tatsächlich 11 Bewerber, die einen noch nicht existenten Raum in einer Baustelle für den vollen Mietpreis mieten wollten. Wir haben uns dann für Tobias und Dave entschieden, aber zu den beiden später mehr.
Am 01.12.11 ist Miro dann auch direkt umgezogen und hat mit dem Umbau angefangen. Wände rausreißen, wieder neu bauen, alle Kabel rausrupfen und komplett neu verlegen, Sonderwünsche in jedem Zimmer individuell berücksichtigen und dabei auf einer Matratze mitten im Raum schlafen und alle Klamotten unter Folien verstaut haben, weil einfach alles voll ist mit Staub. Da hat er sich aber tapfer geschlagen, der Miro. Nach ein paar Tagen sind dann auch Dave und Tobias eingezogen, ich kam erst am 15.12. dazu, weil ich an dem Tag noch eine Statistikklausur geschrieben habe und solange nichts mit dem Umbau zu tun hatte, sondern in meiner alten WG gelernt habe und nur hin und wieder mal zum Kochen oder Lebensmittel vorbeibringen ins Loft kam.
Den Ausbau seines Lofts selbst zu machen hat natürlich auch einige Vorteile. Zunächst konnten wir uns aussuchen, wie viele Räume wir haben wollten, wie groß sie sein sollten und wo sie hinkommen sollten. Außerdem kann man auch einfach mal einen Vorschlaghammer nehmen und die nächste Wand umwemsen, wenn sie einem nicht mehr passt, das hat auch eigentlich immer am meisten Spaß gemacht. Man kann sich alternativ auch an dem Hallenkran durchs Wohnzimmer schwingen oder irgendwelche Bildschirme in die Wände einbauen, so wie wir es auch noch sehr bald machen werden.
In meinem Zimmer habe ich alle meine Kindheitsträume erfüllt. Ich habe Lichtschalter auf Hüfthöhe, d.h. ich brauche nie wieder meinen Arm zu heben, um das Licht einzuschalten. Ich habe Steckdosen da wo ich sie haben möchte, Lichtschalter am Bett und schaltbare Anschlüsse für indirekte LED Beleuchtung im Zimmer. Außerdem habe ich darauf geachtet, so wenige Gegenstände wie möglich auf den Boden zu stellen, sodass ich in Zukunft ganz problemlos durchwischen kann, ohne ständig um irgendwelche Füße herum wischen zu müssen.
Dave hat sich auch eine schicke Beleuchtung gegönnt und die Lichtschalter fast auf Schulterhöhe, das ist bei den bekloppten Iren wohl so üblich. Miro wollte sich einen Aufzug in die Abstellkammer bauen und wird wahrscheinlich seine eigene, ganz private Werkstatt in seinem Zimmer haben. Mal ganz davon zu schweigen, dass sein neues Zimmer vier mal so groß ist wie sein Altes.
Nur Tobias war vergleichsweise bescheiden, sein Zimmer ist noch am nächsten am Standart und hat sogar eine Heizung und ein Fenster zum öffnen, was auch nicht ganz normal ist im Loft.
Jedenfalls hatten wir großen Spaß beim Anpassen der Zimmer und werden ihn weiterhin haben, wenn wir erst mal mit Miros Zimmer anfangen und die Falltür in die Abstellkammer einbauen. :D
An den Wochenenden hatten wir ziemlich regelmäßig Besuch von vielen fleißigen Helfern, ohne die wir sicher nicht so weit gekommen wären, wie wir jetzt schon sind. Danke dafür und Küsschen an euch!
Und wenn man schon eine ganze Bude von Grund auf neu gestaltet, kommt man natürlich auch nicht drumherum, sich ein paar nette Gimmicks zu gönnen. So werden wir zum Beispiel eine Wand mit LED Kacheln im Wohnzimmer haben, eine offene Natursteindusche und eine Feuerwehrstange, um von der Terrasse ins Wohnzimmer rutschen zu können. Die Küche wird natürlich offen und eine Kochinsel muss dann selbstverständlich auch am Start sein.
Das wird auf jeden Fall weiterhin viel Arbeit aber das Ergebnis sollte planmäßig ziemlich abgedreht geil werden. Einige der oben genannten Dinge haben wir noch nicht, aber ich erzähle euch trotzdem davon, damit wir dann in Bringschuld sind um uns nicht zu blamieren und dann die Sachen auch ganz sicher einbauen werden.
Ende April wird es eine offizielle und ziemlich dicke Einweihungsparty geben, zu der ihr natürlich alle herzlichst eingeladen seid!
Und ihr wisst ja, es bleibt - wie immer - spannend!
Zwischen schlafen, essen und studieren...
Tags: Studium, Winter, Lernen, Loft, Entdeckungen
Einige Zeilen von mir.
Es wird leichter. Jedenfalls kommt es mir so vor.
Man härtet ab. Oder man kann schneller lernen als Neues dazukommt. …irgendwie von allem ein bisschen.
Woche für Woche wundern mich die hohen Zahlen auf den Zetteln, die anzeigen, wie viele Wochen ich schon studiere. Aber Woche für Woche kommen auch die Klausuren näher, vor denen ich großen Respekt (Experimentalphysik und Theoretische Physik) oder sogar etwas Furcht (Lineare Algebra) habe.
Während es draußen dunkler und kälter wird, ziehe ich mich also ins Kerzenlicht zurück, brühe mir warme Getränke und gestalte mir das Lernen so gemütlich wie möglich.
Und wenn's dann genug ist, gibt's ja auch noch den Weihnachtsmarkt :)
Der Blick wandert immer wieder gespannt nach Aachen, wo Miro und Lennart mit verschiedenen Helfern im Loft die Wände hochziehen. Nächste Woche kann ich's mir auch endlich ansehen :)
Dann steht auch ein Besuch beim Tag der offenen Tür des GSGs an… das wird bestimmt verdammt eigenartig :D
Mal sehen, welche neugierigen Abiturienten ich da noch treffe… :)
Es ist verrückt. Ich sitze hier 'ne halbe Stunde und kriege nur diese paar Zeilen zu Stande. Aber während in den ersten Tagen und Wochen jeder Tag aus so vielen kleinen oder größeren Entdeckungen besteht, die man verschriftlichen kann, ist es nach drei Monaten eher so, dass die Entdeckung des Tages ist, dass man z.B. das Herumschieben von Indices versteht und sich so das Physikerleben einfacher macht.
Ah, etwas fällt mir noch ein: Ich scheine mittlerweile Stammkunde in der Bäckerei schräg gegenüber zu sein. Jedenfalls kann ich "das Übliche" bestellen :P
So. Zeit für's Abendessen.
Danach steht ein Treffen mit meiner Lerngruppe und einigen Cocktails an…Schließlich ist heute Samstag!
In diesem Sinne:
Cheers :)
Es wird leichter. Jedenfalls kommt es mir so vor.
Man härtet ab. Oder man kann schneller lernen als Neues dazukommt. …irgendwie von allem ein bisschen.
Woche für Woche wundern mich die hohen Zahlen auf den Zetteln, die anzeigen, wie viele Wochen ich schon studiere. Aber Woche für Woche kommen auch die Klausuren näher, vor denen ich großen Respekt (Experimentalphysik und Theoretische Physik) oder sogar etwas Furcht (Lineare Algebra) habe.
Während es draußen dunkler und kälter wird, ziehe ich mich also ins Kerzenlicht zurück, brühe mir warme Getränke und gestalte mir das Lernen so gemütlich wie möglich.
Und wenn's dann genug ist, gibt's ja auch noch den Weihnachtsmarkt :)
Der Blick wandert immer wieder gespannt nach Aachen, wo Miro und Lennart mit verschiedenen Helfern im Loft die Wände hochziehen. Nächste Woche kann ich's mir auch endlich ansehen :)
Dann steht auch ein Besuch beim Tag der offenen Tür des GSGs an… das wird bestimmt verdammt eigenartig :D
Mal sehen, welche neugierigen Abiturienten ich da noch treffe… :)
Es ist verrückt. Ich sitze hier 'ne halbe Stunde und kriege nur diese paar Zeilen zu Stande. Aber während in den ersten Tagen und Wochen jeder Tag aus so vielen kleinen oder größeren Entdeckungen besteht, die man verschriftlichen kann, ist es nach drei Monaten eher so, dass die Entdeckung des Tages ist, dass man z.B. das Herumschieben von Indices versteht und sich so das Physikerleben einfacher macht.
Ah, etwas fällt mir noch ein: Ich scheine mittlerweile Stammkunde in der Bäckerei schräg gegenüber zu sein. Jedenfalls kann ich "das Übliche" bestellen :P
So. Zeit für's Abendessen.
Danach steht ein Treffen mit meiner Lerngruppe und einigen Cocktails an…Schließlich ist heute Samstag!
In diesem Sinne:
Cheers :)
Der Sittich geht im Käfig ein.
Tags: Aachen, Vorfreude, Umzug, Selbstständigkeit, Zukunft
Es ist mal wieder so weit.
Es wird so gut.
Es kann eigentlich nichts schief gehen.
Es wird so teuer!
Es wird so geil.
Es raubt mir den Schlaf.
It's fucking on.
Peace.
http://www.youtube.com/watch?v=4Hh7Gw4Wvm8
Es wird so gut.
Es kann eigentlich nichts schief gehen.
Es wird so teuer!
Es wird so geil.
Es raubt mir den Schlaf.
It's fucking on.
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Über das Alter
Tags: Studium, Lebensweisheit!, Studentenleben, Unileben, Party, Freiheit, Freunde besuchen, Selbstständigkeit, Zukunft
Die letzten Tage waren ruhig. Vielleicht haben sich aber auch einfach meine Maßstäbe verschoben, denn objektiv betrachtet war eine ganze Menge los. Mein Bruder hat mich in den Ferien für drei Tage besucht und hat sich jede Menge Informatikveranstaltungen angeguckt. Er war sehr begeistert. Ich hatte ihn ja als erfolgreichen Banker gesehen, den ich zufällig auf einer Dachterrasse in Dubai treffe, weil wir gerade beide geschäftlich da zu tun haben. Aber man soll ja seinem Herzen folgen, oder wie war das? Deshalb mach ich mir um die Geschichte mit dem Geld bei ihm überhaupt keine Sorgen. :D
Studium läuft natürlich auch immer so ein bisschen neben her. Bisschen Folgen komplexer Zahlen, Wahrscheinlichkeitskoeffizienten und Statik starrer Fachwerke. Alles ganz nett, aber das wahre Leben ist das ja alles nicht. Am Wochenende habe ich mich trotzdem in meinem Zimmer verkrochen und habe Mathe gelernt, den gesamten Samstag und den gesamten Sonntag. Es ging mir nämlich echt auf die Nerven, dass ich in den Matheveranstaltungen nichts verstanden habe.
Und seit dem bin ich ziemlich kompetent unterwegs! Habe sogar schon Hilfestellungen bei Online Tests gegeben und einigen Leuten Probleme erklärt. Fast, als wär ich gut in Mathe. Die Quintessenz der Geschichte ist, dass Studium doch gar nicht so fürchterlich schwierig ist, wenn man sich ein bisschen zusammen reißt. Meine Folgerung daraus kann man sich ja denken, aber ich versuche sie zu unterdrücken und weiter zu lernen, auch wenn das Studium ein bisschen an Bedrohlichkeit verloren hat.
Eine immer wieder nette Angelegenheit ist das Abendessen in Aachen, weil ich fast jeden Abend mit Miro, Michael und Laura zusammen esse. Das hat zum einen den Vorteil, in einer netten Runde essen zu können, was ja nach wie vor schöner ist, als alleine zu essen, und zum Anderen den Vorteil, dass jeder viel seltener kochen muss und das Essen gleichzeitig viel besser ist, weil sich jeder Mühe gibt, um sich nicht vor den Anderen zu blamieren.
Letzte Woche haben Miro und ich uns dann endlich die Industriehalle angeguckt, in der wir unsere WG evtl. eröffnen wollen. Wirklich eine coole Location! Ein Riesenkomplex mit ganz verschiedenen, industriellen Fertigungsstätten unterschiedlicher Unternehmen, aber auch einigen Büros und ganz wenigen Ateliers von Künstlern bzw. privaten Wohnungen.
Ich will nicht zu viel verraten, aber wenn wir das wirklich machen sollten und da ein bisschen Arbeit reinstecken, dann wird das wirklich eine geile Wohnung! Vorher müssen wir aber noch ein paar Sachen ausrechnen, kalkulieren und mit dem Gewissen bzw. der Vernunft durchsprechen, ist eben nicht einfach so gemietet, sondern mit ein bisschen Aufwand verbunden, bis wir da wirklich wohnen können. Miro zieht bis dahin wahrscheinlich noch einen Monat in die Bude von Michael, aber grundsätzlich gehen wir das nach wie vor ganz in Ruhe an. :)
Und vergangenes Wochenende haben wir uns dann noch alle wieder getroffen, weil Sevi auch in Kamen war. Am Samstag haben die Gs + Anna dann Kudusch auf der Arbeit besucht und wir haben uns mal angeschaut, was der olle BuFdi den ganzen Tag so macht. Anschließend sind wir noch zu Joschi gefahren, da war mal wieder Dachbodenparty und es war wie immer Nährboden für einige lustige Randgeschichten. Zum Beispiel die Odyssee des Kudusch, der sich nicht in Heeren auskennt. Als wir nämlich gerade angekommen waren, baten Flo und Flo Kudusch, ob er sie nach Hause bringen könne. Er das natürlich direkt gemacht, der Rest von uns ging schon mal zu Joschi rein. Nach einer Stunde haben wir uns dann langsam gefragt, wo Kudusch bleibt, aber der Junge ist ja alt genug. Als uns dann einfiel, dass sein iPhone Akku so gut wie leer war und er außerdem wieder einmal mit akuter Spritknappheit zu kämpfen hatte, entwickelten sich dann die verrücktesten Theorien, wo Kudusch verendet sei und wie weit er laufen müsse, weil er weder ein Taxi rufen kann, noch zu Joschi navigieren kann.
Als wir uns gerade anzogen, um zu der letzten GPS Position seines iPhones zu laufen, kam er nach 1 ¾ Stunden bei Joschi durch die Tür spaziert. Er hatte sich wirklich in Heeren verirrt und war so aufgeschmissen, dass er sich eine Karte der bereits abgefahrenen Straßen gezeichnet hat. Immerhin ist er damit am Ende doch angekommen. :D
Und jetzt gerade sitze ich nach einem ruhigen Tag mit der Familie mit Miro im Zug nach Köln, blogge, während er Sons auf Anarchy guckt. Das war wieder einmal ein sehr nettes Wochenende und ich freue mich jetzt schon, morgen um 8:00 Uhr in der Mechanikvorlesung zu hören, was die anderen angehenden Ingenieure wieder erlebt haben.
Aber um noch mal auf den Titel dieses Eintrags zu kommen, gibt es jetzt das Wort zum Sonntag:
Man wird ja doch älter. Rapide. So kommt mir das im Moment vor. Nicht, weil ich glaube, die Zeit verginge so schnell, sondern weil ich glaube, im Zuge der neu erworbenen Unabhängigkeit eine enorme Persönlichkeitsentwicklung zu durchleben. Zeit macht ja weise. Und dieses weise fließt jeden Tag durch mich durch und mit der Zeit setzt sich immer wieder was ab.
Ich würde gerne von damals sprechen, wenn ich die Zeit des Abiturs bzw. des Auszugs meine, aber dafür ist es nüchtern betrachtet noch nicht lange genug her. Ich mach es trotzdem. Damals, als ich ausgezogen bin, bin ich alleine in die Welt gezogen, was ja so gar nicht mein Stil ist. Neue Stadt, keinen bekannten Menschen, sehr spontan gewählte Uni, WG zur Zwischenmiete und Motivation Fehler zu machen. Davon eigentlich am meisten.
Aber was soll ich sagen, soviel ist gar nicht schief gelaufen. Wenn man ehrlich ist eigentlich überhaupt nichts. Das soll jetzt nicht nur zeigen, wie geil ich das wieder hinbekommen habe - vielleicht ein bisschen - aber im Grunde geht es mir darum zu erzählen, dass ich viel über das Leben gelernt habe, und dass ich glaube, dass es Vielen, wenn nicht Allen so geht.
Man landet in neuen, ungewohnten Situationen und passt sich irgendwie an. Und dann merkt man, dass es gar nicht so schlimm war. Man bekommt das schon irgendwie hin und evtl. macht es sogar Spaß. Bei mir war es beispielsweise der Umstand, dieses Mal wirklich auf mich alleine gestellt zu sein, der mir zeigte, dass ich auch alleine ganz zufrieden sein kann und nicht immer Menschen um mich brauche, wie ich es noch bis vor Kurzem glaubte. Alleine geht nämlich Vieles auch besser, vor allem flexibler.
Und am Ende hatten die Alten doch Recht, wenn sie sagten, dass man mit 17 noch nicht viel über sich selbst wisse. Ich lerne momentan unglaublich viel über mich, aber auch darüber, was ich will, brauche und habe.
