WG Fragebogen Loft

Von Miro 1. November 2012, 00.31 Uhr 5 Kommentare
Mal wieder ist viel passiert, aber ihr habt das ja sicherlich alles hier die letzten Wochen schon gelesen, deshalb hier nur der schnell Durchlauf, um euch an die vielen Einträge zu erinnern, bevor ich zum Eigentlichen komme:

Kudusch hat bei seinem Bufdi Kram jemanden kennen gelernt, ist seitdem mit ihr zusammen, sie ist nach Aachen gezogen, er hat seinen Buffi Kram fertig gemach, ist nach Münster gezogen, studiert dort jetzt. Ich sag's euch, dass waren ein paar schöne Blogs die wir da lesen durften. Besonders das Fazit vom Bufdi sein, vernünftig Verschlagwortet, damit andere die so etwas auch machen wollen, in diesem Internet jetzt einen persönlichen Erfahrungsbericht finden können. Ich bin mir sicher das hat einigen die sich mit der Überlegung Bufdi zu werden nach der Schule herumgetragen haben geholfen.

Bei Yunus ist auch einiges passiert, seine Bewerbung bei der Studienstiftung ist angenommen worden, er hat dort schon Seminare besucht und auch sein Studium plätschert erfolgreich vor sich hin. Auch hier sind die Blogs gut und eindrucksvoll, richtig hilfreich für jeden der sich wo bewerben muss. Und was haben wir uns alle mit ihm in den Kommentaren darüber gefreut!

Und Lennart, wo soll man da überhaupt anfangen frage ich mich, tausende von Fotos und Blogs hat der Junge veröffentlicht. Er ist ja auch schließlich Fotograf, ein leichtes für ihn einfach mal ein paar Bilder hochzuladen und diese für sich sprechen zu lassen. Besonders hat mir aber der persönliche Einblick gefallen, den er uns in seine frische Beziehung mit Anna gegeben hat, so ein Fazit nach ein paar Monaten ist ja immer nett zu lesen.

Zur mir muss ich ja nicht viel sagen, ich blogge hier ja etwas regelmäßiger *hust* Wobei auch bei mir vieles passiert ist, Studium, Umbau, Praktikum, und natürlich der gemeinsame Türkeiurlaub mit allen :) Was waren das doch für herrliche Bilder mit denen wir euch hier neidisch gemacht haben! Und die letzte Loftparty, welch eine Anekdote es doch immer bleiben wird, wie wir die Nacht davor durchgemacht haben und als die ersten Gäste kamen noch am Schweißen der Treppe waren.

Doch lasst mich euch mit den alten Kamellen verschonen, hier nun der eigentliche Grund:

Dave wird uns im Dezember verlassen, wir suchen einen neuen Nachmieter und haben unser Angebot mal auf WG-Gesucht eingestellt. Hunderte von Anfragen nach nur zwei Tagen lassen darauf hoffen, dass wenigstens eine oder einer dabei ist, der irgendwie Dave ersetzen kann.
Doch ich befürchte schon, dass das leider niemals möglich sein wird.
Um diesen jemand aber irgendwie aus der schier unendlichen Anzahl von Bewerbern zu filtern, haben wir uns einen Fragebogen überlegt und wollen diesen nun hier mit euch teilen, vielleicht hilft er euch ja einmal bei eurer Suche nach einem zweiten Dave.

Fragebogen Dave 2:

Name:
Alter:
Tätigkeit:
Geschlecht:
Sprachen:
Akzent:
Vegetarier/Veganer/Nicht-Alkoholiker/Raucher:
 
 
Hobbies/Sport/Musik/Interessen/Talente, hau rein:

 
Beschreib dich selbst in max. 140 Zeichen:

