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Blogs mit dem Tag Umzug:

Look at what we've done - Part 1

Von Noël 26. Dezember 2011, 23.46 Uhr 2 Kommentare
Tags: Aachen, Zukunft, Wohnungssuche, WG-Leben, Loft, Spontanität, Überraschungen, Selbstständigkeit, Umzug, Studentenleben [Ausklappen]

Der Grundriss des Lofts vor unseren Veränderungen

Miro und Ich haben ja da diese Halle gemietet. Mittlerweile stapelt sich das Dokumentationsmaterial und außerdem wird es langsam Zeit, dass wir einmal darüber berichten. Der Ordnung halber fange ich aber trotzdem vorne an:

Ich habe hier in Aachen mit Krav Maga angefangen und die Trainingshalle ist im gleichen Gebäude wie unsere jetzige Wohnung. Als ich das erste Mal mit Michael beim Probetraining war fanden wir beide das Gebäude schon ziemlich cool.

Ende der Abbruchzeit und Anfang der konstruktiven Phase
Es handelt sich dabei um einen alten Industriekomplex, der früher von VW genutzt wurde, dann lange Zeit leer stand und jetzt langsam aber beständig wieder mit neuen Firmen und eben auch kleineren Ateliers für Künstler und Privatleute belebt wird. Der gesamte Komplex ist sicherlich mehrere km^2 groß und die Gebäude sind alle aus rotem Backstein gebaut, mit jeder Menge schicker Fenster, dreckiger Schornsteine und Schienen zwischen den Lagerhallen.
Kurzum gesagt so eine richtig schicke, alte Industrieecke, die so einen sehr angenehmen Charme hat, weil sie schon so heruntergekommen ist und gerade dadurch noch reizvoller wirkt.

Bei diesem ersten Probetraining dachten wir uns jedenfalls, wie geil es wäre, ein Loft in so einer alten Fabrikhalle zu haben und dass das doch eigentlich der Traum von jedem Studenten ist. (Genau wie mit einem alten VW Bulli in den Osten zu fahren, aber das kommt erst nächstes Jahr)
Wir haben den Trainer auch mal gefragt, aber der sagte uns was von unbezahlbaren Mietpreisen. Ich habe ein paar Tage später trotzdem mal die Verwaltung angerufen und von denen die Handynummer des Hausmeisters bekommen, den ich dann auch direkt angerufen habe. Hermann ist ein super Typ, mittlerweile sind wir ziemliche best buddys, weil er uns wirklich sehr viel hilft und wir ihm im Gegenzug auch immer mal wieder den ein oder anderen Gefallen tun, sei es, dass wir ihm was anpacken oder ihm Werkzeug leihen.
Jedenfalls hat er uns dann damals eingeladen vorbeizukommen, er könne uns einfach mal ein paar Räume zeigen. Und so haben wir uns drei Räume angeguckt die in nächster Zeit frei wurden. In einem davon sitze ich jetzt gerade.
Die ersten beiden Räume waren nicht so prickelnd, weil sie überhaupt nicht ausgebaut waren und auch eine für einen Umbau schlecht geeignete Form hatten und uns irgendwie nicht ansprachen. Aber der dritte Raum war voll eingerichtet, super stylisch und hat uns direkt umgehauen,
Die Balken haben wir mit zwei Kränen aus der Halle unter uns durch ein Loch hoch gezogen
weil wir uns das genau so vorgestellt hatten.
Und dann ging die Rechnerei los. Zuerst haben wir uns einen Grundriss besorgt und dann durchgeplant, wo man wie viele Zimmer einbaut, welche Seite, wie man das heizt, was die Risiken sind, und und und. Irgendwann haben wir uns dann zu dritt, (Miro, Michael und Ich) entschieden, die Sache zu wagen und das Ding einfach zu mieten. Das war Ende November. Der Plan war dann, das ab März umzubauen, wenn die Klausuren weg sind und bis dahin noch mal irgendwo anders zur Untermiete zu wohnen.
Das hat uns die Verwaltung aber kaputt gemacht, weil sie den Raum nicht so lange leer stehen haben wollte. Als sie dann sagten, der Raum könnte auch schon ab Dezember frei werden, kamen wir dann auf die glorreiche Idee, den Umbau, der vorher für ein Semester geplant war, in denen einen Monat vor der Klausurphase zu legen.
Deshalb müssen wir in drei Tagen fertig sein, damit wir ab dem 01.01.12 Vollzeit lernen können, wir haben nämlich wirklich eine Menge nach zu holen. Jedenfalls haben wir dann mal wieder alles umgeschmissen und den gesamten Umbauzeitplan in einen Monat gequetscht. Dann hatten wir natürlich noch das ein oder andere Gespräch mit der Verwaltung, bis wir den Vertrag endlich so zurecht gebogen hatten, wie wir ihn haben wollten. Da mussten wir uns Untermietrecht erkämpfen, unseren Druckluftanschluss wollte man uns auch klauen, aber dafür haben wir einen eigenen Fahrradparkplatz im Flur zugestanden bekommen.
Schließlich haben wir dann zugesagt.