Zwischenergebnis:
Ich bin sehr glücklich und unglaublich zufrieden. :)
Studium läuft natürlich auch immer so ein bisschen neben her. Bisschen Folgen komplexer Zahlen, Wahrscheinlichkeitskoeffizienten und Statik starrer Fachwerke. Alles ganz nett, aber das wahre Leben ist das ja alles nicht. Am Wochenende habe ich mich trotzdem in meinem Zimmer verkrochen und habe Mathe gelernt, den gesamten Samstag und den gesamten Sonntag. Es ging mir nämlich echt auf die Nerven, dass ich in den Matheveranstaltungen nichts verstanden habe.
Und seit dem bin ich ziemlich kompetent unterwegs! Habe sogar schon Hilfestellungen bei Online Tests gegeben und einigen Leuten Probleme erklärt. Fast, als wär ich gut in Mathe. Die Quintessenz der Geschichte ist, dass Studium doch gar nicht so fürchterlich schwierig ist, wenn man sich ein bisschen zusammen reißt. Meine Folgerung daraus kann man sich ja denken, aber ich versuche sie zu unterdrücken und weiter zu lernen, auch wenn das Studium ein bisschen an Bedrohlichkeit verloren hat.
Eine immer wieder nette Angelegenheit ist das Abendessen in Aachen, weil ich fast jeden Abend mit Miro, Michael und Laura zusammen esse. Das hat zum einen den Vorteil, in einer netten Runde essen zu können, was ja nach wie vor schöner ist, als alleine zu essen, und zum Anderen den Vorteil, dass jeder viel seltener kochen muss und das Essen gleichzeitig viel besser ist, weil sich jeder Mühe gibt, um sich nicht vor den Anderen zu blamieren.
Letzte Woche haben Miro und ich uns dann endlich die Industriehalle angeguckt, in der wir unsere WG evtl. eröffnen wollen. Wirklich eine coole Location! Ein Riesenkomplex mit ganz verschiedenen, industriellen Fertigungsstätten unterschiedlicher Unternehmen, aber auch einigen Büros und ganz wenigen Ateliers von Künstlern bzw. privaten Wohnungen.
Ich will nicht zu viel verraten, aber wenn wir das wirklich machen sollten und da ein bisschen Arbeit reinstecken, dann wird das wirklich eine geile Wohnung! Vorher müssen wir aber noch ein paar Sachen ausrechnen, kalkulieren und mit dem Gewissen bzw. der Vernunft durchsprechen, ist eben nicht einfach so gemietet, sondern mit ein bisschen Aufwand verbunden, bis wir da wirklich wohnen können. Miro zieht bis dahin wahrscheinlich noch einen Monat in die Bude von Michael, aber grundsätzlich gehen wir das nach wie vor ganz in Ruhe an. :)
Und vergangenes Wochenende haben wir uns dann noch alle wieder getroffen, weil Sevi auch in Kamen war. Am Samstag haben die Gs + Anna dann Kudusch auf der Arbeit besucht und wir haben uns mal angeschaut, was der olle BuFdi den ganzen Tag so macht. Anschließend sind wir noch zu Joschi gefahren, da war mal wieder Dachbodenparty und es war wie immer Nährboden für einige lustige Randgeschichten. Zum Beispiel die Odyssee des Kudusch, der sich nicht in Heeren auskennt. Als wir nämlich gerade angekommen waren, baten Flo und Flo Kudusch, ob er sie nach Hause bringen könne. Er das natürlich direkt gemacht, der Rest von uns ging schon mal zu Joschi rein. Nach einer Stunde haben wir uns dann langsam gefragt, wo Kudusch bleibt, aber der Junge ist ja alt genug. Als uns dann einfiel, dass sein iPhone Akku so gut wie leer war und er außerdem wieder einmal mit akuter Spritknappheit zu kämpfen hatte, entwickelten sich dann die verrücktesten Theorien, wo Kudusch verendet sei und wie weit er laufen müsse, weil er weder ein Taxi rufen kann, noch zu Joschi navigieren kann.
Als wir uns gerade anzogen, um zu der letzten GPS Position seines iPhones zu laufen, kam er nach 1 ¾ Stunden bei Joschi durch die Tür spaziert. Er hatte sich wirklich in Heeren verirrt und war so aufgeschmissen, dass er sich eine Karte der bereits abgefahrenen Straßen gezeichnet hat. Immerhin ist er damit am Ende doch angekommen. :D
Und jetzt gerade sitze ich nach einem ruhigen Tag mit der Familie mit Miro im Zug nach Köln, blogge, während er Sons auf Anarchy guckt. Das war wieder einmal ein sehr nettes Wochenende und ich freue mich jetzt schon, morgen um 8:00 Uhr in der Mechanikvorlesung zu hören, was die anderen angehenden Ingenieure wieder erlebt haben.
Aber um noch mal auf den Titel dieses Eintrags zu kommen, gibt es jetzt das Wort zum Sonntag:
Man wird ja doch älter. Rapide. So kommt mir das im Moment vor. Nicht, weil ich glaube, die Zeit verginge so schnell, sondern weil ich glaube, im Zuge der neu erworbenen Unabhängigkeit eine enorme Persönlichkeitsentwicklung zu durchleben. Zeit macht ja weise. Und dieses weise fließt jeden Tag durch mich durch und mit der Zeit setzt sich immer wieder was ab.
Ich würde gerne von damals sprechen, wenn ich die Zeit des Abiturs bzw. des Auszugs meine, aber dafür ist es nüchtern betrachtet noch nicht lange genug her. Ich mach es trotzdem. Damals, als ich ausgezogen bin, bin ich alleine in die Welt gezogen, was ja so gar nicht mein Stil ist. Neue Stadt, keinen bekannten Menschen, sehr spontan gewählte Uni, WG zur Zwischenmiete und Motivation Fehler zu machen. Davon eigentlich am meisten.
Aber was soll ich sagen, soviel ist gar nicht schief gelaufen. Wenn man ehrlich ist eigentlich überhaupt nichts. Das soll jetzt nicht nur zeigen, wie geil ich das wieder hinbekommen habe - vielleicht ein bisschen - aber im Grunde geht es mir darum zu erzählen, dass ich viel über das Leben gelernt habe, und dass ich glaube, dass es Vielen, wenn nicht Allen so geht.
Man landet in neuen, ungewohnten Situationen und passt sich irgendwie an. Und dann merkt man, dass es gar nicht so schlimm war. Man bekommt das schon irgendwie hin und evtl. macht es sogar Spaß. Bei mir war es beispielsweise der Umstand, dieses Mal wirklich auf mich alleine gestellt zu sein, der mir zeigte, dass ich auch alleine ganz zufrieden sein kann und nicht immer Menschen um mich brauche, wie ich es noch bis vor Kurzem glaubte. Alleine geht nämlich Vieles auch besser, vor allem flexibler.
Und am Ende hatten die Alten doch Recht, wenn sie sagten, dass man mit 17 noch nicht viel über sich selbst wisse. Ich lerne momentan unglaublich viel über mich, aber auch darüber, was ich will, brauche und habe.
Zwischenergebnis:
Ich bin sehr glücklich und unglaublich zufrieden. :)
Studentenleben revisited
Tags: Studentenleben, Zugfahrt, Freunde besuchen, Hach, Physik, Rechnen, Bochum, Herbst
Das Ganze ist hier ja längst nicht mehr täglich. Ich breche jetzt aber die Stille mal mit einigen Zeilen über die letzte Zeit :)
Mir wurde es so häufig gesagt und ich hab auch nie wirklich daran gezweifelt, aber wenn man schließlich studiert, wenn's richtig losgegangen ist, ist es doch ganz anders und viel intensiver als man es sich vorgestellt hat: Mit einem Physikstudium hat man wirklich ordentlich zu tun. Also: Wirklich.
Die letzten zwei Wochen sahen ungefähr so aus, dass die Zeit zwischen den Vorlesungen und Übungsgruppen einfach komplett mit Zettel rechnen aufgefüllt wurde. Frühstücken, Vorlesung, Mittagspause, Zettel rechnen, Übungsgruppe, rechnen, kochen, rechnen, schlafen. Als ich mich am Ende der Woche gefragt habe, was ich denn eigentlich gemacht habe, ist mir nichts außer "Rechnen" eingefallen. Selbst das vorletzte Wochenende habe ich überwiegend mit Rechnen verbracht…
Warum ist das so und wie finde ich das?
Es ist so, weil ich vier Mal die Woche einen Übungszettel abgeben muss; es heißt also immer "Nach der Abgabe ist vor der nächsten Abgabe" und so hat man konstant was zu tun. Und warum so viel? Na ja, während wir in der Vorlesung gerne mal mit den Begriffen "offensichtlich" und "trivial" beschmissen werden, sollen wir dann auf den Zetteln die wunderbarsten Sachen beweisen, zeigen, untersuchen... Und da sitzt man schon mal 'ne Weile dran.
Versteht mich nicht falsch, das Rechnen finde ich nicht schlimm. Es macht mir sogar extrem viel Spaß auf die Lösungen zu kommen. Und jede Woche korrigierte Ergebnisse zu erhalten und es von den Tutoren erklärt zu bekommen ist lehrreich und interessant.
Frustrierend ist allerdings, wenn man nicht auf die Lösung kommt, nicht mal einen Ansatz hat oder nicht mehr weiter kommt… und dann dazu der Druck, es abgeben zu müssen.
Angehäufte Frustration – zum Beispiel nachdem man zweieinhalb Stunden an einer Aufgabe gesessen hat, hin und her gerechnet hat, gedacht hat, dass man gleich die Lösung habe, und am Ende merkt, wie man die ganze Zeit nur im Kreis gerannt ist und die Lösung nichts taugt – ist dann besonders bitter.
Aber was wäre das Studium, wenn man nicht auch mal etwas höheren Anforderungen ausgesetzt wäre?
Das Physikstudium hat auch andere Seiten: Wenn der Prof in der Experimentalphysik zum Beispiel ein Tischtuch unter einem gefüllten Maß Bier wegzieht, um Trägheit zu illustrieren, und dann das Maß durch die Reihen gibt. Oder unser Hipster-Theoretische-Physik-Prof, mit seinen bunten Hemden und seiner leicht verwirrten Art. Bei den beiden Vorlesungen ist immer eine herrliche Stimmung, das macht richtig gute Laune.
Sich dann in der Lerngruppe zusammen an die Aufgaben zu setzen, gemeinsam Lösungen zu suchen und zu finden zeigt einem nicht nur, dass es im Team doch echt besser geht, sondern auch, dass man nicht der Einzige ist, der jetzt ungewohnt viel Zeit mit Rechnen verbringt.
Und nicht zuletzt, dass man jeden Tag was lernt. Auch wenn es manchmal nur die Integration eines Ausdrucks oder die Vertiefung des Schulwissens ist: Ich freue mich da irgendwie über jeden Schritt :)
Noch ein paar aktuelle Sachen:
Samstag auf Sonntag war Einweihungsparty bei Steffenin Bochum tief im Westen. Ich bin mit dem ferienanfgangsentsprechend gut gefüllten IC am sonnenbeschienenen Rhein vorbeigefahren, habe gelesen, Musik gehört und hart gechillt :)
Bei Steffen löste ich dann durch mein Klingeln ein "Borussia Dortmund - hunderttausend Freunde, ein Verein..." aus, das durch den Hausflur schallte. Herrliche Begrüßung!
Und so waren wir wieder beisammen – diesmal nach drei Wochen Pause. Schön :)
Gekocht, Bier getrunken, Musik gehört, geredet und gelacht; und danach ab ins Bermudadreieck. Und natürlich ein Besuch bei der besten Currywurstbude Bochums, die wir erst nach einigen Portionen CPM bzw. Pommes verlassen haben. Suppagut :D
Das Wochenende endete mit einer ruhigen Zugfahrt zurück nach Heidelberg – und Zugfahren genieße ich ja so sehr. Die könnte gar nicht lang genug sein :)
Montag gab's trotz Brückentag einiges zu tun. Und war sehr geprägt von einer ganz bestimmten Frage: "Machen wir die Analysis 1 Vorlesung weiter oder nicht?", ausgelöst von einigen Nachteilen, die uns unser Prof aufgezählt hat. Und zwar so, dass man gar nicht mehr wusste, warum man überhaupt mal Ana hören wollte :D
Ich werde damit aufhören. Es ist zwar schade um den coolen Ana-Prof, bringt mir aber nichts und entlastet mich ungemein: Montagmorgen frei, Mittwochmorgen frei, Freitagmorgen frei, ein Übungszettel weniger… das lässt ja fast ein "Leben" erreichbar erscheinen^^
Montagabend haben mich Adi und Lara besucht, wir sind durch die Stadt gezogen und ich hab mir am warmen Erpel meinen Zeigefinger verbrannt… aber an Halloween wird man mit einer Verletzung ja eh nicht ernst genommen. Tze.
Den Vormittag haben wir gechillt und dann sind die beiden gegen Mittag auch schon wieder abgehauen. Und so hatte ich schon wieder Besuch :)
Hier ist im Moment auch noch herrliches Wetter: Blauer Himmel, wärmende Sonne und bunte Blätter. Deswegen habe ich mich mit meiner Lerngruppe heute auch nach draußen gesetzt und wir haben gerechnet bis die Sonne nicht mehr auf unsere Biergarnitur schien.
Und bis ein Gedanke aufkam: Wann haben wir das letzte Mal Pizza gegessen? Bei mir war's jedenfalls schon eine ganze Weile her und so sind wir zum Italiener gegangen, haben uns mit Pizza den Magen vollgehauen und lange lange "Die Schere ist auf. Die Schere ist zu." gespielt – gute Sache und 'ne lustige Runde! :)
Als ich nach Hause kam, rechnete ich eigentlich damit, dass der Abend damit beendet sei. Nichts da.
Nach Konsultation meiner Eltern (FaceTime ftw!) habe ich meinen Finger dann doch noch ins Krankenhaus gebracht. Jetzt habe ich einen ET-Finger und kann kaum Tippen, aber hey^^
…und so wird alles gut: Die Übungszettel bis Donnerstag sind fertig, ich kann morgen ausschlafen und freue mich auf die Vorlesung, mein Finger ist verarztet, es war ein schönes (quasi verlängertes) Wochenende und es steht endlich wieder ein Blog hier drin :)
Eine schöne Woche wünsche ich euch :)
PS: Wer mich besuchen will, setze sich auf der Zugfahrt auf die linke Seite. Ernsthaft! :)
Mir wurde es so häufig gesagt und ich hab auch nie wirklich daran gezweifelt, aber wenn man schließlich studiert, wenn's richtig losgegangen ist, ist es doch ganz anders und viel intensiver als man es sich vorgestellt hat: Mit einem Physikstudium hat man wirklich ordentlich zu tun. Also: Wirklich.
Die letzten zwei Wochen sahen ungefähr so aus, dass die Zeit zwischen den Vorlesungen und Übungsgruppen einfach komplett mit Zettel rechnen aufgefüllt wurde. Frühstücken, Vorlesung, Mittagspause, Zettel rechnen, Übungsgruppe, rechnen, kochen, rechnen, schlafen. Als ich mich am Ende der Woche gefragt habe, was ich denn eigentlich gemacht habe, ist mir nichts außer "Rechnen" eingefallen. Selbst das vorletzte Wochenende habe ich überwiegend mit Rechnen verbracht…
Warum ist das so und wie finde ich das?
Es ist so, weil ich vier Mal die Woche einen Übungszettel abgeben muss; es heißt also immer "Nach der Abgabe ist vor der nächsten Abgabe" und so hat man konstant was zu tun. Und warum so viel? Na ja, während wir in der Vorlesung gerne mal mit den Begriffen "offensichtlich" und "trivial" beschmissen werden, sollen wir dann auf den Zetteln die wunderbarsten Sachen beweisen, zeigen, untersuchen... Und da sitzt man schon mal 'ne Weile dran.
Versteht mich nicht falsch, das Rechnen finde ich nicht schlimm. Es macht mir sogar extrem viel Spaß auf die Lösungen zu kommen. Und jede Woche korrigierte Ergebnisse zu erhalten und es von den Tutoren erklärt zu bekommen ist lehrreich und interessant.
Frustrierend ist allerdings, wenn man nicht auf die Lösung kommt, nicht mal einen Ansatz hat oder nicht mehr weiter kommt… und dann dazu der Druck, es abgeben zu müssen.
Angehäufte Frustration – zum Beispiel nachdem man zweieinhalb Stunden an einer Aufgabe gesessen hat, hin und her gerechnet hat, gedacht hat, dass man gleich die Lösung habe, und am Ende merkt, wie man die ganze Zeit nur im Kreis gerannt ist und die Lösung nichts taugt – ist dann besonders bitter.
Aber was wäre das Studium, wenn man nicht auch mal etwas höheren Anforderungen ausgesetzt wäre?
Das Physikstudium hat auch andere Seiten: Wenn der Prof in der Experimentalphysik zum Beispiel ein Tischtuch unter einem gefüllten Maß Bier wegzieht, um Trägheit zu illustrieren, und dann das Maß durch die Reihen gibt. Oder unser Hipster-Theoretische-Physik-Prof, mit seinen bunten Hemden und seiner leicht verwirrten Art. Bei den beiden Vorlesungen ist immer eine herrliche Stimmung, das macht richtig gute Laune.