 
1. Welches ist das unnützeste Tier? 
2. Welches ist das hässlichste Gemüse?
3. Magst du Til Schweiger Filme?
4. Heizung oder Wollpullover?
5. Lange quatschen oder morgens aufstehen?
6. Was heißt morgens aufstehen?
7. Wann wird Schalke Meister?
8. Der Kühlschrank ist so gut wie leer, welches Gericht geht immer?
9. Fette Party, das Bier ist alle, was machst du?
10. Was macht dich besonders?
11. Klimawandel oder Panikmache?
12. Würdest du beim Fegen den Besen schieben oder ziehen?
13. Spülmaschine ist kaputt. Selber machen oder Kundendienst anrufen?
14. Müll ist voll. Was machst du?
15. Wie möchtest du uns beeindrucken bei der ersten Besichtigung? (z. B. Zaubertricks)
16. Möchtest du hier oder im Auto kotzen?
17. Weißt du eigentlich, wie weh sone Koppnuss tut?
18. Aachener Lieblingskneipe/-ort/-club/-sonstwas?
19. Lebt die Katze oder lebt sie nicht?
20. Dein Lebensziel?
21. Was ist für dich Reichtum?
22. Welche Musik geht immer?
23. Wann warst du das letzte Mal bei Mcs / Burger King / KFC oder so?
24. Wir haben fette WG Party, schließt du dein Zimmer ab oder eröffnest du den Punk-Floor?
25. Worüber hast du das letzte Mal laut gelacht?

Schreibt doch mal ein paar Antworten in die Kommentare, was ist eure Lieblingsfrage, was würdet ihr ändern?


noelschelter Noël Schelter
I will be awesome! Again!
Eingebunden von Noël 14. März 2012, 01.01 Uhr
Tags: Loft, Aachen, Zukunft Keine Kommentare

Von kurzen Nächten und fliegender Zeit

Von Yunus 5. März 2012, 01.32 Uhr 1 Kommentar
Dann ist nämlich alles gut.

Ich bin eindeutig wieder dran. Ich habe mich doch ein bisschen erschrocken, als ich vorhin entdeckt habe, dass mein letzter Eintrag von Anfang Dezember ist. Nicht gut.

Was aber ziemlich gut war, war das letzte Wochenende.
Nachdem ich eine eher arbeitsintensive Woche Praktikum hinter mich gebracht hatte, habe ich am Freitagnachmittag noch eben ein paar Vorbereitungen getroffen, bis dann Freitagabend Kudusch, Miro und Lennart hier eintrafen. Und zack: Da war die Bude voll^^
Essen, trinken, Musik hören, Bilder gucken, Pläne schmieden, über damals, heute, morgen und Frühling reden… es war direkt wieder so, wie es immer gewesen ist :)
Weil man dann einfach nicht ins Bett gehen sollte, haben wir noch einen Abstecher in die Altstadt gemacht. Und es sind Dinge passiert, Vögel wurden abgeschossen… Nur gut! :D

Kudusch Tim Schatto-Eckrodt
Same Gs; different city.

Der Plan für den Samstag war eigentlich um Eins in Tübingen bei Adi zu sein. Ausschlafen und ein gemütliches Frühstück haben den Zeitplan etwas verschoben, aber irgendwann am späten Nachmittag sind wir doch noch vor dem Wohnprojekt aus dem Benz gestiegen – jep, richtig gelesen^^ –, wurden mit Kaffee versorgt und waren schon wenig später von der Schönheit dieser Stadt überwältigt. Verwinkelte Gassen, sich unter der Last der Fassaden biegendes Fachwerk, eine Neckarinsel mit riesigen Bäumen… und mehr.
Nach einem gemeinsamen Eis hat Adi sich auf den Weg zur Arbeit gemacht. Wir haben ein gemütliches Plätzchen namens Collegium entdeckt und uns dort, am Neckar und bei einem Spaziergang durch die Stadt einen schönen Abend gemacht :)
Später, bei einem Alice im Wunderland Hörbuch, fielen dann die Augen aber auch sehr schnell zu…

Sonntagmittag ging's zurück nach Heidelberg und für meinen Besuch dann auch weiter nach Unna oder sogar Aachen.