Unser erstes Problem bestand darin, dass wir niemals gedacht hätten, Untermieter für eine Baustelle zu finden. Ich habe trotzdem eine Anzeige fürs Internet aufgesetzt und siehe da, wir hatten tatsächlich 11 Bewerber, die einen noch nicht existenten Raum in einer Baustelle für den vollen Mietpreis mieten wollten. Wir haben uns dann für Tobias und Dave entschieden, aber zu den beiden später mehr.

Am 01.12.11 ist Miro dann auch direkt umgezogen und hat mit dem Umbau angefangen. Wände rausreißen, wieder neu bauen, alle Kabel rausrupfen und komplett neu verlegen, Sonderwünsche in jedem Zimmer individuell berücksichtigen und dabei auf einer Matratze mitten im Raum schlafen und alle Klamotten unter Folien verstaut haben, weil einfach alles voll ist mit Staub. Da hat er sich aber tapfer geschlagen, der Miro. Nach ein paar Tagen sind dann auch Dave und Tobias eingezogen, ich kam erst am 15.12. dazu, weil ich an dem Tag noch eine Statistikklausur geschrieben habe und solange nichts mit dem Umbau zu tun hatte, sondern in meiner alten WG gelernt habe und nur hin und wieder mal zum Kochen oder Lebensmittel vorbeibringen ins Loft kam.
Den Ausbau seines Lofts selbst zu machen hat natürlich auch einige Vorteile. Zunächst konnten wir uns aussuchen, wie viele Räume wir haben wollten, wie groß sie sein sollten und wo sie hinkommen sollten. Außerdem kann man auch einfach mal einen Vorschlaghammer nehmen und die nächste Wand umwemsen, wenn sie einem nicht mehr passt, das hat auch eigentlich immer am meisten Spaß gemacht. Man kann sich alternativ auch an dem Hallenkran durchs Wohnzimmer schwingen oder irgendwelche Bildschirme in die Wände einbauen, so wie wir es auch noch sehr bald machen werden.

Alltag am Bau :D
In meinem Zimmer habe ich alle meine Kindheitsträume erfüllt. Ich habe Lichtschalter auf Hüfthöhe, d.h. ich brauche nie wieder meinen Arm zu heben, um das Licht einzuschalten. Ich habe Steckdosen da wo ich sie haben möchte, Lichtschalter am Bett und schaltbare Anschlüsse für indirekte LED Beleuchtung im Zimmer. Außerdem habe ich darauf geachtet, so wenige Gegenstände wie möglich auf den Boden zu stellen, sodass ich in Zukunft ganz problemlos durchwischen kann, ohne ständig um irgendwelche Füße herum wischen zu müssen.
Dave hat sich auch eine schicke Beleuchtung gegönnt und die Lichtschalter fast auf Schulterhöhe, das ist bei den bekloppten Iren wohl so üblich. Miro wollte sich einen Aufzug in die Abstellkammer bauen und wird wahrscheinlich seine eigene, ganz private Werkstatt in seinem Zimmer haben. Mal ganz davon zu schweigen, dass sein neues Zimmer vier mal so groß ist wie sein Altes.
Nur Tobias war vergleichsweise bescheiden, sein Zimmer ist noch am nächsten am Standart und hat sogar eine Heizung und ein Fenster zum öffnen, was auch nicht ganz normal ist im Loft.
Jedenfalls hatten wir großen Spaß beim Anpassen der Zimmer und werden ihn weiterhin haben, wenn wir erst mal mit Miros Zimmer anfangen und die Falltür in die Abstellkammer einbauen. :D