Sich dann in der Lerngruppe zusammen an die Aufgaben zu setzen, gemeinsam Lösungen zu suchen und zu finden zeigt einem nicht nur, dass es im Team doch echt besser geht, sondern auch, dass man nicht der Einzige ist, der jetzt ungewohnt viel Zeit mit Rechnen verbringt.
Und nicht zuletzt, dass man jeden Tag was lernt. Auch wenn es manchmal nur die Integration eines Ausdrucks oder die Vertiefung des Schulwissens ist: Ich freue mich da irgendwie über jeden Schritt :)
Noch ein paar aktuelle Sachen:
Samstag auf Sonntag war Einweihungsparty bei Steffen
Bei Steffen löste ich dann durch mein Klingeln ein "Borussia Dortmund - hunderttausend Freunde, ein Verein..." aus, das durch den Hausflur schallte. Herrliche Begrüßung!
Und so waren wir wieder beisammen – diesmal nach drei Wochen Pause. Schön :)
Gekocht, Bier getrunken, Musik gehört, geredet und gelacht; und danach ab ins Bermudadreieck. Und natürlich ein Besuch bei der besten Currywurstbude Bochums, die wir erst nach einigen Portionen CPM bzw. Pommes verlassen haben. Suppagut :D
Das Wochenende endete mit einer ruhigen Zugfahrt zurück nach Heidelberg – und Zugfahren genieße ich ja so sehr. Die könnte gar nicht lang genug sein :)
Montag gab's trotz Brückentag einiges zu tun. Und war sehr geprägt von einer ganz bestimmten Frage: "Machen wir die Analysis 1 Vorlesung weiter oder nicht?", ausgelöst von einigen Nachteilen, die uns unser Prof aufgezählt hat. Und zwar so, dass man gar nicht mehr wusste, warum man überhaupt mal Ana hören wollte :D
Ich werde damit aufhören. Es ist zwar schade um den coolen Ana-Prof, bringt mir aber nichts und entlastet mich ungemein: Montagmorgen frei, Mittwochmorgen frei, Freitagmorgen frei, ein Übungszettel weniger… das lässt ja fast ein "Leben" erreichbar erscheinen^^
Montagabend haben mich Adi und Lara besucht, wir sind durch die Stadt gezogen und ich hab mir am warmen Erpel meinen Zeigefinger verbrannt… aber an Halloween wird man mit einer Verletzung ja eh nicht ernst genommen. Tze.
Den Vormittag haben wir gechillt und dann sind die beiden gegen Mittag auch schon wieder abgehauen. Und so hatte ich schon wieder Besuch :)
Hier ist im Moment auch noch herrliches Wetter: Blauer Himmel, wärmende Sonne und bunte Blätter. Deswegen habe ich mich mit meiner Lerngruppe heute auch nach draußen gesetzt und wir haben gerechnet bis die Sonne nicht mehr auf unsere Biergarnitur schien.
Und bis ein Gedanke aufkam: Wann haben wir das letzte Mal Pizza gegessen? Bei mir war's jedenfalls schon eine ganze Weile her und so sind wir zum Italiener gegangen, haben uns mit Pizza den Magen vollgehauen und lange lange "Die Schere ist auf. Die Schere ist zu." gespielt – gute Sache und 'ne lustige Runde! :)
Als ich nach Hause kam, rechnete ich eigentlich damit, dass der Abend damit beendet sei. Nichts da.
Nach Konsultation meiner Eltern (FaceTime ftw!) habe ich meinen Finger dann doch noch ins Krankenhaus gebracht. Jetzt habe ich einen ET-Finger und kann kaum Tippen, aber hey^^
…und so wird alles gut: Die Übungszettel bis Donnerstag sind fertig, ich kann morgen ausschlafen und freue mich auf die Vorlesung, mein Finger ist verarztet, es war ein schönes (quasi verlängertes) Wochenende und es steht endlich wieder ein Blog hier drin :)
Eine schöne Woche wünsche ich euch :)
PS: Wer mich besuchen will, setze sich auf der Zugfahrt auf die linke Seite. Ernsthaft! :)
Bienvenue à Bruxelles
Tags: Studentenleben, Freiheit, Reise, Spontanität
Jop, gestern war ich spontan in Brüssel. Mit Laura. :) Freitagabend. Ich so: "Lass ma nach Brüssel fahren." Sie so: "Jo. Geil."
Also google angeschmissen und geschaut, was man denn in Brüssel so macht. Schließlich wusste ich nur, dass das in Belgien ist, also wahrscheinlich nicht so besonders weit weg, und dass die da irgendwie EU-mäßig ganz flott unterwegs sind.
Und siehe da, Brüssel hat eine Menge zu bieten: Sehr viel Altstadt, aber genau so viel moderne Architektur. Dazu kommen noch Sachen wie das Atomium, ein Überbleibsel der Weltausstellung von 1958 oder der Arc de Triomphe. (Jop, ich weiß, der steht eigentlich in Paris, aber die haben auch einen.)
Wer es ganz genau wissen möchte, kann sich hier unsere ungefähre Route angucken.
Naja, jedenfalls sind wir dann morgens um 9:00 Uhr los gefahren und waren nach ziemlich genau 90 minütiger Fahrt in Brüssel City. Dummerweise nur mit GoogleMaps Ausdrucken bewaffnet, da keiner von uns einen Reiseführer oder gar einen Stadtplan hatte.
Und dann sprachen die da auf einmal auch noch alle französisch. Aber für mich alten Multi-Kulti-Weltenbürger natürlich pas de Probleme. Ich also all mein B2 Wissen zusammengekramt und einen Stadtplan besorgt. Und ab da bekam das Ganze dann auch ein bisschen Struktur.
Wir haben uns so ziemlich alles angeguckt, was es anzugucken gibt. Da gabs einen Königspalast, Galerien, EU Gebäude, Triumphbögen, natürlich den Justizpalast und bla bla bla. Tourikram ohne Ende jedenfalls. Alles schöne Gebäude, keine Frage, aber damit reißt man ja noch keine Salami vom Teller.
Und meine Onlinereiseführer hatten mir von verschiedenen Vierteln und ihren Besonderheiten berichtet, also sind wir einfach mal ein bisschen querfeldein durch die Stadt gelaufen und haben wirklich nur schöne Ecken, urige Läden und stilvolle Cafés gefunden.
Bezeichnend und sehr charakteristisch fand ich auch die vielen Graffitis, mit denen die weniger schönen Ecken der Stadt in echte StreetArt Kunstwerke verwandelt wurden. Oder den Skatepark fünf Meter neben der Kirche! Alles umringt von originalen Jugendstilbauten, da Brüssel bombentechnisch immer sehr gut weg gekommen ist und daher fast nichts zerstört wurde!
Es waren einfach alle Gebäude alt. Nicht so wie normalerweise, wenn man mal hier und da noch einen alten Giebel oder sowas findet. Fast die gesamte Innenstadt besteht aus schönen, alten, meist aufwendig restaurierten Gebäuden.
Und wenn man schon mal in Brüssel ist, muss man auch die Weltbesten Fritten von der sehr unscheinbaren und genau so abgelegenen Bude "Maison Antoine" probieren!
Aber was mich wirklich begeistert hat, war die Mischung aus modernem Leben und alter Kulisse. Denn zwischen all diesen unzähligen, atemberaubenden Gebäuden gibt es jede Menge Parks, Plätze oder Fußgängerzonen auf denen überwiegend interessante, junge und stylische Menschen rumlaufen. Da sind zum einen die telefonierenden, Anzug tragenden Diplomaten mit Aktenkoffer, dann die flanierenden älteren Ehepaare, die sich die Schaufenster angucken und direkt daneben eine Gruppe lustig zusammensitzender Jugendlicher, die alle aussehen, als hätten sie Großes vor. Im Internet steht oft, Brüssel sei die Hauptstadt Europas und Ähnliches.
Das schien mir im Vorfeld immer etwas zu hoch gegriffen zu sein aber ich kann diesen Eindruck auch nur bestätigen. Es herrscht einfach ein Gefühl von Weltoffenheit, Freude am Leben und Motivation zu Großem in dieser Stadt.
Wer die Welt erobern will, hat in Brüssel einen guten Startpunkt gefunden!
Auf jeden Fall eine Reise wert, diese schöne Stadt!
Heute ging es dann, genau wie den Rest der Woche, mehr so um Ungleichungen, komplexe Zahlen und Varianzfortpflanzung. Und locker lässig 100% im wöchentlichen Online-Mathe-Test. :D Wenn ihr was über das Studentenleben in Aachen hören wollt, empfehle ich euch diesen Beitrag von Miro. Dem würde ich mich ergänzungslos anschließen. :)
In diesem Sinne,
reingehauen!
Also google angeschmissen und geschaut, was man denn in Brüssel so macht. Schließlich wusste ich nur, dass das in Belgien ist, also wahrscheinlich nicht so besonders weit weg, und dass die da irgendwie EU-mäßig ganz flott unterwegs sind.
Und siehe da, Brüssel hat eine Menge zu bieten: Sehr viel Altstadt, aber genau so viel moderne Architektur. Dazu kommen noch Sachen wie das Atomium, ein Überbleibsel der Weltausstellung von 1958 oder der Arc de Triomphe. (Jop, ich weiß, der steht eigentlich in Paris, aber die haben auch einen.)
Wer es ganz genau wissen möchte, kann sich hier unsere ungefähre Route angucken.
Naja, jedenfalls sind wir dann morgens um 9:00 Uhr los gefahren und waren nach ziemlich genau 90 minütiger Fahrt in Brüssel City. Dummerweise nur mit GoogleMaps Ausdrucken bewaffnet, da keiner von uns einen Reiseführer oder gar einen Stadtplan hatte.
Und dann sprachen die da auf einmal auch noch alle französisch. Aber für mich alten Multi-Kulti-Weltenbürger natürlich pas de Probleme. Ich also all mein B2 Wissen zusammengekramt und einen Stadtplan besorgt. Und ab da bekam das Ganze dann auch ein bisschen Struktur.
Wir haben uns so ziemlich alles angeguckt, was es anzugucken gibt. Da gabs einen Königspalast, Galerien, EU Gebäude, Triumphbögen, natürlich den Justizpalast und bla bla bla. Tourikram ohne Ende jedenfalls. Alles schöne Gebäude, keine Frage, aber damit reißt man ja noch keine Salami vom Teller.
Und meine Onlinereiseführer hatten mir von verschiedenen Vierteln und ihren Besonderheiten berichtet, also sind wir einfach mal ein bisschen querfeldein durch die Stadt gelaufen und haben wirklich nur schöne Ecken, urige Läden und stilvolle Cafés gefunden.
Bezeichnend und sehr charakteristisch fand ich auch die vielen Graffitis, mit denen die weniger schönen Ecken der Stadt in echte StreetArt Kunstwerke verwandelt wurden. Oder den Skatepark fünf Meter neben der Kirche! Alles umringt von originalen Jugendstilbauten, da Brüssel bombentechnisch immer sehr gut weg gekommen ist und daher fast nichts zerstört wurde!
Es waren einfach alle Gebäude alt. Nicht so wie normalerweise, wenn man mal hier und da noch einen alten Giebel oder sowas findet. Fast die gesamte Innenstadt besteht aus schönen, alten, meist aufwendig restaurierten Gebäuden.
Und wenn man schon mal in Brüssel ist, muss man auch die Weltbesten Fritten von der sehr unscheinbaren und genau so abgelegenen Bude "Maison Antoine" probieren!
Aber was mich wirklich begeistert hat, war die Mischung aus modernem Leben und alter Kulisse. Denn zwischen all diesen unzähligen, atemberaubenden Gebäuden gibt es jede Menge Parks, Plätze oder Fußgängerzonen auf denen überwiegend interessante, junge und stylische Menschen rumlaufen. Da sind zum einen die telefonierenden, Anzug tragenden Diplomaten mit Aktenkoffer, dann die flanierenden älteren Ehepaare, die sich die Schaufenster angucken und direkt daneben eine Gruppe lustig zusammensitzender Jugendlicher, die alle aussehen, als hätten sie Großes vor. Im Internet steht oft, Brüssel sei die Hauptstadt Europas und Ähnliches.
Das schien mir im Vorfeld immer etwas zu hoch gegriffen zu sein aber ich kann diesen Eindruck auch nur bestätigen. Es herrscht einfach ein Gefühl von Weltoffenheit, Freude am Leben und Motivation zu Großem in dieser Stadt.
Wer die Welt erobern will, hat in Brüssel einen guten Startpunkt gefunden!
Auf jeden Fall eine Reise wert, diese schöne Stadt!
Heute ging es dann, genau wie den Rest der Woche, mehr so um Ungleichungen, komplexe Zahlen und Varianzfortpflanzung. Und locker lässig 100% im wöchentlichen Online-Mathe-Test. :D Wenn ihr was über das Studentenleben in Aachen hören wollt, empfehle ich euch diesen Beitrag von Miro. Dem würde ich mich ergänzungslos anschließen. :)
In diesem Sinne,
reingehauen!
Von Wein, dem Dom und singenden Bergleuten.
Tags: Zugfahrt, Studentenleben, High life, Bier, Aachen, WG-Leben
Sonntagabend haben Lennart und ich den Studienanfang gebührend zelebriert, Abends um viertel nach neun trafen wir uns in Unna am Bahnhof. Kurzer Wochenendsabgleich und schon ging es los in Richtung Köln.
Stilecht gab es eine Flasche Wein und Chips mit Meersalz-Pfeffer Geschmack, die passenden Gläser hatte Kudusch im Laufe des Tages vorbeigebracht. Nachwehen des Abiballs.
Alles in allem mehr als eine entspannte Fahrt, das ganze getoppt hat dann aber unser spontaner Besuch beim Kölner Dom. Bei leichtem Regen verschwand die Domspitze in den Wolken. Es ist ja immer wieder mehr als eindrucksvoll vor dem Dom zu stehen und einfach nur nach oben zu schauen, wenn der Dom dann auch noch angestrahlt wird und die Spitze in den Wolken verschwindet bockt das ganze schon herbe :)
Natürlich ging es am nächsten Morgen viel zu früh los, Grundlagen der Mechanik und Maschinenkomponenten 1. 8:15Uhr. Um zehn Uhr habe ich mich dann in die Ringvorlesung gesetzt, die Einführung in das Fach Rohstoffingenieurwesen stand an.
Punkt 14:00Uhr war ich zuhause, kurz mit Anna telefoniert und ab ins Bett.
Wachgeworden, die Küche geputzt, Breaking Bad Staffel Finale und telefoniert mit den Gs.
Abends stand dann das Semstereröffnungsbier mit der Fachschaft, sowie die Siegerehrung der Erstseemesterralley, an. Was soll ich groß sagen, wir haben gewonnen. :) Abgerundet wurde das ganze mit meinem ersten Mitternachtsgeschrei an dem ich rechtmäßig teilgenommen habe. Wenn knapp zweihundert Menschen in einem engen Raum um Punkt zwölf mit einem Korn in der Hand das Steigerlied singen, ist das mehr als gut.
Jetzt sitze ich mal wieder in der Ringvorlesung und lasse mir weiterhin einen Überblick über den Bergbau auf der Welt geben. Wunderbar.
Glückauf.
Stilecht gab es eine Flasche Wein und Chips mit Meersalz-Pfeffer Geschmack, die passenden Gläser hatte Kudusch im Laufe des Tages vorbeigebracht. Nachwehen des Abiballs.
Alles in allem mehr als eine entspannte Fahrt, das ganze getoppt hat dann aber unser spontaner Besuch beim Kölner Dom. Bei leichtem Regen verschwand die Domspitze in den Wolken. Es ist ja immer wieder mehr als eindrucksvoll vor dem Dom zu stehen und einfach nur nach oben zu schauen, wenn der Dom dann auch noch angestrahlt wird und die Spitze in den Wolken verschwindet bockt das ganze schon herbe :)
Natürlich ging es am nächsten Morgen viel zu früh los, Grundlagen der Mechanik und Maschinenkomponenten 1. 8:15Uhr. Um zehn Uhr habe ich mich dann in die Ringvorlesung gesetzt, die Einführung in das Fach Rohstoffingenieurwesen stand an.
Punkt 14:00Uhr war ich zuhause, kurz mit Anna telefoniert und ab ins Bett.
Wachgeworden, die Küche geputzt, Breaking Bad Staffel Finale und telefoniert mit den Gs.
Abends stand dann das Semstereröffnungsbier mit der Fachschaft, sowie die Siegerehrung der Erstseemesterralley, an. Was soll ich groß sagen, wir haben gewonnen. :) Abgerundet wurde das ganze mit meinem ersten Mitternachtsgeschrei an dem ich rechtmäßig teilgenommen habe. Wenn knapp zweihundert Menschen in einem engen Raum um Punkt zwölf mit einem Korn in der Hand das Steigerlied singen, ist das mehr als gut.
Jetzt sitze ich mal wieder in der Ringvorlesung und lasse mir weiterhin einen Überblick über den Bergbau auf der Welt geben. Wunderbar.