Wochenenden wie dieses sind die, die ich besonders intensiv erlebe. Eine vergleichsweise kurze Zeitspanne, aber doch so viele Geschehnisse. Und auch wenn ich nicht ganz weiß, wo die ganze Zeit hin ist, bleibt doch sehr viel hängen.
Seitdem ich nicht mehr in Kamen wohne, ist das noch stärker geworden. Aber das ist ja nun nicht besonders verwunderlich…


Was passiert mir noch so?
Mein erstes Semester ist schon einige Zeit vorbei, ich bin mehr als zufrieden mit meiner Studienfachwahl und habe mir direkt ein Praktikum in diese Semesterferien gelegt, damit ich im September frei hab.
Jetzt habe ich wöchentlich vier bis fünf Versuche, von Federpendel bis Millikan, schreibe Vorbereitungen und Auswertungen… und wenn ich das nicht mache, schwimme oder paddele ich oder genieße auf irgendeine andere Art und Weise die länger werdenden Tage, die steigenden Temperaturen. Man würde fast "Frühling" sagen, aber das hat dieses Wochenende eine andere Bedeutung bekommen… :)


Loftparty 1.0

Von Noël 12. Februar 2012, 19.39 Uhr Keine Kommentare
Jede Party wieder. :)

Freitag war ja quasi Party. Erste echte Party im Loft. Sozusagen ein PreOpening vor der großen Einweihungsparty. Im Nachhinein hätte man es auch als unsere geplante Baustellenparty verkaufen können. War auf jeden Fall ein guter Abend!

Mit einem Kran im Wohnzimmer kann man einfach viel Quatsch machen.

Am Freitag haben wir Chemie geschrieben. Ging gut von der Hand. Abends war dann natürlich ein bisschen Party angesagt. Im Prinzip wollten wir nur ein paar Freunde einladen und ganz chillig über alte Zeiten quatschen. Hat sich dann doch wieder etwas verselbstständigt und am Ende waren doch eine ganze Menge Leute da. Aber je mehr, desto besser! Die Reaktionen auf das Loft waren teilweise extrem lustig. Die, die die Baustelle kannten, so: "WOW!" Die, die Baustelle nicht kannten so: "Hier wohnt ihr??" :D

Party lief aber rund und wird definitiv wiederholt. Genug gequatscht, die Fotos könnt ihr euch hier runterladen: ;)

noelschelter.com/loftparty


Der Morgen danach.




Look at what we've done - Part II

Von Noël 8. Februar 2012, 23.43 Uhr 2 Kommentare
Langsam aber sicher wird es sehr gemütlich im Loft!

Herzlichen willkommen zur Fortsetzung der Loftgeschichte. Einer der sicherlich noch vielen kommenden. Übrigens die Fortsetzung dieses ersten Blogs. Bevor ich die Geschichte jetzt aber fortsetze, bringe ich euch noch kurz auf den aktuellen Stand. Wir haben also diese Halle gemietet und angefangen umzubauen. Mittlerweile haben wir zwei Räume im Rohbau fertig und das Balkengerüst für die zwei anderen Räume steht auch bereits. Wir schreiben ein paar Tage vor Weihnachten.
Beim Verlegen des Bodens für die Zwischenetage.

So, weiter im Text. Als das Gerüst stand wurden dann die Wände des unteren Zimmers eingezogen. Der Boden der Zwischenetage wurde vergleichsweise problemlos und ziemlich zügig an einem Wochenende verlegt, an dem wieder zahlreiche Helfer da waren. Die Balken wollten wir ursprünglich abschneiden und nur einen kleinen Vorsprung stehen lassen. Wir fanden sie allerdings so schön, dass wir sie dann auf voller Länge gelassen haben, um eine große Terrasse im Wohnzimmer zu haben. Weil sie das Gewicht aber nicht gehalten hätten, haben wir sie dann an der Decke aufgehängt. :)
Gerrit hat sich zum Schleifmeister geschliffen.
Dann kamen noch schnell Wände dazu, Deckenverkleidung für Tobias' Zimmer, ein Abstellraum und schwups, fertig war der Rohbau. Als Miro und ich dann am 24. Dezember vormittags mit dem Anhänger nach Hause gefahren sind, war definitiv der absolute finanzielle Tiefpunkt der ganzen Aktion erreicht. Wir haben in Aachen einen halben Tank Lülle getankt, um überhaupt nach Unna zu kommen. Dann haben wir auf der Fahrt mal Geld gezählt und haben fest gestellt, dass Miro noch genau 3,72 € besaß und ich mit 3,24 € auch nicht viel besser da stand. Dann sind wir zum Glück ohne ein weiteres Tanken aber mit leuchtender Tankanzeige in Unna angekommen und konnten uns dann ja erst einmal ein paar Tage bei der Familie durchfuttern. Das war aber auch dringend nötig! Am zweiten Weihnachtsfeiertag ging es dann aber direkt wieder nach Aachen, weil ja schließlich der Hausmeister noch Abflüsse bohren wollte. Was muss, das muss ja, würde man hier sagen. Denn man muss ja ehrlich sein: Von nichts, kommt ja nichts. Und auf der Anderen Seite, was weg ist, ist auch weg.
Ein bisschen werde ich den Malocherslang ja auch vermissen, war ja doch immer irgendwie nett. Aber als meine Mutter mich dann fragte, was denn mit mir passiert wäre, als ich zuhause auch anfing, in diesem Ton zu reden, habe ich mich dann doch wieder bemüht, es im Zaum zu halten. Ganz anders Miro, der nach wie vor jede Gelegenheit nutzt, den echten Ruhrpottler raushängen zu lassen, auch wenn er das niemals zugeben würde.