An den Wochenenden hatten wir ziemlich regelmäßig Besuch von vielen fleißigen Helfern, ohne die wir sicher nicht so weit gekommen wären, wie wir jetzt schon sind. Danke dafür und Küsschen an euch!

Und wenn man schon eine ganze Bude von Grund auf neu gestaltet, kommt man natürlich auch nicht drumherum, sich ein paar nette Gimmicks zu gönnen. So werden wir zum Beispiel eine Wand mit LED Kacheln im Wohnzimmer haben, eine offene Natursteindusche und eine Feuerwehrstange, um von der Terrasse ins Wohnzimmer rutschen zu können. Die Küche wird natürlich offen und eine Kochinsel muss dann selbstverständlich auch am Start sein.
Das wird auf jeden Fall weiterhin viel Arbeit aber das Ergebnis sollte planmäßig ziemlich abgedreht geil werden. Einige der oben genannten Dinge haben wir noch nicht, aber ich erzähle euch trotzdem davon, damit wir dann in Bringschuld sind um uns nicht zu blamieren und dann die Sachen auch ganz sicher einbauen werden.

Der aktuelle Stand der Umbauten

Ende April wird es eine offizielle und ziemlich dicke Einweihungsparty geben, zu der ihr natürlich alle herzlichst eingeladen seid!

Und ihr wisst ja, es bleibt - wie immer - spannend!




Der Sittich geht im Käfig ein.

Von Miro 24. November 2011, 13.19 Uhr 6 Kommentare
Tags: Aachen, Vorfreude, Umzug, Selbstständigkeit, Zukunft [Ausklappen]

Es ist mal wieder so weit.
Es wird so gut.
Es kann eigentlich nichts schief gehen.
Es wird so teuer!
Es wird so geil.
Es raubt mir den Schlaf.

It's fucking on.

Peace.
http://www.youtube.com/watch?v=4Hh7Gw4Wvm8

Eine Wohnung mit Namen

Von Yunus 18. September 2011, 21.38 Uhr 5 Kommentare
Tags: Juno, Umzug, Heidelberg [Ausklappen]

Es sind Dinge passiert. Und jetzt ist die Zeit darüber zu berichten:

Erinnert sich noch jemand an einen meiner ersten Einträge? Egal. Es war jedenfalls ein ziemlich verrückter Tag.
Aber ich hab da etwas verschwiegen: Ich bin an dem Tag noch zufällig, da ich mich verfahren hatte, an einer Wohnung vorbeigekommen, die ich eigentlich gerne direkt gehabt hätte, wo mir aber abgesagt wurde. Und hab auf's Klingelschild geguckt – und da stand doch glatt noch der Name des Vormieters, den ich dann auch prompt angerufen habe...
Es stellte sich heraus, dass die Wohnung nicht vermietet wurde, da der ursprüngliche Nachmieter sich nicht gemeldet hatte und der Vermieter dann aus Krankheitsgründen nicht mehr weitergesucht hat. Und dann war ich glücklich :)

Jetzt sitze ich nämlich in eben jener Wohnung – ich nennen sie Juno, nach ihrem Ofen – sie ist gerade frisch eingerichtet und alles ist gut :)
Meine Mutter und meine Schwester haben mir netterweise gestern beim Umzug geholfen und so konnte ich nach so kurzer Zeit auch schon aus dem Keller raus.