Glückauf.
Ich hab schon so oft überlegt...
Tags: Freunde besuchen, Zugfahrt, Studentenleben, Münster, Freunde besuchen, Familienkaffeetrinken
...wie der Rest wohl wohnt
und wer wohin wohl am Besten passt…
CLUESO – GUTE MUSIK
Man kann ja nicht sagen, dass an den Wochenenden in dieser Zeit nichts passiert. Ganz im Gegenteil; bis jetzt war immer was: Vor drei Wochen bin ich umgezogen, vor zwei Wochen war ich in Aachen, letztes Wochenende war hier volles Haus und dieses Wochenende war ich in Kamen und Münster.
Freitag endete der Vorkurs mit einer "Klausur". Die Anführungsstriche sagen's schon: Es ging eher darum, dass die einen Zettel bekamen wo ein Name und eine Matrikelnummer draufstand, als dass es ernsthafte Leistungsüberprüfung wäre.
Das Ende des Vorkurses wurde Freitagabend dann auch prompt gefeiert. Die Fachschaft hat eines der Häuser am Philosophenweg fertig gemacht, Getränke und Essen besorgt und das reichte schon um uns allen eine schöne Party zu bescheren. Es war äußerst amüsant zu sehen, wie die Physiker und Physikerinnen langsam auftauten, es immer voller und heisser wurde und am Ende kaum einer gehen wollte. Geiler Abend :)
Samstagmorgen war umso härter. Aber gut, andere Geschichte^^
Ab in den Zug und Richtung Kamen. Ich wusste gar nicht, dass eine deutsche Landschaft so schön sein kann! Da fährt man eine ganze Zeit am Rhein entlang, an steilen und von Wein bewachsenen Hängen, alle paar Kilometer thront eine alte Burg auf den Kuppen… Musikhörend und aus dem Fenster guckend, ab und zu ein neuentdecktes Buch lesend, hätte ich auch noch Stunden länger Zug fahren können. Gute Sache.
Aber in Kamen erwartete man mich ja auch. Gemütliches Kaffeetrinken mit meiner Mutter und Schwester, daneben der schlafende Kater, leckerer Apfel-Tart von Meryem. Und dann hab ich noch die Gelegenheit genutzt und Klavier gespielt. Gute Sache :)
Aber in mein ehemaliges Zimmer zu gehen war äußerst eigenartig. Ganz kahl, ohne Schreibtisch und Schrank. Die nicht nachgedunkelten Stellen des Parketts verraten, wo sie einst gestanden haben…
Abends bin ich dann in Unna in den Zug, in dem Lennart saß, gestiegen. Kudusch ist in Hamm dazu gestiegen. Ziel: Münster.
Nach einem Abstecher ins Café Montmatre, wo Katta uns mit Wein bedient hat, sind wir zu Wiebke gelaufen; die nächste Anlaufstelle auf der Einweihungspartytour. Dreier-Mädchen-WG, frisch renoviert und eingerichtet, mit Spa und Wandfarben deren Namen noch nicht in meinen Sprachgebrauch übergegangen sind. Hübsch hat sie's, die Wiebke :)
Da waren jedenfalls auch noch Anni, Dörte, Carolin und Nicol, und später auch Katta. Schöne Runde :)
Es gab viel zu erzählen, Kudusch hat die aktuellen Zahlen vorgestellt und danach sind wir noch in die Stadt gegangen und haben Kneipen besucht, deren Namen ich leider wieder vergessen habe. Aber hey^^
Len, Kudusch und ich haben dann noch bei Wiebke gepennt, der Rest hat sich auf den Weg nach Hause gemacht…
Ausgeschlafen und satt ging es heute Mittag dann für alle in unterschiedliche Richtungen. Ich hab mich noch auf eine Bank am Aasee gesetzt und gelesen, bis ich mich dann auf den Weg zum Treffen mit meiner Mitfahrgelegenheit gemacht habe.
Das war eine super Sache: Der Fahrer, ein Münsteraner Medizinstudent, der seine Freundin in Heidelberg besucht, und der Mitfahrer, ein Münsteraner Physikstudent, der jetzt in Heidelberg promoviert, waren beide richtig gut drauf und ich hab mich ein weiteres Mal über den Zufall gewundert.
Der grüne Bulli, mit dem wir gefahren sind, war dem, den wir damals hatten, sehr ähnlich. Die Türen, die Armaturen, das Tuckern des Dieselmotors… Kindheitserinnerungen.
Dazu ein schlaues Buch, die Landschaft, die an einem vorbei rauscht, und die Gelegenheit Gedanken und Gefühle versuchen zu sortieren.
Eine schöne Art zu reisen. Und wieder liegt ein schönes Wochenende hinter mir :)
Und jetzt fall' ich in mein Hochbett; gute Nacht!
und wer wohin wohl am Besten passt…
CLUESO – GUTE MUSIK
Man kann ja nicht sagen, dass an den Wochenenden in dieser Zeit nichts passiert. Ganz im Gegenteil; bis jetzt war immer was: Vor drei Wochen bin ich umgezogen, vor zwei Wochen war ich in Aachen, letztes Wochenende war hier volles Haus und dieses Wochenende war ich in Kamen und Münster.
Freitag endete der Vorkurs mit einer "Klausur". Die Anführungsstriche sagen's schon: Es ging eher darum, dass die einen Zettel bekamen wo ein Name und eine Matrikelnummer draufstand, als dass es ernsthafte Leistungsüberprüfung wäre.
Das Ende des Vorkurses wurde Freitagabend dann auch prompt gefeiert. Die Fachschaft hat eines der Häuser am Philosophenweg fertig gemacht, Getränke und Essen besorgt und das reichte schon um uns allen eine schöne Party zu bescheren. Es war äußerst amüsant zu sehen, wie die Physiker und Physikerinnen langsam auftauten, es immer voller und heisser wurde und am Ende kaum einer gehen wollte. Geiler Abend :)
Samstagmorgen war umso härter. Aber gut, andere Geschichte^^
Ab in den Zug und Richtung Kamen. Ich wusste gar nicht, dass eine deutsche Landschaft so schön sein kann! Da fährt man eine ganze Zeit am Rhein entlang, an steilen und von Wein bewachsenen Hängen, alle paar Kilometer thront eine alte Burg auf den Kuppen… Musikhörend und aus dem Fenster guckend, ab und zu ein neuentdecktes Buch lesend, hätte ich auch noch Stunden länger Zug fahren können. Gute Sache.
Aber in Kamen erwartete man mich ja auch. Gemütliches Kaffeetrinken mit meiner Mutter und Schwester, daneben der schlafende Kater, leckerer Apfel-Tart von Meryem. Und dann hab ich noch die Gelegenheit genutzt und Klavier gespielt. Gute Sache :)
Aber in mein ehemaliges Zimmer zu gehen war äußerst eigenartig. Ganz kahl, ohne Schreibtisch und Schrank. Die nicht nachgedunkelten Stellen des Parketts verraten, wo sie einst gestanden haben…
Abends bin ich dann in Unna in den Zug, in dem Lennart saß, gestiegen. Kudusch ist in Hamm dazu gestiegen. Ziel: Münster.
Nach einem Abstecher ins Café Montmatre, wo Katta uns mit Wein bedient hat, sind wir zu Wiebke gelaufen; die nächste Anlaufstelle auf der Einweihungspartytour. Dreier-Mädchen-WG, frisch renoviert und eingerichtet, mit Spa und Wandfarben deren Namen noch nicht in meinen Sprachgebrauch übergegangen sind. Hübsch hat sie's, die Wiebke :)
Da waren jedenfalls auch noch Anni, Dörte, Carolin und Nicol, und später auch Katta. Schöne Runde :)
Es gab viel zu erzählen, Kudusch hat die aktuellen Zahlen vorgestellt und danach sind wir noch in die Stadt gegangen und haben Kneipen besucht, deren Namen ich leider wieder vergessen habe. Aber hey^^
Len, Kudusch und ich haben dann noch bei Wiebke gepennt, der Rest hat sich auf den Weg nach Hause gemacht…
Ausgeschlafen und satt ging es heute Mittag dann für alle in unterschiedliche Richtungen. Ich hab mich noch auf eine Bank am Aasee gesetzt und gelesen, bis ich mich dann auf den Weg zum Treffen mit meiner Mitfahrgelegenheit gemacht habe.
Das war eine super Sache: Der Fahrer, ein Münsteraner Medizinstudent, der seine Freundin in Heidelberg besucht, und der Mitfahrer, ein Münsteraner Physikstudent, der jetzt in Heidelberg promoviert, waren beide richtig gut drauf und ich hab mich ein weiteres Mal über den Zufall gewundert.
Der grüne Bulli, mit dem wir gefahren sind, war dem, den wir damals hatten, sehr ähnlich. Die Türen, die Armaturen, das Tuckern des Dieselmotors… Kindheitserinnerungen.
Dazu ein schlaues Buch, die Landschaft, die an einem vorbei rauscht, und die Gelegenheit Gedanken und Gefühle versuchen zu sortieren.
Eine schöne Art zu reisen. Und wieder liegt ein schönes Wochenende hinter mir :)
Und jetzt fall' ich in mein Hochbett; gute Nacht!
Wochenrückblick Erstiwoche
Tags: Studentenleben, High life, Bier, Party, Unileben, Aachen, WG-Leben
Bloggedanken zwei
Ich sitze gerade im Zug Richtung Köln, erste Woche an der Uni habe ich nun hinter mir und mein Körper fängt an Entzugserscheinungen zu zeigen, wenn das hier so weiter geht werde ich zum Alkoholiker.
Na ja, mal schauen :)
Die erste Woche war auf jeden Fall schon mal super, angefangen hat alles am Montag als mich meine Eltern samt Lena nach Aachen gebracht haben, jetzt haben die immerhin auch mal meine WG gesehen :)
Am Dienstag ging der ganze Erstiwochenquatsch dann auch schon direkt so richtig los. Zuerst eine Begrüßungsrede vom Rektor, die wirklich interessant und gut gehalten war. Nach dem letzten grottenhaften Vorkurs Prof. war es echt schön zu sehen wie jemand alle Störenfriede die mit Alkohol und Papierfliegern nach Aufmerksamkeit suchten gnadenlos ins Abseits verbannte, aber auch die drögen Zahlen über den Unialltag waren eindrucksvoll. 32000 Studenten, ein riesiger Campus und Verflechtungen bis in den letzten Winkel der Welt. Im Anschluss ging es dann ins Bergbaugebäude, ein wenig Meet and Great, Fachschaftsführung und noch einmal eine kleine Stadtführung mit anschließendem Grillen.
Abends dann noch kurz zum Cake, mit Lennart durch die Stadt treiben und früh ins Bett.
Nach viel zu wenig Schlaf ging es dann morgens um halb sieben mit dem ersten Konterbier wieder los, ein Ausflug in den Tagebau Hambach stand an. Das Loch ist so groß, selbst wenn man drin steht kann man das ganze noch nicht ganz überblicken, geschweige denn so richtig einordnen. Essen auf die RWE Power und wieder nach Hause, ab ins Bett. Abends dann zu Lennart essen, im Anschluss Filmeabend bei mir.
Jeweils eine kleine nette Runde, beim Kochen bei Lennart mit Ulf und Mark gequatscht, da kann man schon verstehen das Lennart sich da wohl fühlt :)
Doch auch am nächsten Tag ging es wieder zu früh raus, die sagenumwobene Stadtralley stand an, eine Stadt im Ausnahmezustand. Doch direkt am Frühstückstisch ging der Spaß schon los, Hauke war wieder da. Nach eigener Aussage auch schon seit Montagabend, etwas das ich noch nicht so ganz glauben will ;) Das hätte ich doch gemerkt :)
Trinkspiele, das Steigerlied auf der Rathaustreppe, Pestwasser am Elisenbrunnen, Tauschspiel á la Hans im Glück, viele weitere Spiele und viel viel Bier gegen und mit den anderen ca. 3200 Erstsemesterstudenten haben den Tag mehr als gut gemacht. Selbst der leichte Regen die ganze Zeit über und das meine Regenjacke noch in Unna liegt haben hier keinen Abbruch gebracht. Zum Ende hin bin ich dann noch zwei Stunden im Fachschaftsraum versackt, habe mich dann da doch noch gegen halb fünf los gerissen, bin ins Bett gefallen und um halb sieben wieder geweckt worden. Lennart und Laura wollten zum Essen kommen, Weißweinsenfsauce und Fischstäbchen. Leider etwas viel Wein, aber es gibt an einem solchen Tag schlimmeres. Dann mit Lennart zum Bergbaugebäude, Treffen mit der Fachschaft. Wolfgang Petry in der fast leergekauften Getränkeabteilung, zehn kleine Jägermeister mit mehr als dreißig Menschen im Fachschaftsraum und zwei Flaschen Wein in Lennarts Kopf führten zu einem wunderbaren Abend. Leichten Beziehungsschluckauf mit Anna, da ich an dem Tag leider auf alles, außer mein Handy geachtet habe, haben den Tag auch nicht mehr versaut. Viel zu spät habe ich dann Lennart überzeugen können auch ins Bett zu gehen, sieben Stunden später stand schon wieder ein Professorentutorium auf dem Programm.
Meet and Greet mit dem Prof. vom Institut Bergbaukunde 1, Institutsführung durch das Technikum des Institutes für Abfallwirtschaft und Recycling(?), Essen in der Mensa, Kaffe und Kuchen mit der aktiven Fachschaft, ein paar Assistenten und den Profs. Abschließend noch einen Vortrag im Institut für den Atomaren Brennstoffkreislauf(?). Alles wieder mehr als nur ein bisschen Interessant und wieder einmal abgerundet durchs Grillen mit der Fachschaft. Dort fließt gerade der Gerstensaft, das Deutschlandspiel wird gemeinsam gesehen und heute Abend gibt es wieder einmal dick Party. EinsLive ist in der Stadt, doch ich bin gleich zuhause, mein Körper muss entgiften. Selbst heute gab es schon wieder die ein oder andere Kanne Bier.
Langsam nähere ich mich Unna, bekomme langsam Hunger und deshalb bleibt dieser Text jetzt wie er ist.
Ich hoffe ihr habt euch nicht gelangweilt beim Lesen, aber ich habe keine Lust jetzt noch einmal drüber zu lesen. Letzten Endes ist das hier mein Tagebuch ;)
Bleibt sauber.
Ich sitze gerade im Zug Richtung Köln, erste Woche an der Uni habe ich nun hinter mir und mein Körper fängt an Entzugserscheinungen zu zeigen, wenn das hier so weiter geht werde ich zum Alkoholiker.
Na ja, mal schauen :)
Die erste Woche war auf jeden Fall schon mal super, angefangen hat alles am Montag als mich meine Eltern samt Lena nach Aachen gebracht haben, jetzt haben die immerhin auch mal meine WG gesehen :)
Am Dienstag ging der ganze Erstiwochenquatsch dann auch schon direkt so richtig los. Zuerst eine Begrüßungsrede vom Rektor, die wirklich interessant und gut gehalten war. Nach dem letzten grottenhaften Vorkurs Prof. war es echt schön zu sehen wie jemand alle Störenfriede die mit Alkohol und Papierfliegern nach Aufmerksamkeit suchten gnadenlos ins Abseits verbannte, aber auch die drögen Zahlen über den Unialltag waren eindrucksvoll. 32000 Studenten, ein riesiger Campus und Verflechtungen bis in den letzten Winkel der Welt. Im Anschluss ging es dann ins Bergbaugebäude, ein wenig Meet and Great, Fachschaftsführung und noch einmal eine kleine Stadtführung mit anschließendem Grillen.
Abends dann noch kurz zum Cake, mit Lennart durch die Stadt treiben und früh ins Bett.
Nach viel zu wenig Schlaf ging es dann morgens um halb sieben mit dem ersten Konterbier wieder los, ein Ausflug in den Tagebau Hambach stand an. Das Loch ist so groß, selbst wenn man drin steht kann man das ganze noch nicht ganz überblicken, geschweige denn so richtig einordnen. Essen auf die RWE Power und wieder nach Hause, ab ins Bett. Abends dann zu Lennart essen, im Anschluss Filmeabend bei mir.