Zu Silvester haben wir uns dann eine kleine Auszeit gegönnt und haben Steffen und Anni im Ferienhaus in Holland besucht. Am Strand geknallt, Spiel des Lebens, gutes Essen, Feuerzangenbowle, natürlich selbst gemacht und viel Spaß mit guten Freunden! Raketen in die Grachten zu schießen gehörte natürlich auch irgendwo dazu, schließlich sind wir ja nicht erwachsen oder sowas.
Am nächsten Morgen sind wir dann aber nach einem netten Strandspaziergang relativ zügig wieder nach Aachen gefahren, da ja noch etwas Arbeit auf uns wartete.

Schließlich war von Miros Zimmer noch nicht viel zu erkennen. Also Decke geputzt, gestrichen, Wände tapeziert, gestrichen, Teppich rein, Tür rein, Steckdosen verkabelt, beinahe das LAN Kabel vergessen, noch schnell zwei Lampen für die Terrasse angeschlossen und und und...
Das Loft auf dem Höhepunkt des Chaos!

Eines schönen Abends haben wir uns dann entschlossen, die Kiste endlich nach Hause zu holen und mit lernen anzufangen und haben uns dann das ehrgeizige Ziel gesetzt, Cowboys und Aliens noch am selben Abend auf dem Fernseher im fertigen Wohnzimmer zu gucken.
Also haben wir angefangen aufzuräumen, was relativ schnell ins Stocken geriet, als uns die Spüle für die Küche fehlte. Also schnell eine neue gezimmert, denn ihr wisst ja: Selbst ist der Mann.
Und so räumten wir und räumten und Cowboys und Aliens schien in unerreichbare Ferne zu rücken, als wir plötzlich um 4:00 Uhr nachts doch langsam anfingen, Sessel abzustauben, Kisten in Zimmer zu tragen und Holzboden im Wohnzimmer zu verlegen.
Jedenfalls haben wir dann tatsächlich um 9:00 Uhr morgens alle drei auf der Couch gesessen und haben Cowboys und Aliens auf dem Fernseher gesehen. Nach drei durchgemachten Nächten, in denen wir mit drei Leuten hart am Limit gearbeitet haben. Immer mit einem Blick zur Uhr, ob der Spachtel wohl schon trocken ist oder ob man besser noch nicht drüberstreichen sollte.
Aber es war ein gutes Gefühl, endlich die erste Etappe geschafft zu haben. Immerhin haben wir jetzt jeder ein sehr nettes und eingerichtetes Zimmer,
Squash im Loft, ja sicher!
eine vorläufig funktionierende Küche ohne Spüle, ein sehr gemütliches, voll funktionsfähiges Wohnzimmer und einfach eine geile Bude! Klar, es liegen noch ein paar Säcke Zement rum und man hört Miro immer mal wieder Flechsen, hämmern oder bohren, bis ihn irgendwer erinnert, dass er in drei Tagen eine Klausur schreibt, aber alles in allem ist es eine wirklich schöne Wohnung. Man fühlt sich irgendwie zu Hause.

Irgendwann hat uns dann aber das Studentenleben auch wieder eingeholt. So sitzen wir jetzt in unserem halb fertigen Loft und müssen die Arbeit leider mehr oder weniger ruhen lassen, da auch wir irgendwann einmal für unsere Klausuren lernen müssen. In drei Tagen geht es für mich los, Miro ist schon seit einer Woche dabei.
Aus unserem Plan, ab dem 01.01. richtig streng durch zu lernen ist dank Playstation, Call of Duty, Bier, bequemen Sesseln und unglaublich geilen Mitbewohnern noch nicht so viel geworden aber es sollte trotzdem einigermaßen laufen. Es läuft ja immer irgendwie.
Der aktuelle Stand des Lofts nach dem Aufräummarathon.