Was aus dem Keller geworden ist? Na ja... den musste ich irgendwie loswerden, möglichst ohne Verlust. Ich hab am Mittwoch ein Inserat geschaltet und keine zwanzig Minuten später klingelte das Telefon und hörte nicht mehr auf – was mich dann auch dazu gebracht hat, irgendwann die Nummer wieder rauszunehmen. Die Leute scheinen ziemlich verzweifelt auf der Suche nach einer Wohnung zu sein...
Daher waren die letzten drei Tage von Wohnungsbesichtigungen gekennzeichnet, was definitiv eine Erfahrung für sich ist: Da war alles bei, von dem indischen PhD-Student, der eine Wohnung für seine bald nachkommende Freundin sucht, über den Erstsemester-Physikstudenten, bis zur Mittvierziger Hausfrau, die eigentlich was ganz anderes gesucht haben muss^^ Man ertappt sich dabei, wie man einige Sätze immer und immer wieder sagt: "Hier der Kühlschrank... ohne Gefrierfach... leitet zu gesünderem Essen an...". Danach wurde normalerweise gelacht xD
Und wie man dabei an genau der selben Stelle steht, die gleiche Geste macht... nachdem fünf Leute da waren, war's einfach drin :P

Ok. Jetzt habe ich jedenfalls so einige Leute, die interessiert sind und mir auch die Möbel abkaufen – ein paar mal noch mit dem Vermieter telefonieren und dann sollte das Ganze in trockenen Tüchern sein :)

Aber ich habe Juno noch gar nicht beschrieben: In einem Altbau, hohe Decken, große Fenster und dadurch sehr hell; der wohl größte Unterschied zum Keller. Knarzende Holzdielen :) Ein Wohn- und Schlafzimmer, eine Küche mit Ausgang zum Balkon; zwischen Küche und Wohnzimmer ein Flur. …und eine Vielzahl charakteristischer Eigenarten, die ich noch entdecken muss^^
Fotos gibt's jetzt nicht – wer's sehen will, ist herzlich eingeladen vorbeizukommen :)

Im Nachhinein macht das Ganze diesen ersten Tag in Heidelberg noch viel verrückter...

Na ja. Gut. Morgen geht der Vorkurs los und dann bin ich den Rest der Woche planmäßig von 9.15 bis 18.00 Uhr dort. So in die Richtung. Ganz schön viel jedenfalls. Aber mal sehen, vielleicht stellt sich ja raus, dass es so wie bei den Aachenern ist und ich eigentlich nicht hin muss :P

...und Freitagabend oder Samstagmorgen geht's nach Aachen – Lennart macht "dick Party" – und ich freue mich darauf, ganz viele vermisste Freunde wieder zu sehen :)
Oh Junge Junge! :)

blusquare Yunus
Zweimal so kurz nacheinander umziehen ist ein bisschen verrückt. Aber so ist es besser :)
Eingebunden von Yunus 18. September 2011, 16.19 Uhr
Tags: Umzug, Heidelberg Keine Kommentare

Aachen und so

Von Miro 9. September 2011, 00.33 Uhr 4 Kommentare
Tags: (Keine Tags vorhanden) [Ausklappen]

Nachdem nun alle schon ihre fünf Cent zum besten gegeben habe, werde ich nun hier auch mal wieder meinen Teil zu unserem Blog beitragen.
Da ich das ganze hier bei meinen letzten Beiträgen genutzt habe um mich ein wenig abzuregen, werde ich hier nun mal versuchen einen Überblick zu geben wie es mir gerade wo geht.

Von Anfang Juli bis Ende August habe ich in Dortmund bei Deilmann Haniel Shaft Sinking gearbeitet, einem Schachtbauunternehmen. Die machen so ganz tiefe, ganz große Löcher in den Boden. Während dieser Zeit ist mir glücklicherweise klar geworden, dass meine bisherige Studienplanung leider nicht so ganz der Burner war und ich daran nur aufgrund der geplanten WG mit Steffen festgehalten habe. Dank dieser Erkenntnis habe ich dann alles über den Haufen geworfen und angefangen mir Gedanken über mein weiteres Leben zu machen. Dabei habe ich gemerkt das mir der Job den ich in den Ferien machen durfte super gefällt und als meine Familie dann für zwei Wochen im Urlaub war habe ich mich dann auch gleich in Aachen für den Studiengang Rohstoffingenieurwesen eingeschrieben und mir einen Platz in einer kleinen Mädchen-WG gesucht. Rohstoffingenieurwesen ist letzten Endes nichts großartig anderes als das was mal ein Bergbaustudium war. Ich hätte das ganze noch in Clausthal oder Freiberg machen können, Aachen erschien mir hierbei aber als die bessere Wahl und das ich an einer Uni mit einem Frauenanteil von unter 50% auch noch in einer Mädchen WG lande ist natürlich super.