Jeweils eine kleine nette Runde, beim Kochen bei Lennart mit Ulf und Mark gequatscht, da kann man schon verstehen das Lennart sich da wohl fühlt :)
Doch auch am nächsten Tag ging es wieder zu früh raus, die sagenumwobene Stadtralley stand an, eine Stadt im Ausnahmezustand. Doch direkt am Frühstückstisch ging der Spaß schon los, Hauke war wieder da. Nach eigener Aussage auch schon seit Montagabend, etwas das ich noch nicht so ganz glauben will ;) Das hätte ich doch gemerkt :)
Trinkspiele, das Steigerlied auf der Rathaustreppe, Pestwasser am Elisenbrunnen, Tauschspiel á la Hans im Glück, viele weitere Spiele und viel viel Bier gegen und mit den anderen ca. 3200 Erstsemesterstudenten haben den Tag mehr als gut gemacht. Selbst der leichte Regen die ganze Zeit über und das meine Regenjacke noch in Unna liegt haben hier keinen Abbruch gebracht. Zum Ende hin bin ich dann noch zwei Stunden im Fachschaftsraum versackt, habe mich dann da doch noch gegen halb fünf los gerissen, bin ins Bett gefallen und um halb sieben wieder geweckt worden. Lennart und Laura wollten zum Essen kommen, Weißweinsenfsauce und Fischstäbchen. Leider etwas viel Wein, aber es gibt an einem solchen Tag schlimmeres. Dann mit Lennart zum Bergbaugebäude, Treffen mit der Fachschaft. Wolfgang Petry in der fast leergekauften Getränkeabteilung, zehn kleine Jägermeister mit mehr als dreißig Menschen im Fachschaftsraum und zwei Flaschen Wein in Lennarts Kopf führten zu einem wunderbaren Abend. Leichten Beziehungsschluckauf mit Anna, da ich an dem Tag leider auf alles, außer mein Handy geachtet habe, haben den Tag auch nicht mehr versaut. Viel zu spät habe ich dann Lennart überzeugen können auch ins Bett zu gehen, sieben Stunden später stand schon wieder ein Professorentutorium auf dem Programm.
Meet and Greet mit dem Prof. vom Institut Bergbaukunde 1, Institutsführung durch das Technikum des Institutes für Abfallwirtschaft und Recycling(?), Essen in der Mensa, Kaffe und Kuchen mit der aktiven Fachschaft, ein paar Assistenten und den Profs. Abschließend noch einen Vortrag im Institut für den Atomaren Brennstoffkreislauf(?). Alles wieder mehr als nur ein bisschen Interessant und wieder einmal abgerundet durchs Grillen mit der Fachschaft. Dort fließt gerade der Gerstensaft, das Deutschlandspiel wird gemeinsam gesehen und heute Abend gibt es wieder einmal dick Party. EinsLive ist in der Stadt, doch ich bin gleich zuhause, mein Körper muss entgiften. Selbst heute gab es schon wieder die ein oder andere Kanne Bier.
Langsam nähere ich mich Unna, bekomme langsam Hunger und deshalb bleibt dieser Text jetzt wie er ist.
Ich hoffe ihr habt euch nicht gelangweilt beim Lesen, aber ich habe keine Lust jetzt noch einmal drüber zu lesen. Letzten Endes ist das hier mein Tagebuch ;)
Bleibt sauber.
Erstiwoche ist Krieg!
Tags: Party, Aachen, Studentenleben, Unileben
Brutalen Krieg, anders kann man das gar nicht nennen!
Das geht schon los, wenn sich wirklich alle Erstis in drei Schichten zur Begrüßung im Audimax einfinden und der ganze Laden einfach nur platzt, weil es so unendlich viele orientierungslose Menschen sind.
Und wenn man dann durch die Stadt läuft, ein Flunkyballturnier neben dem Anderen sieht, überall Studenten mit Bierkästen oder Schlimmerem rumlaufen und man dann um 11:00 Uhr für vier Stunden in der Kneipe versackt rückt das Studium in entspannende Ferne. Aber dafür, dass es offiziell die Begrüßung der Fachschaft heißt, eskalieren die alle ganz schön heftig hier.
Irgendwann gegen 18:30 Uhr hab ich mich dann nach Hause gerettet. Seit heute kann man sich nämlich für Kurse anmelden. Meine drei Sprachkurse habe ich direkt heute morgen um 00:01 Uhr angemeldet, weil die wohl sehr heiß umkämpft sind. Und jetzt gerade noch die Vorlesungen und Übungen hinzugefügt. Jetzt hab ich auch endlich mal einen anständigen Stundenplan.
Planmäßig macht unsere Gruppe ihren Stundenplan nämlich erst Freitag und es kann tatsächlich sein, dass einige Vorlesungen dann schon voll sind. Da muss man sich echt selbst drum kümmern, aber gut, war jetzt auch nicht so dramatisch, wenn man nur dran denkt.
Jedenfalls bin ich hundemüde und hungrig und gleich geht's zur Kneipentour mit anschließender Erstiparty. Der einen von sechs. :D
Diese Woche ist einfach nur Krieg! So anstrengend wird es hoffentlich lange nicht mehr. Jeden Tag morgens Führungen, Stadtrallye und Einweisungen und dann den ganzen Tag Party in der Stadt und den Parks, nur um dann abends nach dem Fachschafts- oder Institutsgrillen auf möglichst viele der tausend Parties zu gehen. Einfach nur Krieg! Aber lustig. :)
Ich hoffe, nächste Woche noch in der Lage zu sein, eine Bilanz dieser Woche zu ziehen, wenn nicht, bin ich glücklich gestorben. :D
Das geht schon los, wenn sich wirklich alle Erstis in drei Schichten zur Begrüßung im Audimax einfinden und der ganze Laden einfach nur platzt, weil es so unendlich viele orientierungslose Menschen sind.
noelschelter
Noël Schelter
Es geht um Hochleistungsmentalität an der Uni und harte Parties in der Fachschaft. :D
Und wenn man dann durch die Stadt läuft, ein Flunkyballturnier neben dem Anderen sieht, überall Studenten mit Bierkästen oder Schlimmerem rumlaufen und man dann um 11:00 Uhr für vier Stunden in der Kneipe versackt rückt das Studium in entspannende Ferne. Aber dafür, dass es offiziell die Begrüßung der Fachschaft heißt, eskalieren die alle ganz schön heftig hier.
noelschelter
Noël Schelter
Der Tutor ist dicht bis zum Anschlag und hat einen Rucksack voll Dosenbier dabei. :D
Irgendwann gegen 18:30 Uhr hab ich mich dann nach Hause gerettet. Seit heute kann man sich nämlich für Kurse anmelden. Meine drei Sprachkurse habe ich direkt heute morgen um 00:01 Uhr angemeldet, weil die wohl sehr heiß umkämpft sind. Und jetzt gerade noch die Vorlesungen und Übungen hinzugefügt. Jetzt hab ich auch endlich mal einen anständigen Stundenplan.
Planmäßig macht unsere Gruppe ihren Stundenplan nämlich erst Freitag und es kann tatsächlich sein, dass einige Vorlesungen dann schon voll sind. Da muss man sich echt selbst drum kümmern, aber gut, war jetzt auch nicht so dramatisch, wenn man nur dran denkt.
Jedenfalls bin ich hundemüde und hungrig und gleich geht's zur Kneipentour mit anschließender Erstiparty. Der einen von sechs. :D
Diese Woche ist einfach nur Krieg! So anstrengend wird es hoffentlich lange nicht mehr. Jeden Tag morgens Führungen, Stadtrallye und Einweisungen und dann den ganzen Tag Party in der Stadt und den Parks, nur um dann abends nach dem Fachschafts- oder Institutsgrillen auf möglichst viele der tausend Parties zu gehen. Einfach nur Krieg! Aber lustig. :)
Ich hoffe, nächste Woche noch in der Lage zu sein, eine Bilanz dieser Woche zu ziehen, wenn nicht, bin ich glücklich gestorben. :D
:)
Tags: Studentenleben, Breaking Bad, Vorfreude, :)
Es wird höchste Zeit, dass ich die Smiley-Überschriften einführe!
Ja, das ist es wirklich.
Hinter mir liegt ein fantastisches Wochenende mit guten Freunden, auf der Picknickdecke, in der Sonne auf der Neckarwiese, in der Altstadt und auf viel zu wenig Wohnraum. Gute Laune durch und durch :)
Heute dann, zur Abwechslung, ein sehr ruhiger Tag: Ausschlafen, ausgiebig frühstücken, einige Sachen regeln, ein Referat (ja^^) vorbereiten, lesen und die obligatorische Folge Breaking Bad mit Kudusch gucken.
Außerdem stand heute Abend die zweite Runde der Kneipentour an; dieses Mal mit anderen Gesprächen und unbekannten Leuten, die einem im Laufe des Abends immer bekannter wurden.
Jetzt ist es gleich drei Uhr und ich freu mich auf jeden neuen Tag und auf jede weitere Erinnerung, auf die ich zurückblicken kann. Schön!
Und das ist eigentlich schon alles, was ich gerade sagen wollte :)
Ja, das ist es wirklich.
Hinter mir liegt ein fantastisches Wochenende mit guten Freunden, auf der Picknickdecke, in der Sonne auf der Neckarwiese, in der Altstadt und auf viel zu wenig Wohnraum. Gute Laune durch und durch :)
Heute dann, zur Abwechslung, ein sehr ruhiger Tag: Ausschlafen, ausgiebig frühstücken, einige Sachen regeln, ein Referat (ja^^) vorbereiten, lesen und die obligatorische Folge Breaking Bad mit Kudusch gucken.
Außerdem stand heute Abend die zweite Runde der Kneipentour an; dieses Mal mit anderen Gesprächen und unbekannten Leuten, die einem im Laufe des Abends immer bekannter wurden.
Jetzt ist es gleich drei Uhr und ich freu mich auf jeden neuen Tag und auf jede weitere Erinnerung, auf die ich zurückblicken kann. Schön!
Und das ist eigentlich schon alles, was ich gerade sagen wollte :)
Everyday life
Tags: Aachen, Struktur, Breaking Bad, Sport, Zukunft, Studentenleben
Doch, so langsam hat es sich eingependelt. Ich weiß mittlerweile genau, welchen Bus ich wo nehmen muss, wann er kommt, und wo er hinfährt. Das Essen in der Mensa wird nur noch routiniert Theke für Theke eingesammelt, damit man schnell durch die Kasse kommt, und in welcher Partystätte wann was los ist, hat man auch irgendwie verinnerlicht.
Es scheint sich in gewissen Bereichen eine gewisse Routine einzustellen.
Aber auch wenn das jetzt vielleicht so klingt, ist das auf keinen Fall negativ zu verstehen oder gar ein Zeichen für drohende Langeweile, ganz und gar nicht. Am Montag war zum Beispiel erst Breaking Bad gucken und Skype Konferenz mit dem Rest der Gs, anschließend war fettes Schokofondue angesagt. Da haben wir im Lindt Werksverkauf drei Kilo Schokolade gekauft, was natürlich im Endeffekt viel zu viel war, aber hey.
Und wenn man so drüber nachdenkt, gibt es ehrlich gesagt kaum was, was sich mit frischen Früchten in heißer Schokolade messen kann. Viel geiler geht es eigentlich nicht mehr. :)
Am nächsten Morgen war ich nach kurzem Ausflug in die Chemie bei der Mathevorlesung. Der Chemieprof hat den Vogel einfach abgeschossen. :D
Abends war lecker Essen bei Miro angesagt und anschließend Ozeans Eleven gucken mit Cake, Alena und Laura. Auf dem Rückweg hab ich mich dann noch etwas mit Laura verquatscht und war erst gegen 5:30 Uhr zuhause, aber war nett. Und kalt. :D
Am nächsten Morgen habe ich mich dann eher im Homeoffice aufgehalten und die gefühlten 30 Kilo Chemie- und Physikbücher, die Jörg und meine Mutter mir noch aufgezwungen haben durchgeguckt. Und was soll ich sagen? Das war wesentlich effektiver als alle Vorlesungen, ich habe echt gut und viel gelernt! Werde ich daher glaube ich noch öfter machen...
Und um das vernünftige Leben noch weiter zu verfolgen, war ich dann noch Schwimmen mit Miro, hauptsächlich um das Gewissen wegen des Schokofondues zu beruhigen, aber auch um mal wieder ein wenig Bewegung zu bekommen. Und in dem Stil ging im Grunde die ganze Woche weiter. Abends Essen mit Miro zusammen, dann noch ins Studentenkino, einen Film über Atomkraftwerke gucken, sowas die Richtung.
Aber Wochenende war mal wieder der Knaller. Ich hatte nämlich das Basic Seminar für den Krav Maga Kurs. Samstag und Sonntag jeweils fünf Stunden lang Prügelei. War aber wirklich der Hammer. Alles Mögliche gelernt, von Deeskalationstraining, über psychologische Einheiten bis hin zu Messerentwaffnungen. Aber immer mit sehr vernünftigem Hintergrund. Angefangen mit verbalen Methoden über leichtes Abstand schaffen eben bis zu direkter Verteidigung mit anschließendem Konterangriff. Aber die erste Reaktion auf eine Messerattacke sollte sein, das Geld und Handy abzugeben, fallen zu lassen und dann schnell weg zu laufen. Klang vernünftig. :)
Und zwischendurch haben wir dann auch gerne mal eine halbe Stunde lang mit den Ellenbogen auf Gummipuppen eingeprügelt oder mit Tritten andere Tritte abgewehrt, was dann dazu geführt hat, dass mir einfach alles weh tut. Alles.
Jedes Körperteil ist grün und blau geprügelt, ich bin so kaputt wie lange nicht mehr und vollkommen in der Wurst, aber das war es definitiv wert!
Wenn man mit geschlossenen Augen im Raum steht und irgendjemand einen auf einmal würgt, schubst oder tritt und man spätestens den zweiten Angriff abwehren kann und dann noch anständig zurück austeilt, macht das schon Spaß. Und als sich dann alle ein bisschen kannten und einschätzen konnten, entstand daraus schon die eine oder andere kleine Rangelei, wo sich auch andere eingemischt haben, sodass man wirklich gut die gelernten Sachen trainieren konnte.
Es gab auch bei den rund 40 Teilnehmern über die ganzen zwei Tage keine einzige Verletzung und keine ernsthaften Schmerzen. Es war wirklich rundum einfach nur eine geile Sache! Heute Abend ist direkt wieder Training, jawoll. :)
Am Sonntagabend wollte ich dann noch zuhause anrufen, hab das allerdings verkackt. Deshalb habe ich mir jetzt jeden Sonntag eine Erinnerung eingestellt, mich bei meiner Familie zu melden. Gutes Kind ftw.
Aber jetzt muss ich erstmal den Chemieteil von heute Morgen mit Cake nachholen, der auch mal wieder hier kampiert... :)
Es scheint sich in gewissen Bereichen eine gewisse Routine einzustellen.
Aber auch wenn das jetzt vielleicht so klingt, ist das auf keinen Fall negativ zu verstehen oder gar ein Zeichen für drohende Langeweile, ganz und gar nicht. Am Montag war zum Beispiel erst Breaking Bad gucken und Skype Konferenz mit dem Rest der Gs, anschließend war fettes Schokofondue angesagt. Da haben wir im Lindt Werksverkauf drei Kilo Schokolade gekauft, was natürlich im Endeffekt viel zu viel war, aber hey.
Und wenn man so drüber nachdenkt, gibt es ehrlich gesagt kaum was, was sich mit frischen Früchten in heißer Schokolade messen kann. Viel geiler geht es eigentlich nicht mehr. :)
Am nächsten Morgen war ich nach kurzem Ausflug in die Chemie bei der Mathevorlesung. Der Chemieprof hat den Vogel einfach abgeschossen. :D
noelschelter
Noël Schelter
Abends war lecker Essen bei Miro angesagt und anschließend Ozeans Eleven gucken mit Cake, Alena und Laura. Auf dem Rückweg hab ich mich dann noch etwas mit Laura verquatscht und war erst gegen 5:30 Uhr zuhause, aber war nett. Und kalt. :D
Am nächsten Morgen habe ich mich dann eher im Homeoffice aufgehalten und die gefühlten 30 Kilo Chemie- und Physikbücher, die Jörg und meine Mutter mir noch aufgezwungen haben durchgeguckt. Und was soll ich sagen? Das war wesentlich effektiver als alle Vorlesungen, ich habe echt gut und viel gelernt! Werde ich daher glaube ich noch öfter machen...
Und um das vernünftige Leben noch weiter zu verfolgen, war ich dann noch Schwimmen mit Miro, hauptsächlich um das Gewissen wegen des Schokofondues zu beruhigen, aber auch um mal wieder ein wenig Bewegung zu bekommen. Und in dem Stil ging im Grunde die ganze Woche weiter. Abends Essen mit Miro zusammen, dann noch ins Studentenkino, einen Film über Atomkraftwerke gucken, sowas die Richtung.
Aber Wochenende war mal wieder der Knaller. Ich hatte nämlich das Basic Seminar für den Krav Maga Kurs. Samstag und Sonntag jeweils fünf Stunden lang Prügelei. War aber wirklich der Hammer. Alles Mögliche gelernt, von Deeskalationstraining, über psychologische Einheiten bis hin zu Messerentwaffnungen. Aber immer mit sehr vernünftigem Hintergrund. Angefangen mit verbalen Methoden über leichtes Abstand schaffen eben bis zu direkter Verteidigung mit anschließendem Konterangriff. Aber die erste Reaktion auf eine Messerattacke sollte sein, das Geld und Handy abzugeben, fallen zu lassen und dann schnell weg zu laufen. Klang vernünftig. :)
Und zwischendurch haben wir dann auch gerne mal eine halbe Stunde lang mit den Ellenbogen auf Gummipuppen eingeprügelt oder mit Tritten andere Tritte abgewehrt, was dann dazu geführt hat, dass mir einfach alles weh tut. Alles.