Und unsere vorläufige, zusammengebastelte Küche.

Genug Beschäftigung für die Lernpausen ist auf jeden Fall immer da. Sei es Squash im Wohnzimmer spielen, im Sessel am Kran hängend durch die Halle zu fahren oder die Wand auf zu kloppen, weil Wasser raus kommt. Irgendwas ist immer. Am Freitag ist eine kleine PreRelease Party geplant, da werden einige Leute kommen und wir checken mal die Party Qualitäten unserer neuen Hütte aus um für die ultimative Einweihungsparty optimal vorbereitet zu sein.

Und? Merkt ihr was? Richtig, es bleibt spannend! ;)


noelschelter Noël Schelter
Spontaner Besuch der Nachbarn - wie immer. Dann lecker gekocht und einen wirklich durch und durch netten Abend verlebt. Wirklich nett.
Eingebunden von Noël 25. Januar 2012, 00.51 Uhr
Tags: Aachen, Unileben, Studentenleben, Party, Silvester, Loft, Lernen, Freunde besuchen Keine Kommentare

Das Auto ist tot; lang lebe das Auto!

Von Kudusch 22. Januar 2012, 16.44 Uhr 6 Kommentare
Der tapfere Fiasko beim Verwerter

Ein Nachruf

20 Jahre war er alt. Und nur anderthalb davon gehörte er mir.
Dunkel blau war er. Und laut. Wenn man mit ihm auf der Autobahn fuhr, merkte man jedes weitere km/h, das man sich mühsam bergab erkämpft hat, an der steigenden Lautstärke. Ab 150 km/h war man versucht, das Dach festzuhalten, aus Angst es könnte davon fliegen.

Mein kleines Fiasko.

Verschrammt und verbeult stand er da an der Hansastraße.
Immer bereit für die nächste morgendliche Fahrt zur Schule, zum Einkaufen oder auch nur für die nächste unsinnige Aktion.

Ob es Indietronix Plakate zu verteilen oder nur einen Kite aus Bönen abzuholen gab, er war bereit.
Hat alles mitgemacht, jede weitere Schramme, jede weitere Beule.

Eine Fahrt in ihm war immer ein Highlight.
Der Nervenkitzel, ob der Sprit reicht, die Spannung, ob man trotz den fünf Insassen den nächsten Hügel schafft und die Wunder, die sich im Handschuhfach und ganz allgemein überall im Innenraum zu finden waren.

Aber jetzt ist er nicht mehr.
Die letzte Fahrt nach Aachen gab ihm den Rest.
"Friede seiner Asche…", war der letzte Kommentar des Mechanikers.

Und so musste ich letzten Donnerstag die letzte, die finale Fahrt zum Schrottplatz antreten.
Zwar wurde er auf der Strecke zwei mal Ohnmächtig, doch trotzdem schaffte er es. Aus eigenem Antrieb.

Er war mein erstes eigenes Auto.
Er war mir Treu, bis zum Schluss.
His name was Ford Fiasko.

Ein neues Familienmitglied.

Emily - Das neuste Mitglied der Familie

Kein Abschied ohne Neuanfang.

Darf ich vorstellen:
Das ist Emily.
16 Jahre alt und Italienerin.

Zuletzt lebte sie in Soest und hat vor einer Woche ihren Weg zu mir gefunden.

Viel über sie erzählen kann ich noch nicht.
Obwohl mir einige ihrer Macken wahrscheinlich noch lange im Gedächtnis bleiben werden.
Das laute Knacken der Fahrertür, das die eigene Ankunft ankündigt, das Gebläse, das nur "Aus" und "An" kennt und der etwas müde Motor der rechten Fensterscheibe.
Ja, richtig, Emily hat elektrische Fensterheber.
Und eine Zentralverriegelung.
Luxus pur, sozusagen.

So ist der Stand der Dinge.
Das Auto ist tot; lang lebe das Auto!