Zur Feier des ganzen bin ich dann im August mit Steffen, Mock und Flobart für ein paar Tage in Holland gewesen. Ein Wochenende voll mit Regen, Tiny Wings, der Gracht und das Spiel des Lebens haben wieder einmal mehr gezeigt das Zeit in Holland auch verregnet immer gut ist.
Nun sitze ich hier jedoch in Aachen. Umgezogen bin ich Anfang dieser Woche, habe zum Abschluss am Wochenende noch einmal ein paar Bierchen auf dem Stadtfest gezischt, am Samstag mit Anna in Ruhe Abends Pizza gegessen und bin dann am Sonntag mit Lennart nach Aachen aufgebrochen. Dieser hatte natürlich wieder einmal mehr Dinge dabei als ich und dies obwohl er schon ein paar Wochen hier lebt und schon die ein oder andere Fahrt gemacht hat. So ein "Umzug" in ein Zimmer zur Untermiete ist schon echt praktisch. Außer einer Reisetasche und einer kleinen Box hatte ich nur noch Bettwäsche, eine Kiste Astra und eine Kiste Mate dabei. Völlig unverständlich für Lennart habe ich sogar meinen Fernseher zuhause gelassen, einen "Fehler" den ich vielleicht am nächsten Wochenende korrigieren werde.

Heute ist aber erstmal meine erste Woche in Aachen so gut wie rum, zur ersten Vorlesung bin ich zu spät gewesen, eine habe ich verpennt, aber im großen und ganzen klappt das hier mit dem Vorkurs ganz gut. Jeden Tag von 9:15Uhr bis 16Uhr Vorkurs zu haben ist zwar nicht ganz so toll, gerade da ich befürchte bald wieder alles vergessen zu haben, aber immerhin weiß ich dann wo ich noch einmal nachsehen muss um es zu wiederholen.
Der Aachener an sich ist nicht so offen wie die Typen im tiefsten Ruhrgebiet, aber es ist auch mal ganz nett sich nicht an jeder Haltestelle unterhalten zu müssen. Ansonsten komme ich hier gut zurecht, heute Abend war ich beispielsweise mit ein paar Leuten bei Lennart zum Abendessen, gestern mit dem Vorkurs samt Tutor einen kippen, den Abend davor ein paar Cocktails trinken und den Abend davor bei Lennart zum Breaking Bad schauen. Für eine erste Woche finde ich das gar nicht mal so schlecht. Aachen an sich ist zurzeit ziemlich verregnet, aber es macht hier richtig Spaß Fahrrad zu fahren, die Stadt ist überschaubar aber nicht zu klein und alles in allem geht es mir hier richtig gut.

Auch dieses Tag für Tag mit anderen Menschen zusammen zu treffen die alle einen ähnlichen Hintergrund und das selbe Ziel haben ist wieder einmal toll. Wie in der Schule nur internationaler; So telefonierte heute in der Mensa hinter mir jemand plötzlich in irgendeiner Asiatischen Sprache, im Vorkurs kommen immer wieder Sätze wie: "In Frankreich haben wir das immer so gemacht" oder "Bei uns in Luxemburg ging das aber so…"
Aber selbst jetzt, nach nur einer Woche muss ich sagen: Unsere Schulzeit war super. Wenn ich mich hier umhöre wie andere Menschen ihre Zeit um die Oberstufe herum verbracht haben bin ich schon echt froh auch mal in der Schulzeit oder in der Schule ein Bierchen getrunken zu haben und die ganze Zeit einfach genossen zu haben. Wenn andere Menschen ihre Highlights der Schullaufbahn erzählen wird mir immer wieder klar wie gut ich es doch hatte. Auch wenn das wahrscheinlich alles eine Frage des Charakters ist.