Jedes Körperteil ist grün und blau geprügelt, ich bin so kaputt wie lange nicht mehr und vollkommen in der Wurst, aber das war es definitiv wert!
noelschelter
Noël Schelter
Scheiße mann, mir tut alles weh. Das war noch viel schlimmer als gestern. Ich humple jetzt zum Bett und sterbe da...
Wenn man mit geschlossenen Augen im Raum steht und irgendjemand einen auf einmal würgt, schubst oder tritt und man spätestens den zweiten Angriff abwehren kann und dann noch anständig zurück austeilt, macht das schon Spaß. Und als sich dann alle ein bisschen kannten und einschätzen konnten, entstand daraus schon die eine oder andere kleine Rangelei, wo sich auch andere eingemischt haben, sodass man wirklich gut die gelernten Sachen trainieren konnte.
Es gab auch bei den rund 40 Teilnehmern über die ganzen zwei Tage keine einzige Verletzung und keine ernsthaften Schmerzen. Es war wirklich rundum einfach nur eine geile Sache! Heute Abend ist direkt wieder Training, jawoll. :)
Am Sonntagabend wollte ich dann noch zuhause anrufen, hab das allerdings verkackt. Deshalb habe ich mir jetzt jeden Sonntag eine Erinnerung eingestellt, mich bei meiner Familie zu melden. Gutes Kind ftw.
Aber jetzt muss ich erstmal den Chemieteil von heute Morgen mit Cake nachholen, der auch mal wieder hier kampiert... :)
Vorkurs alias High-life-non-stop
Tags: Aachen, Unileben, Freiheit, Party, Spontanität, High life
Man könnte ja meinen, im Vorkurs passiert nicht viel, aber da hätte man weit gefehlt. Die jetzige Woche war schon sehr geil muss ich sagen, vorallem abwechslungsreich und immer was zu tun. Immer. :)
Dienstag war morgens natürlich brav Uni, allerdings haben wir uns die Mittagspause etwas versüßt durch einen Besuch beim nahegelegenen Werksverkauf von Lindt. Erstmal ordentlich mit Schokolade eingedeckt und die Hälfte der zweiten Übung verpasst. Dafür haben jetzt alle Schokolade. Und dann abends gings natürlich auch wieder los. Geplant war es, endlich mal das Apollo abzuchecken, ein Kino, was wohl im Foyer abends immer als Club funktioniert und so die Adresse auf der Pontstraße ist. Und weil da letztes Mal schon so eine lange Schlange war, haben wir uns ins Café Madrid direkt nebenan gesetzt und haben bis zum Einlass gewartet. Wir meint damit Miro, Laura, Alena und meine Wenigkeit. Als wir dann aber rüber kamen, war die Schlange echt schon wieder tausend lang und Regen und keine Lust und bla. Naja, jedenfalls haben wir uns dann in einen anderen Laden verdrückt. Genannt Mono Heidi, hat diese sehr elegante Bar mit chilliger Housemusik ernsthafte Chancen meine Lieblings"kneipe" zu werden.
Weil man natürlich keine Pussy ist, haben Laura und ich am Mittwoch morgen pünktlich um 8:00 Uhr gefrühstückt, wie nach jedem längeren Abend, und haben uns dann den gesamten Vorkurs angeguckt.
Abends gings dann natürlich wieder los. Erst schön bei Miro gegessen, dann von da in die Stadt und mit dem Vorkurs in der Kiste gewesen. Ihr erkennt den Witz, die Kiste ist eine Kneipe. ;) Da sind Sachen passiert... Kommt eine junge Blondine vorbei, legt uns einen Zettel auf den Tisch mit einer Nummer drauf und dem Namen Theresa, und ist dann wortlos und schnell verschwunden. Ich also gefragt, ob jemand eine Theresa kennt. Kannte keiner, ich sie also angeschrieben. :D
Er oder sie ist aber nichtmal aus Aachen gewesen und kannte auch keine Theresa. Aber die Geschichte mit Theresa wurde ein bisschen zum running Gag im Vorkurs, von daher hat es sich schon wieder gelohnt.
Hinterher wurde der Abend noch richtig nett, als wir mit unserem Tutor Klaus zu dritt in einer netten Kneipe saßen und Lebenspläne ausgetauscht haben, weil alle anderen sich schon verkrümelt hatten. Klausi ist echt ein klasse Typ. :)
Nächster Morgen pünktlich Vorkurs, ja sicher. Klaus, unser Tutor, top fit wie immer, neue Zettel verteilt und ab ging die Sause. Ich glaube, es war Ableiten, sowas die Richtung. Das Highlight war aber die zweite Übung. Da sind nämlich die "Sonstigen", sprich Micha, Laura, Alena und noch ein Mädchen mit in unsere Übung gekommen, weil deren Tutor wohl eine totale Wurst ist. Wir hatten jedenfalls großen Spaß und ich habe eine Wette tragisch verloren, bezüglich einer zweiten Ableitung und der Anzahl der x². Aber hey, jetzt muss ich leider mit Laura in den Zoo und für Picknick sorgen, so ein Mist. :D
Und um den Vorkurs voll auszunutzen, habe ich heute relativ spontan die Homies (sprich Miro, Micha, Laura, Alena und Julia) auf eine Runde Milchreis bei mir eingeladen, bevor wir zur Jazzlounge gehen wollten. Das wurde dann aber doch eine relativ große Sache, weil wir neben dem Reis jede Menge Beilagen zubereitet haben. Da war von gekochten Äpfeln über Steffens Möhrchen, heiße Kirschen und gemörserten Wallnüssen alles dabei. Zum Nachtisch ein anständiges Vanilleeis und alle waren so voll wie lange nicht mehr. Aber war wirklich nett.
Anschließend ging es dann leicht verspätet um kurz nach 23:00 Uhr in die Stadt, wo natürlich keine Livemusik mehr war und gerade letzte Runde angesagt wurde, aber man gönnt sich ja sonst nichts. :)
Die Woche war jedenfalls von sehr kaputtem Schlafrhythmus, neuen Freunden und spontanem Aktionismus geprägt und im Moment könnte ich mir kaum vorstellen, die Vorkurszeit irgendwie besser zu nutzen, als ich es gerade tue.
Aachen ist einfach geil, ich lerne jeden Tag neue, sehr nette Leute kennen und habe Spaß ohne Ende.
Das ist fast so sorglos, wie das Abiturientenleben... ;)
Dienstag war morgens natürlich brav Uni, allerdings haben wir uns die Mittagspause etwas versüßt durch einen Besuch beim nahegelegenen Werksverkauf von Lindt. Erstmal ordentlich mit Schokolade eingedeckt und die Hälfte der zweiten Übung verpasst. Dafür haben jetzt alle Schokolade. Und dann abends gings natürlich auch wieder los. Geplant war es, endlich mal das Apollo abzuchecken, ein Kino, was wohl im Foyer abends immer als Club funktioniert und so die Adresse auf der Pontstraße ist. Und weil da letztes Mal schon so eine lange Schlange war, haben wir uns ins Café Madrid direkt nebenan gesetzt und haben bis zum Einlass gewartet. Wir meint damit Miro, Laura, Alena und meine Wenigkeit. Als wir dann aber rüber kamen, war die Schlange echt schon wieder tausend lang und Regen und keine Lust und bla. Naja, jedenfalls haben wir uns dann in einen anderen Laden verdrückt. Genannt Mono Heidi, hat diese sehr elegante Bar mit chilliger Housemusik ernsthafte Chancen meine Lieblings"kneipe" zu werden.
Weil man natürlich keine Pussy ist, haben Laura und ich am Mittwoch morgen pünktlich um 8:00 Uhr gefrühstückt, wie nach jedem längeren Abend, und haben uns dann den gesamten Vorkurs angeguckt.
Abends gings dann natürlich wieder los. Erst schön bei Miro gegessen, dann von da in die Stadt und mit dem Vorkurs in der Kiste gewesen. Ihr erkennt den Witz, die Kiste ist eine Kneipe. ;) Da sind Sachen passiert... Kommt eine junge Blondine vorbei, legt uns einen Zettel auf den Tisch mit einer Nummer drauf und dem Namen Theresa, und ist dann wortlos und schnell verschwunden. Ich also gefragt, ob jemand eine Theresa kennt. Kannte keiner, ich sie also angeschrieben. :D
Er oder sie ist aber nichtmal aus Aachen gewesen und kannte auch keine Theresa. Aber die Geschichte mit Theresa wurde ein bisschen zum running Gag im Vorkurs, von daher hat es sich schon wieder gelohnt.
Hinterher wurde der Abend noch richtig nett, als wir mit unserem Tutor Klaus zu dritt in einer netten Kneipe saßen und Lebenspläne ausgetauscht haben, weil alle anderen sich schon verkrümelt hatten. Klausi ist echt ein klasse Typ. :)
Nächster Morgen pünktlich Vorkurs, ja sicher. Klaus, unser Tutor, top fit wie immer, neue Zettel verteilt und ab ging die Sause. Ich glaube, es war Ableiten, sowas die Richtung. Das Highlight war aber die zweite Übung. Da sind nämlich die "Sonstigen", sprich Micha, Laura, Alena und noch ein Mädchen mit in unsere Übung gekommen, weil deren Tutor wohl eine totale Wurst ist. Wir hatten jedenfalls großen Spaß und ich habe eine Wette tragisch verloren, bezüglich einer zweiten Ableitung und der Anzahl der x². Aber hey, jetzt muss ich leider mit Laura in den Zoo und für Picknick sorgen, so ein Mist. :D
Und um den Vorkurs voll auszunutzen, habe ich heute relativ spontan die Homies (sprich Miro, Micha, Laura, Alena und Julia) auf eine Runde Milchreis bei mir eingeladen, bevor wir zur Jazzlounge gehen wollten. Das wurde dann aber doch eine relativ große Sache, weil wir neben dem Reis jede Menge Beilagen zubereitet haben. Da war von gekochten Äpfeln über Steffens Möhrchen, heiße Kirschen und gemörserten Wallnüssen alles dabei. Zum Nachtisch ein anständiges Vanilleeis und alle waren so voll wie lange nicht mehr. Aber war wirklich nett.
Anschließend ging es dann leicht verspätet um kurz nach 23:00 Uhr in die Stadt, wo natürlich keine Livemusik mehr war und gerade letzte Runde angesagt wurde, aber man gönnt sich ja sonst nichts. :)
Die Woche war jedenfalls von sehr kaputtem Schlafrhythmus, neuen Freunden und spontanem Aktionismus geprägt und im Moment könnte ich mir kaum vorstellen, die Vorkurszeit irgendwie besser zu nutzen, als ich es gerade tue.
Aachen ist einfach geil, ich lerne jeden Tag neue, sehr nette Leute kennen und habe Spaß ohne Ende.
Das ist fast so sorglos, wie das Abiturientenleben... ;)
Aachen und so
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Nachdem nun alle schon ihre fünf Cent zum besten gegeben habe, werde ich nun hier auch mal wieder meinen Teil zu unserem Blog beitragen.
Da ich das ganze hier bei meinen letzten Beiträgen genutzt habe um mich ein wenig abzuregen, werde ich hier nun mal versuchen einen Überblick zu geben wie es mir gerade wo geht.
Von Anfang Juli bis Ende August habe ich in Dortmund bei Deilmann Haniel Shaft Sinking gearbeitet, einem Schachtbauunternehmen. Die machen so ganz tiefe, ganz große Löcher in den Boden. Während dieser Zeit ist mir glücklicherweise klar geworden, dass meine bisherige Studienplanung leider nicht so ganz der Burner war und ich daran nur aufgrund der geplanten WG mit Steffen festgehalten habe. Dank dieser Erkenntnis habe ich dann alles über den Haufen geworfen und angefangen mir Gedanken über mein weiteres Leben zu machen. Dabei habe ich gemerkt das mir der Job den ich in den Ferien machen durfte super gefällt und als meine Familie dann für zwei Wochen im Urlaub war habe ich mich dann auch gleich in Aachen für den Studiengang Rohstoffingenieurwesen eingeschrieben und mir einen Platz in einer kleinen Mädchen-WG gesucht. Rohstoffingenieurwesen ist letzten Endes nichts großartig anderes als das was mal ein Bergbaustudium war. Ich hätte das ganze noch in Clausthal oder Freiberg machen können, Aachen erschien mir hierbei aber als die bessere Wahl und das ich an einer Uni mit einem Frauenanteil von unter 50% auch noch in einer Mädchen WG lande ist natürlich super.
Zur Feier des ganzen bin ich dann im August mit Steffen, Mock und Flobart für ein paar Tage in Holland gewesen. Ein Wochenende voll mit Regen, Tiny Wings, der Gracht und das Spiel des Lebens haben wieder einmal mehr gezeigt das Zeit in Holland auch verregnet immer gut ist.
Nun sitze ich hier jedoch in Aachen. Umgezogen bin ich Anfang dieser Woche, habe zum Abschluss am Wochenende noch einmal ein paar Bierchen auf dem Stadtfest gezischt, am Samstag mit Anna in Ruhe Abends Pizza gegessen und bin dann am Sonntag mit Lennart nach Aachen aufgebrochen. Dieser hatte natürlich wieder einmal mehr Dinge dabei als ich und dies obwohl er schon ein paar Wochen hier lebt und schon die ein oder andere Fahrt gemacht hat. So ein "Umzug" in ein Zimmer zur Untermiete ist schon echt praktisch. Außer einer Reisetasche und einer kleinen Box hatte ich nur noch Bettwäsche, eine Kiste Astra und eine Kiste Mate dabei. Völlig unverständlich für Lennart habe ich sogar meinen Fernseher zuhause gelassen, einen "Fehler" den ich vielleicht am nächsten Wochenende korrigieren werde.
Heute ist aber erstmal meine erste Woche in Aachen so gut wie rum, zur ersten Vorlesung bin ich zu spät gewesen, eine habe ich verpennt, aber im großen und ganzen klappt das hier mit dem Vorkurs ganz gut. Jeden Tag von 9:15Uhr bis 16Uhr Vorkurs zu haben ist zwar nicht ganz so toll, gerade da ich befürchte bald wieder alles vergessen zu haben, aber immerhin weiß ich dann wo ich noch einmal nachsehen muss um es zu wiederholen.
Der Aachener an sich ist nicht so offen wie die Typen im tiefsten Ruhrgebiet, aber es ist auch mal ganz nett sich nicht an jeder Haltestelle unterhalten zu müssen. Ansonsten komme ich hier gut zurecht, heute Abend war ich beispielsweise mit ein paar Leuten bei Lennart zum Abendessen, gestern mit dem Vorkurs samt Tutor einen kippen, den Abend davor ein paar Cocktails trinken und den Abend davor bei Lennart zum Breaking Bad schauen. Für eine erste Woche finde ich das gar nicht mal so schlecht. Aachen an sich ist zurzeit ziemlich verregnet, aber es macht hier richtig Spaß Fahrrad zu fahren, die Stadt ist überschaubar aber nicht zu klein und alles in allem geht es mir hier richtig gut.
Auch dieses Tag für Tag mit anderen Menschen zusammen zu treffen die alle einen ähnlichen Hintergrund und das selbe Ziel haben ist wieder einmal toll. Wie in der Schule nur internationaler; So telefonierte heute in der Mensa hinter mir jemand plötzlich in irgendeiner Asiatischen Sprache, im Vorkurs kommen immer wieder Sätze wie: "In Frankreich haben wir das immer so gemacht" oder "Bei uns in Luxemburg ging das aber so…"
Aber selbst jetzt, nach nur einer Woche muss ich sagen: Unsere Schulzeit war super. Wenn ich mich hier umhöre wie andere Menschen ihre Zeit um die Oberstufe herum verbracht haben bin ich schon echt froh auch mal in der Schulzeit oder in der Schule ein Bierchen getrunken zu haben und die ganze Zeit einfach genossen zu haben. Wenn andere Menschen ihre Highlights der Schullaufbahn erzählen wird mir immer wieder klar wie gut ich es doch hatte. Auch wenn das wahrscheinlich alles eine Frage des Charakters ist.
So oder so bin ich jetzt immatrikulierter Student in Aachen, fahre täglich viel Fahrrad und freu mich auf das was da kommt, auch wenn es schon ziemlich blöd ist Anna zuhause lassen zu müssen.
Ahnt einfach mal was da noch alles geiles kommt, ich feier die Zukunft hier einfach gerade richtig!
So, dann mal ganz dem Studiengang angepasst:
Mit freundlichem Glückauf
- Miro
Da ich das ganze hier bei meinen letzten Beiträgen genutzt habe um mich ein wenig abzuregen, werde ich hier nun mal versuchen einen Überblick zu geben wie es mir gerade wo geht.