So oder so bin ich jetzt immatrikulierter Student in Aachen, fahre täglich viel Fahrrad und freu mich auf das was da kommt, auch wenn es schon ziemlich blöd ist Anna zuhause lassen zu müssen.

Ahnt einfach mal was da noch alles geiles kommt, ich feier die Zukunft hier einfach gerade richtig!

So, dann mal ganz dem Studiengang angepasst:

Mit freundlichem Glückauf
- Miro

Passives Umziehen

Von Kudusch 7. September 2011, 21.16 Uhr 3 Kommentare
Tags: Umzug, Heidelberg, Bier, Kaffee, Nachbarn [Ausklappen]

Man könnte ja meinen, dass man sich dem Stress und der Arbeit, die klassisch mit einem Umzug verbunden sind entziehen kann, wenn man nicht direkt nach dem Abitur in die weite Welt hinauszieht.
Weit gefehlt.
In den letzten Wochen durfte ich bei den Umzügen von Lennart (2 Kisten und einen Stuhl die Treppe hochtragen gilt als "beim Umzug helfen"…), Steffen und erst kürzlich auch Yunus teilhaben.
Über letzteren werde ich nun wegen der nicht enden wollenden Anfragen meiner Fans ein paar Worte verlieren:

Am Montag machten Yunus und ich uns mit dem vollbeladenen Zafira auf gen Süden.

Nach einer kurzen Pause erreichte Yunus zum wiederholten und ich zum ersten mal das schöne Heidelberg. Ein kurzer Blick aus dem Auto auf den Neckar und den Campus und wir waren da.

Der Zafria war schnell ausgeladen und die Ikea Regale und Schränke ohne weiteres aufgebaut. Eine Küche und vieles mehr entstand unter den fachmännischen Händen von Yunus und mir.


Während wir so werkelten, lernten wir sogar ein paar von Yunus neuen Nachbarn kennen. Zum einen Benjamin, den gefühlt 2,5m großen Studenten, der uns gleich über die wichtigsten Dinge im Haus aufklärte, namentlich den Hausmeister und die Internet Situation.
Über den anderen Mitmieter, den Yunus getroffen hat, kann ich nicht viel sagen, da ich gerade damit beschäftigt war, Yunus' zukünftigen Siphonschrank aufzubauen.
Das einzige, was ich von der Konversation, die Yunus mit ihm führte hören konnte, war der mir aus unseren Türkeiurlauben so bekannte Satzteil: Babam Türkiye…

Von Zeit zu Zeit durch einen dieser Nachbarn unterbrochen, dübelten wir also Klapptische an die Wand, bohrten furchtlos in Backsteinwände und feierten unseren Erfolg mit den ersten Tassen Kaffee, die Yunus in den neuen 4 Wänden kochen durfte.
Aus der anfänglich noch unfertig anmutenden Wohnung wurde in ein paar Stunden Arbeit ein zwar kleines, aber durchaus gemütliches Refugium.

Aber warum beschreiben, wenn ich auch Bilder sprechen lassen könnte?
Schließlich besitze ich ja ein Handy mit dem man ganz tolle Videos machen kann.


Gut, "ganz toll" war vielleicht übertrieben, aber ich denke das Video erfüllt seinen Zweck.

Nachdem der Verpackungsmüll und die Überreste der alten Einrichtung nebenan im Keller verstaut war, fuhren wir mit knurrendem Magen in die Innenstadt.

Man hört es ja sehr häufig, aber Heidelberg ist wirklich eine schöne Stadt.
Sie hat fast schon ein mediterranes Feeling; erinnerte mich ein bisschen an Teile von Rom. Jedenfalls gibt es deutlich weniger schöne Plätze auf Erden, um Abends im Spätsommer ein kühles Bier zu trinken.

So ging das vonstatten mit Yunus' Umzug.
So langsam kommt sogar bei mir Freude auf, die Heimat zu verlassen. Wenn es dann soweit ist, habe ich auch die meiste Erfahrung was Umzüge angeht. Das kann ja nur gut werden.

Von kahlen Wänden und vollen Kisten

Von Yunus 4. September 2011, 21.40 Uhr Keine Kommentare
Tags: Umzug, Umzug, Heidelberg, Selbstständigkeit, Zukunft, Baggage, Hach [Ausklappen]

So sieht's jetzt nämlich bei mir aus. Nur noch ein paar vereinzelte Fetzen Fotopapier an der Wand, der Schreibtisch leer, die Schubladen leer, die Reihe aus Büchern durch Leerstellen unterbrochen… und auf dem Boden stehen Kisten mit Sachen die sich in den vergangenen 19 und ein bisschen Jahren angesammelt haben; mehr, als ich dachte!
Andauernd muss ich mir die Frage stellen "Mitnehmen oder nicht?" und andauernd merke ich, dass ich 'ne ganze Menge gerne bei mir haben will.

Da sind Lieblingsbücher, Kameras, Elektrokram, Schreibsachen. Da ist aber auch eine große Kiste Erinnerungsstücke und Fotos. (Wenn man kilogrammweise Abzüge mit sich rumschleppen muss, fällt einem noch ein Grund mehr ein, digitale Fotos zu machen^^ Aber gerade die DSLR bleibt zu Hause! :D)

Dabei hatte ich mir doch sogar vorgenommen, so wenig wie möglich mitzunehmen, damit ich mir nicht immer gleich 'n größeren Wagen besorgen muss, wenn ich mal umziehe. Und vielleicht, um Platz für Neues zu haben.
Gut, der Großteil bleibt eigentlich hier, aber es ist nicht so, dass ich mit Kleidung, Stift und Computer umziehe. Aber da das ja auch nicht mein Ziel war und ich sicher bin, dass ich für neue, wichtige Sachen immer Platz finden werde, ist das schon okay :P

Morgen früh lade ich das ganze Zeug ins Auto, hole Kudusch ab und dann geht's ab nach Heidelberg. Am Dienstag kommt dann noch das Fahrrad rüber und dann bleib' ich da und freue mich auf's Einleben in Heidelberg =)

Weisse Wände sind weiss.

Von Yunus 30. August 2011, 00.44 Uhr 2 Kommentare
Tags: Abiturientenleben, Heidelberg, Umzug, Post-Abitur-Loch [Ausklappen]

Sonntagmorgen. Auf dem Weg nach Heidelberg. Dabei sind Mutter, Schwester, elf Liter weisse Farbe und was man noch so braucht, wenn man seiner zukünftigen Unterkunft wieder eine ansehnliche Wandfarbe verpassen will.

Dazu kommt: Vor ziemlich genau drei Monaten hatten wir alle gerade unsere mündlichen Prüfungen hinter uns. Seitdem ging's einige Male in den Urlaub, wir haben Dinge getan und die Freiheit des Abiturientseins genossen. Und die ganze Zeit war dieses "Studium" zwar viel näher als jemals zuvor, aber immer noch nicht ganz da. Gut, das ist es jetzt auch noch nicht, aber die Wohnung zum Umzug vorzubereiten bringt's schon ein ganzes Stück näher^^ Der soll dann nächste Woche sein und bis dahin gibt's auch noch einiges zu tun. Stadtfest zum Beispiel :)

So anstrengend der Sonntag war; der Montag war umso entspannter: Mittags mit Kudusch zum Blutspenden nach Dortmund, mit Regenschirm, Schokolade und Verzehrgutscheinen Pizza essen, dann bei Kudusch chillen. Und danach bei Miro die aufgestauten Folgen Breaking Bad gucken und sich etwas verquatschen :)
Gerade eben habe ich noch mit Michael und Lennart in Aachen gesprochen, mich gefreut, dass so was geht und jetzt bin ich doch auf einmal sehr müde.

Jedenfalls kann ich ins Bett gehen ohne mit dem schrecklichen Gedanken einzuschlafen, dass ich morgen wieder nichts zu tun haben könnte. Hab' ich nämlich :)