Von Anfang Juli bis Ende August habe ich in Dortmund bei Deilmann Haniel Shaft Sinking gearbeitet, einem Schachtbauunternehmen. Die machen so ganz tiefe, ganz große Löcher in den Boden. Während dieser Zeit ist mir glücklicherweise klar geworden, dass meine bisherige Studienplanung leider nicht so ganz der Burner war und ich daran nur aufgrund der geplanten WG mit Steffen festgehalten habe. Dank dieser Erkenntnis habe ich dann alles über den Haufen geworfen und angefangen mir Gedanken über mein weiteres Leben zu machen. Dabei habe ich gemerkt das mir der Job den ich in den Ferien machen durfte super gefällt und als meine Familie dann für zwei Wochen im Urlaub war habe ich mich dann auch gleich in Aachen für den Studiengang Rohstoffingenieurwesen eingeschrieben und mir einen Platz in einer kleinen Mädchen-WG gesucht. Rohstoffingenieurwesen ist letzten Endes nichts großartig anderes als das was mal ein Bergbaustudium war. Ich hätte das ganze noch in Clausthal oder Freiberg machen können, Aachen erschien mir hierbei aber als die bessere Wahl und das ich an einer Uni mit einem Frauenanteil von unter 50% auch noch in einer Mädchen WG lande ist natürlich super.
Zur Feier des ganzen bin ich dann im August mit Steffen, Mock und Flobart für ein paar Tage in Holland gewesen. Ein Wochenende voll mit Regen, Tiny Wings, der Gracht und das Spiel des Lebens haben wieder einmal mehr gezeigt das Zeit in Holland auch verregnet immer gut ist.
Nun sitze ich hier jedoch in Aachen. Umgezogen bin ich Anfang dieser Woche, habe zum Abschluss am Wochenende noch einmal ein paar Bierchen auf dem Stadtfest gezischt, am Samstag mit Anna in Ruhe Abends Pizza gegessen und bin dann am Sonntag mit Lennart nach Aachen aufgebrochen. Dieser hatte natürlich wieder einmal mehr Dinge dabei als ich und dies obwohl er schon ein paar Wochen hier lebt und schon die ein oder andere Fahrt gemacht hat. So ein "Umzug" in ein Zimmer zur Untermiete ist schon echt praktisch. Außer einer Reisetasche und einer kleinen Box hatte ich nur noch Bettwäsche, eine Kiste Astra und eine Kiste Mate dabei. Völlig unverständlich für Lennart habe ich sogar meinen Fernseher zuhause gelassen, einen "Fehler" den ich vielleicht am nächsten Wochenende korrigieren werde.
Heute ist aber erstmal meine erste Woche in Aachen so gut wie rum, zur ersten Vorlesung bin ich zu spät gewesen, eine habe ich verpennt, aber im großen und ganzen klappt das hier mit dem Vorkurs ganz gut. Jeden Tag von 9:15Uhr bis 16Uhr Vorkurs zu haben ist zwar nicht ganz so toll, gerade da ich befürchte bald wieder alles vergessen zu haben, aber immerhin weiß ich dann wo ich noch einmal nachsehen muss um es zu wiederholen.
Der Aachener an sich ist nicht so offen wie die Typen im tiefsten Ruhrgebiet, aber es ist auch mal ganz nett sich nicht an jeder Haltestelle unterhalten zu müssen. Ansonsten komme ich hier gut zurecht, heute Abend war ich beispielsweise mit ein paar Leuten bei Lennart zum Abendessen, gestern mit dem Vorkurs samt Tutor einen kippen, den Abend davor ein paar Cocktails trinken und den Abend davor bei Lennart zum Breaking Bad schauen. Für eine erste Woche finde ich das gar nicht mal so schlecht. Aachen an sich ist zurzeit ziemlich verregnet, aber es macht hier richtig Spaß Fahrrad zu fahren, die Stadt ist überschaubar aber nicht zu klein und alles in allem geht es mir hier richtig gut.
Auch dieses Tag für Tag mit anderen Menschen zusammen zu treffen die alle einen ähnlichen Hintergrund und das selbe Ziel haben ist wieder einmal toll. Wie in der Schule nur internationaler; So telefonierte heute in der Mensa hinter mir jemand plötzlich in irgendeiner Asiatischen Sprache, im Vorkurs kommen immer wieder Sätze wie: "In Frankreich haben wir das immer so gemacht" oder "Bei uns in Luxemburg ging das aber so…"
Aber selbst jetzt, nach nur einer Woche muss ich sagen: Unsere Schulzeit war super. Wenn ich mich hier umhöre wie andere Menschen ihre Zeit um die Oberstufe herum verbracht haben bin ich schon echt froh auch mal in der Schulzeit oder in der Schule ein Bierchen getrunken zu haben und die ganze Zeit einfach genossen zu haben. Wenn andere Menschen ihre Highlights der Schullaufbahn erzählen wird mir immer wieder klar wie gut ich es doch hatte. Auch wenn das wahrscheinlich alles eine Frage des Charakters ist.
So oder so bin ich jetzt immatrikulierter Student in Aachen, fahre täglich viel Fahrrad und freu mich auf das was da kommt, auch wenn es schon ziemlich blöd ist Anna zuhause lassen zu müssen.
Ahnt einfach mal was da noch alles geiles kommt, ich feier die Zukunft hier einfach gerade richtig!
So, dann mal ganz dem Studiengang angepasst:
Mit freundlichem Glückauf
- Miro
Von kahlen Wänden und vollen Kisten
Tags: Umzug, Umzug, Heidelberg, Selbstständigkeit, Zukunft, Baggage, Hach
So sieht's jetzt nämlich bei mir aus. Nur noch ein paar vereinzelte Fetzen Fotopapier an der Wand, der Schreibtisch leer, die Schubladen leer, die Reihe aus Büchern durch Leerstellen unterbrochen… und auf dem Boden stehen Kisten mit Sachen die sich in den vergangenen 19 und ein bisschen Jahren angesammelt haben; mehr, als ich dachte!
Andauernd muss ich mir die Frage stellen "Mitnehmen oder nicht?" und andauernd merke ich, dass ich 'ne ganze Menge gerne bei mir haben will.
Da sind Lieblingsbücher, Kameras, Elektrokram, Schreibsachen. Da ist aber auch eine große Kiste Erinnerungsstücke und Fotos. (Wenn man kilogrammweise Abzüge mit sich rumschleppen muss, fällt einem noch ein Grund mehr ein, digitale Fotos zu machen^^ Aber gerade die DSLR bleibt zu Hause! :D)
Dabei hatte ich mir doch sogar vorgenommen, so wenig wie möglich mitzunehmen, damit ich mir nicht immer gleich 'n größeren Wagen besorgen muss, wenn ich mal umziehe. Und vielleicht, um Platz für Neues zu haben.
Gut, der Großteil bleibt eigentlich hier, aber es ist nicht so, dass ich mit Kleidung, Stift und Computer umziehe. Aber da das ja auch nicht mein Ziel war und ich sicher bin, dass ich für neue, wichtige Sachen immer Platz finden werde, ist das schon okay :P
Morgen früh lade ich das ganze Zeug ins Auto, hole Kudusch ab und dann geht's ab nach Heidelberg. Am Dienstag kommt dann noch das Fahrrad rüber und dann bleib' ich da und freue mich auf's Einleben in Heidelberg =)
Andauernd muss ich mir die Frage stellen "Mitnehmen oder nicht?" und andauernd merke ich, dass ich 'ne ganze Menge gerne bei mir haben will.
Da sind Lieblingsbücher, Kameras, Elektrokram, Schreibsachen. Da ist aber auch eine große Kiste Erinnerungsstücke und Fotos. (Wenn man kilogrammweise Abzüge mit sich rumschleppen muss, fällt einem noch ein Grund mehr ein, digitale Fotos zu machen^^ Aber gerade die DSLR bleibt zu Hause! :D)
Dabei hatte ich mir doch sogar vorgenommen, so wenig wie möglich mitzunehmen, damit ich mir nicht immer gleich 'n größeren Wagen besorgen muss, wenn ich mal umziehe. Und vielleicht, um Platz für Neues zu haben.
Gut, der Großteil bleibt eigentlich hier, aber es ist nicht so, dass ich mit Kleidung, Stift und Computer umziehe. Aber da das ja auch nicht mein Ziel war und ich sicher bin, dass ich für neue, wichtige Sachen immer Platz finden werde, ist das schon okay :P
Morgen früh lade ich das ganze Zeug ins Auto, hole Kudusch ab und dann geht's ab nach Heidelberg. Am Dienstag kommt dann noch das Fahrrad rüber und dann bleib' ich da und freue mich auf's Einleben in Heidelberg =)
noelschelter
Noël Schelter
Netter Abend mit dem Vorkurs + Laura und Alena geht zu Ende. Erfolgreich Locations getestet. Und morgen ist pünktlich Vorkurs, yay! :)
Von Prügelknaben und innerem Frieden
Tags: Aachen, Sport, Zukunft
Gestern Abend war ich ja mal wieder in Sachen engagierter Lebensstil unterwegs und hatte mein erstes Probetraining Krav Maga. Das ist die Boxerei des israelischen Militärs, angepasst an zivile Situationen, son Selbstverteidigungszeugs, wo man lernt, wohin man klatschen muss, damit es besonders weh tut. Das bot sich quasi an, um mein regelmäßiger Sport zu werden, da ich nicht zu festen Terminen kommen muss, kein Team von mir abhängig ist, es keine Turniere gibt und ich sogar evtl. noch in der Realität was damit anfangen kann.
Der Ossi a.k.a. Sevis Cousin a.k.a. @thecake war auch dabei, weil er noch keine Wohnung hat und bis Mittwoch bei mir wohnt. Das Ganze fand statt in einem alten Industriegebiet voller stylischer Backsteingebäude mit kaputten Fenstern und wir hatten durchaus Mühe, zwischen den ganzen Fabrikhallen den sehr unscheinbaren Eingang zu finden. Aber immerhin roch es extrem nach Früchtetee, weil direkt nebenan ein Zentiswerk ist.
Jetzt aber zum Krav Maga. Es gefiel mir wirklich gut! Oft klingt es schlimmer als es ist. "The ultimate no-rule-self-defense-technique" ist z.B. eine beliebte Beschreibung. Und, dass es vom israelischen Militär stammt klingt auch imposant. Aber eigentlich ist es ja keine normale Kampfsportart, sondern eben pragmatische, moderne Selbstverteidigung im weitesten Sinne. Und das merkt man schon an den Voraussetzungen und den Leuten, die da waren. Man kann nämlich erst teilnehmen, wenn man ein zweitägiges Basic Seminar mit Deeskalationstrainings und psychologischen Kursen etc. besucht hat. Außerdem muss man ein sauberes Strafregister haben und volljährig sein. Gute Sache! Vorallem aber muss man nicht sein inneres Ich finden oder zu Weihrauch meditieren. Es ging einfach direkt los, aber dazu später mehr.
Was ich noch extrem angenehm fand, waren die Leute da. Die waren nämlich genau so drauf, wie ich mir das gewünscht hatte. Also eine bunte Gruppe, Männlein und Weiblein, Dickies und Hungerhaken, Alte und Junge. Aber alle waren extrem freundlich, hilfsbereit und offen. Super gut!
Und Krav Maga hat mich auch direkt überzeugt. Wir waren etwas zu spät, deshalb hatten wir das Aufwärmen verpasst, aber es wurde sich noch anständig und ausgiebig gedehnt, dann Mundschutz rein und ab ging die Post. Outside Defense war dran. (Googelt das, wenn ihr wollt.) Direkt Training mit Partner und Übungen mit geschlossenen Augen und dann entsprechend spontaner Anwendung, wenn einer der Angreifer einen geklatscht hat. Außerdem kam später noch ein Chokerelease, sprich Befreiung aus einem Würgegriff von hinten. Eindrucksvoll wurde von dem Trainer an einem der älteren Teilnehmer demonstriert, dass man bereits nach vier Sekunden ohnmächtig werden kann und auf keinen Fall mehr als sechs Sekunden durchhält. Schön die Technik erklärt (inkl. Finger in die Augen stechen :D ) und dann direkt ran an den Speck. Wieder langsam mit Partnern und dann später wieder mit Allen. Das war nett, da musste man die Augen schließen und sich im Raum verteilen. Einige Leute wurden als Angreifer ausgewählt, die haben dann randomly People von hinten gewürgt und diese mussten sich dann überrascht und spontan befreien, kontern und sich zurückziehen.
Denn angenehmerweise zielt Krav Maga immer auf so wenig physische Auseinandersetzung wie möglich aus, man soll sich also gerade soweit wehren, bis man abhauen kann. Sehr sympathisch.
Gut, @thecake hatte noch etwas Probleme mit dem Knie, weil er gerade erst einen Irgendwas-Bandriss hinter sich hat, der sich noch mal zurück gemeldet hat, aber nichts Dramatisches. Schön war aber auch der Rückweg, weil man nach diesem durchaus Körperkontakt intensiven Training, welches Einiges an Aggression zur korrekten Durchführung verlangt hat einfach extrem ruhig und ausgeglichen war. Man hat den inneren Frieden praktisch ganz nebenbei erreicht.
Also wenn ihr mich sucht, ab nächste Woche bin ich regelmäßig beim Krav Maga Training zu finden. :)
Der Ossi a.k.a. Sevis Cousin a.k.a. @thecake war auch dabei, weil er noch keine Wohnung hat und bis Mittwoch bei mir wohnt. Das Ganze fand statt in einem alten Industriegebiet voller stylischer Backsteingebäude mit kaputten Fenstern und wir hatten durchaus Mühe, zwischen den ganzen Fabrikhallen den sehr unscheinbaren Eingang zu finden. Aber immerhin roch es extrem nach Früchtetee, weil direkt nebenan ein Zentiswerk ist.
Jetzt aber zum Krav Maga. Es gefiel mir wirklich gut! Oft klingt es schlimmer als es ist. "The ultimate no-rule-self-defense-technique" ist z.B. eine beliebte Beschreibung. Und, dass es vom israelischen Militär stammt klingt auch imposant. Aber eigentlich ist es ja keine normale Kampfsportart, sondern eben pragmatische, moderne Selbstverteidigung im weitesten Sinne. Und das merkt man schon an den Voraussetzungen und den Leuten, die da waren. Man kann nämlich erst teilnehmen, wenn man ein zweitägiges Basic Seminar mit Deeskalationstrainings und psychologischen Kursen etc. besucht hat. Außerdem muss man ein sauberes Strafregister haben und volljährig sein. Gute Sache! Vorallem aber muss man nicht sein inneres Ich finden oder zu Weihrauch meditieren. Es ging einfach direkt los, aber dazu später mehr.
Was ich noch extrem angenehm fand, waren die Leute da. Die waren nämlich genau so drauf, wie ich mir das gewünscht hatte. Also eine bunte Gruppe, Männlein und Weiblein, Dickies und Hungerhaken, Alte und Junge. Aber alle waren extrem freundlich, hilfsbereit und offen. Super gut!
Und Krav Maga hat mich auch direkt überzeugt. Wir waren etwas zu spät, deshalb hatten wir das Aufwärmen verpasst, aber es wurde sich noch anständig und ausgiebig gedehnt, dann Mundschutz rein und ab ging die Post. Outside Defense war dran. (Googelt das, wenn ihr wollt.) Direkt Training mit Partner und Übungen mit geschlossenen Augen und dann entsprechend spontaner Anwendung, wenn einer der Angreifer einen geklatscht hat. Außerdem kam später noch ein Chokerelease, sprich Befreiung aus einem Würgegriff von hinten. Eindrucksvoll wurde von dem Trainer an einem der älteren Teilnehmer demonstriert, dass man bereits nach vier Sekunden ohnmächtig werden kann und auf keinen Fall mehr als sechs Sekunden durchhält. Schön die Technik erklärt (inkl. Finger in die Augen stechen :D ) und dann direkt ran an den Speck. Wieder langsam mit Partnern und dann später wieder mit Allen. Das war nett, da musste man die Augen schließen und sich im Raum verteilen. Einige Leute wurden als Angreifer ausgewählt, die haben dann randomly People von hinten gewürgt und diese mussten sich dann überrascht und spontan befreien, kontern und sich zurückziehen.
Denn angenehmerweise zielt Krav Maga immer auf so wenig physische Auseinandersetzung wie möglich aus, man soll sich also gerade soweit wehren, bis man abhauen kann. Sehr sympathisch.
Gut, @thecake hatte noch etwas Probleme mit dem Knie, weil er gerade erst einen Irgendwas-Bandriss hinter sich hat, der sich noch mal zurück gemeldet hat, aber nichts Dramatisches. Schön war aber auch der Rückweg, weil man nach diesem durchaus Körperkontakt intensiven Training, welches Einiges an Aggression zur korrekten Durchführung verlangt hat einfach extrem ruhig und ausgeglichen war. Man hat den inneren Frieden praktisch ganz nebenbei erreicht.
Also wenn ihr mich sucht, ab nächste Woche bin ich regelmäßig beim Krav Maga Training zu finden. :)
noelschelter
Noël Schelter
Wäsche trocknen mit belegtem Ständer und bügeln ohne Bügeleisen wird auch noch ein Spaß. Verdammte Selbstständigkeit. http://t.co/WWY1FqT
The sun took the beauty away
Tags: Aachen
Englische Titel klingen einfach geiler, oder?
Aber zum Thema. Heute war ich wieder in Aachen, diesmal mit meiner Mutter und einer Kombiladung Klamotten, sozusagen meinen offiziellen Umzug erledigen. Also zur Wohnung, kurz alles gezeigt, Muttern war begeistert. Dann Sachen ausgepackt, notdürftig verstaut, Vertrag unterzeichnet, Schlüssel übergeben und ab in die Innenstadt. Schließlich will meine Mutter ja wissen, wo ich so gelandet bin.
Nach meinen mehrmaligen Besuchen in Aachen hatte ich den Eindruck einer ganz netten, recht dichten Stadt mit einer ganz netten Altstadt. Allerdings habe ich die Stadt bis jetzt entweder in anhaltendem Nieselregen und grauem, tristem Wetter gesehen. Heute war es hingegen sonnig. Und was soll ich sagen, Aachen hat sich buchstäblich in einem ganz anderen Licht präsentiert.
Aachen ist wirklich eine schöne Stadt! Voller uriger Ecken, zurückgelegener Plätze mit netten Cafés und Restaurants und einer wirklich netten Innenstadt. Es gibt nämlich nicht eine große, überrannte Einkaufsmeile, sondern viel mehr eine Unzahl von kleinen Gassen und Nebenstraßen, die jede Menge kleiner und alter Geschäfte beherbergen. Und jedes dieser Geschäfte hat seinen eigenen kleinen Sektor von Waren, es gibt eigentlich kaum große Kaufhäuser oder Ketten.
Der Hauptunterschied zu meinen vorherigen Ausflügen war aber, dass die Sonne schien. Und die pure Freude, die in Sonnenlicht steckt, hat auch meine Sicht auf Aachen verändert, sodass ich mich mittlerweile wirklich auf das Studium und die Zeit in Aachen freue. Einfach weil ein bisschen Vitamin D vom Himmel kam.
Man muss aber auch mal die Kehrseite der Medaille betrachten. Schließlich klaut die Sonne die Schönheit, immer und immer wieder. Ohne direktes Sonnenlicht sieht alles nur halb so schön aus, wenn überhaupt. Aber das macht sonnige Tage auch wiederum zu etwas Besonderem, auch nett.
Zum krönenden Abschluss habe ich dann noch meine Mutter auf eine Tasse heiße Schokolade eingeladen, sozusagen als symbolischen Akt der Selbstständigkeit. Schließlich bin ich jetzt in Aachen sozusagen der Gastgeber und sie der Gast, da musste das schon sein.
Und morgen geht's in aller Herrgottsfrühe (also 7:00 Uhr, ist schon ok) nach Frankreich. Die Route kennt bestimmt einer meiner Wegbegleiter, ich kenne sie
nicht. :D
Aber zum Thema. Heute war ich wieder in Aachen, diesmal mit meiner Mutter und einer Kombiladung Klamotten, sozusagen meinen offiziellen Umzug erledigen. Also zur Wohnung, kurz alles gezeigt, Muttern war begeistert. Dann Sachen ausgepackt, notdürftig verstaut, Vertrag unterzeichnet, Schlüssel übergeben und ab in die Innenstadt. Schließlich will meine Mutter ja wissen, wo ich so gelandet bin.
Nach meinen mehrmaligen Besuchen in Aachen hatte ich den Eindruck einer ganz netten, recht dichten Stadt mit einer ganz netten Altstadt. Allerdings habe ich die Stadt bis jetzt entweder in anhaltendem Nieselregen und grauem, tristem Wetter gesehen. Heute war es hingegen sonnig. Und was soll ich sagen, Aachen hat sich buchstäblich in einem ganz anderen Licht präsentiert.
Aachen ist wirklich eine schöne Stadt! Voller uriger Ecken, zurückgelegener Plätze mit netten Cafés und Restaurants und einer wirklich netten Innenstadt. Es gibt nämlich nicht eine große, überrannte Einkaufsmeile, sondern viel mehr eine Unzahl von kleinen Gassen und Nebenstraßen, die jede Menge kleiner und alter Geschäfte beherbergen. Und jedes dieser Geschäfte hat seinen eigenen kleinen Sektor von Waren, es gibt eigentlich kaum große Kaufhäuser oder Ketten.
Der Hauptunterschied zu meinen vorherigen Ausflügen war aber, dass die Sonne schien. Und die pure Freude, die in Sonnenlicht steckt, hat auch meine Sicht auf Aachen verändert, sodass ich mich mittlerweile wirklich auf das Studium und die Zeit in Aachen freue. Einfach weil ein bisschen Vitamin D vom Himmel kam.
Man muss aber auch mal die Kehrseite der Medaille betrachten. Schließlich klaut die Sonne die Schönheit, immer und immer wieder. Ohne direktes Sonnenlicht sieht alles nur halb so schön aus, wenn überhaupt. Aber das macht sonnige Tage auch wiederum zu etwas Besonderem, auch nett.
Zum krönenden Abschluss habe ich dann noch meine Mutter auf eine Tasse heiße Schokolade eingeladen, sozusagen als symbolischen Akt der Selbstständigkeit. Schließlich bin ich jetzt in Aachen sozusagen der Gastgeber und sie der Gast, da musste das schon sein.
Und morgen geht's in aller Herrgottsfrühe (also 7:00 Uhr, ist schon ok) nach Frankreich. Die Route kennt bestimmt einer meiner Wegbegleiter, ich kenne sie
nicht. :D
Öko WGs und die Strickskala
Tags: Wohnungssuche, Aachen, WG-Leben
Heute war auch ich mal wieder unterwegs auf der Suche nach einer Herberge für die ersten Monate meines Studiums. Zu dem "mal wieder" sei gesagt, dass ich nach einigen verzweifelten Stunden Internetrecherche recht maue Ergebnisse hatte, was freie und bezahlbare Wohnungen angeht. Dennoch habe ich mir ein paar Wohnungen angeguckt, aber das war alles nichts.
Da wohnt man zwar gegenüber vom Stadtpark, dafür aber im Erdgeschoss eines Altbaus, auf 19qm inkl. Badezimmer, alles braun gefliest mit Küchenzeile ohne Kühlschrank und mit zwei Kochplatten. Seriously?
Naja, bevor ich mich nach zwei Tagen in dieser dunklen Bude erhängt hätte oder Schlimmeres habe ich mich irgendwann dagegen entschieden, mir direkt eine eigene Wohnung zu mieten. Dafür habe ich die Strickskala für Drecksbuden entwickelt. Sie beurteilt das Wohngefühl einer Wohnung nach Tagen, die es dauert, bis man sich nur noch erhängen will. Elegant, nicht?
Na gut, keine Wohnung. Also habe ich nach WGs gesucht. Und durchaus mit dem Hintergedanken Werbung zu machen, möchte ich euch allen die Seite wg-gesucht.de empfehlen. Jede Menge Angebote und eine ganz ordentliche Struktur, kann man schön mit suchen.
Aber eigentlich wollte ich von heute erzählen. Heute war ich nämlich wie gesagt erneut in Aachen um ein paar WGs zu besichtigen, die ich mir im Internet rausgesucht hatte. Also habe ich mir einige Google Maps Ausdrucke gemacht, ein paar Nummern aufgeschrieben und bin mit meinem Bruder und einem Funken Hoffnung nach Aachen gefahren. 2 1/2 Stunden Zugfahrt ziehen sich schon ziemlich. Zum Glück hatte ich mein MacBook und jede Menge "How I met your mother" dabei, das machte es erträglich.
Und was soll ich sagen, die erste WG war direkt ein Volltreffer. Liegt in einer Gegend, vor der mich alle gewarnt haben. Ich sagte: "Wo wohnt man denn so in Aachen?" Und alle Studenten sagten: "Nicht im Adalbertsteinweg, sonst ist eigentlich egal wo...". Und richtig, die Wohnung liegt direkt am Adalbertsteinweg. Aber so einfach kommt die nicht davon, also rein, angeguckt und freudig überrascht von den inneren Qualitäten das Gespräch mit den netten, potentiellen Mitbewohnern aufgenommen. Beides Maschinenbauer, um die 22 Jahre alt, verkatert.
Beide tragen lockere Trainingsshorts und etwas ältere T-Shirts. So Katerkleidung halt. Kurze Hausführung und dann ins Wohnzimmer gesetzt. Sie fahren viel Fahrrad, gehen das Studium gelassen an und haben einen Putzplan. Dafür war die Wohnung auch wirklich angenehm und beinahe auffallend aufgeräumt und sauber. Hat mich durchaus positiv überrascht. Dann wurde noch kurz der erste Eindruck abgeglichen, positiv auf beiden Seiten, und ab dafür zur nächsten Wohnung.
Meine Begleitung, namentlich mein Bruder Gerrit, hat sich das Ganze auch angeguckt, und während ich damit beschäftigt war, die Jungs davon zu überzeugen, dass ich gerne koche und das WG Leben liebe, sind ihm auch einige Sachen aufgefallen, die ich übersehen hatte. So eine Begleitung ist bei der Wohnungsbesichtigungstour eine große Hilfe.
Wo war ich? Nächste Wohnung. Das war ganz großer Quatsch. Der einzige Mitbewohner ist 29 und berufstätig, fast nie Zuhause und unordentlich bis zum geht nicht mehr. Wirklich keine schöne Wohnung. Ich glaube, da hätte ich den Strick schon am ersten Tag rausgeholt. Also weiter.
Die dritte Adresse war diesmal keine WG, sondern eine Wohnung, für die ich bei meinem letzten Ausflug nach Aachen leider keinen Termin mehr bekommen hatte. Also schnell angerufen und ganz spontan doch noch angeguckt. War aber auch viel zu klein. Und dann auch noch bescheuert aufgeteilt. Da hätte ich nicht mal ein Sofa hinstellen können, geschweige denn anständige Parties feiern. Nene, also weiter.
Nach drei Stunden Wartezeit hatte ich dann die nächste Besichtigung. An der Ringstraße gelegen, gegenüber vom Audimax. Klingt jetzt wie so ein Werbespruch, aber die Wohnung war wirklich neben dem Audimax. Man konnte es aus dem Fenster sehen und brauchte nur über die Straße gehen. Sehr edel. Gute Lage, also rein.
Durchaus auch eine Erfahrung wert die Wohnung. Es gibt einen engen Flur mit einem Tisch und jeder Menge Random Kram drin. Von diesem Flur gehen die sechs Einzelzimmer ab. Mehr Räume gibt es nicht.
Also kein Wohnzimmer, keine Abstellkammer und vor allem auch keine Küche. Die Badezimmer sind auf jedem Zimmer separat, genau wie die Küchenzeilen. Soweit so gut, ist halt eine offene-Türen-WG, wo jeder mal bei jedem vorbeischaut. Eigentlich eine nette Idee, wenn denn die Leute stimmen. Und da ist nämlich der Haken. Die waren zwar nett, aber schon eher so die Öko-Netten. Nichts gegen Ökos, im Gegenteil, aber Ökos sind einfach ein bestimmter Typ Mensch. Solche Menschen waren das. Und das ist mir zu brav, das war also auch nichts, trotz der schönen Lage.
Und was am Abend bleibt ist die Nummer der Maschinenbauer. Also angerufen und zugesagt, Vertrag kommt am Wochenende. Gute Sache.
Jetzt habe ich ein wirklich schönes Zimmer in einer großen WG mit netten Leuten in einer situationsabhängig zu bewertenden Lage zu einem fairen Preis. Montag kann ich einziehen. Schönes Ergebnis für den Tag.
Auf die WG und auch auf meine Mitbewohner werde ich in meinem Umzugsbericht noch etwas genauer eingehen, aber für heute soll das erst einmal reichen.
Gute Nacht.
Da wohnt man zwar gegenüber vom Stadtpark, dafür aber im Erdgeschoss eines Altbaus, auf 19qm inkl. Badezimmer, alles braun gefliest mit Küchenzeile ohne Kühlschrank und mit zwei Kochplatten. Seriously?
Naja, bevor ich mich nach zwei Tagen in dieser dunklen Bude erhängt hätte oder Schlimmeres habe ich mich irgendwann dagegen entschieden, mir direkt eine eigene Wohnung zu mieten. Dafür habe ich die Strickskala für Drecksbuden entwickelt. Sie beurteilt das Wohngefühl einer Wohnung nach Tagen, die es dauert, bis man sich nur noch erhängen will. Elegant, nicht?
Na gut, keine Wohnung. Also habe ich nach WGs gesucht. Und durchaus mit dem Hintergedanken Werbung zu machen, möchte ich euch allen die Seite wg-gesucht.de empfehlen. Jede Menge Angebote und eine ganz ordentliche Struktur, kann man schön mit suchen.
Aber eigentlich wollte ich von heute erzählen. Heute war ich nämlich wie gesagt erneut in Aachen um ein paar WGs zu besichtigen, die ich mir im Internet rausgesucht hatte. Also habe ich mir einige Google Maps Ausdrucke gemacht, ein paar Nummern aufgeschrieben und bin mit meinem Bruder und einem Funken Hoffnung nach Aachen gefahren. 2 1/2 Stunden Zugfahrt ziehen sich schon ziemlich. Zum Glück hatte ich mein MacBook und jede Menge "How I met your mother" dabei, das machte es erträglich.
Und was soll ich sagen, die erste WG war direkt ein Volltreffer. Liegt in einer Gegend, vor der mich alle gewarnt haben. Ich sagte: "Wo wohnt man denn so in Aachen?" Und alle Studenten sagten: "Nicht im Adalbertsteinweg, sonst ist eigentlich egal wo...". Und richtig, die Wohnung liegt direkt am Adalbertsteinweg. Aber so einfach kommt die nicht davon, also rein, angeguckt und freudig überrascht von den inneren Qualitäten das Gespräch mit den netten, potentiellen Mitbewohnern aufgenommen. Beides Maschinenbauer, um die 22 Jahre alt, verkatert.
Beide tragen lockere Trainingsshorts und etwas ältere T-Shirts. So Katerkleidung halt. Kurze Hausführung und dann ins Wohnzimmer gesetzt. Sie fahren viel Fahrrad, gehen das Studium gelassen an und haben einen Putzplan. Dafür war die Wohnung auch wirklich angenehm und beinahe auffallend aufgeräumt und sauber. Hat mich durchaus positiv überrascht. Dann wurde noch kurz der erste Eindruck abgeglichen, positiv auf beiden Seiten, und ab dafür zur nächsten Wohnung.
Meine Begleitung, namentlich mein Bruder Gerrit, hat sich das Ganze auch angeguckt, und während ich damit beschäftigt war, die Jungs davon zu überzeugen, dass ich gerne koche und das WG Leben liebe, sind ihm auch einige Sachen aufgefallen, die ich übersehen hatte. So eine Begleitung ist bei der Wohnungsbesichtigungstour eine große Hilfe.
Wo war ich? Nächste Wohnung. Das war ganz großer Quatsch. Der einzige Mitbewohner ist 29 und berufstätig, fast nie Zuhause und unordentlich bis zum geht nicht mehr. Wirklich keine schöne Wohnung. Ich glaube, da hätte ich den Strick schon am ersten Tag rausgeholt. Also weiter.
Die dritte Adresse war diesmal keine WG, sondern eine Wohnung, für die ich bei meinem letzten Ausflug nach Aachen leider keinen Termin mehr bekommen hatte. Also schnell angerufen und ganz spontan doch noch angeguckt. War aber auch viel zu klein. Und dann auch noch bescheuert aufgeteilt. Da hätte ich nicht mal ein Sofa hinstellen können, geschweige denn anständige Parties feiern. Nene, also weiter.
Nach drei Stunden Wartezeit hatte ich dann die nächste Besichtigung. An der Ringstraße gelegen, gegenüber vom Audimax. Klingt jetzt wie so ein Werbespruch, aber die Wohnung war wirklich neben dem Audimax. Man konnte es aus dem Fenster sehen und brauchte nur über die Straße gehen. Sehr edel. Gute Lage, also rein.
Durchaus auch eine Erfahrung wert die Wohnung. Es gibt einen engen Flur mit einem Tisch und jeder Menge Random Kram drin. Von diesem Flur gehen die sechs Einzelzimmer ab. Mehr Räume gibt es nicht.
Also kein Wohnzimmer, keine Abstellkammer und vor allem auch keine Küche. Die Badezimmer sind auf jedem Zimmer separat, genau wie die Küchenzeilen. Soweit so gut, ist halt eine offene-Türen-WG, wo jeder mal bei jedem vorbeischaut. Eigentlich eine nette Idee, wenn denn die Leute stimmen. Und da ist nämlich der Haken. Die waren zwar nett, aber schon eher so die Öko-Netten. Nichts gegen Ökos, im Gegenteil, aber Ökos sind einfach ein bestimmter Typ Mensch. Solche Menschen waren das. Und das ist mir zu brav, das war also auch nichts, trotz der schönen Lage.
Und was am Abend bleibt ist die Nummer der Maschinenbauer. Also angerufen und zugesagt, Vertrag kommt am Wochenende. Gute Sache.
Jetzt habe ich ein wirklich schönes Zimmer in einer großen WG mit netten Leuten in einer situationsabhängig zu bewertenden Lage zu einem fairen Preis. Montag kann ich einziehen. Schönes Ergebnis für den Tag.
Auf die WG und auch auf meine Mitbewohner werde ich in meinem Umzugsbericht noch etwas genauer eingehen, aber für heute soll das erst einmal reichen.
Gute Nacht.














vor 2 Tagen